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Über Praxis nachdenken

Kunst und Unterricht Nr. 107/1986

Erscheinungsdatum:
September 1986
Schulstufe / Tätigkeitsbereich:
Sekundarstufe
Schulfach / Lernbereich:
Kunst
Bestellnr.:
51107
Medienart:
Zeitschrift
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Abstract

Autor: Schulz, Wolfgang
Titel: Allgemeine Didaktik und aesthetische Erziehung.
Quelle: In: Kunst + Unterricht,(1986) 107, S. 8–10

Abstract: Die vorgestellten Argumente fuer eine didaktische Reflexion der Aesthetischen Erziehung raeumen diesem Unterrichtsfach eine zentrale Stellung bei der Vermittlung der aesthetischen Dimension aller Lebenserscheinungen ein. Aesthetische Orientierung und aesthetisches Verhalten, im Lernort Schule in interdisziplinaerer Zusammenarbeit erworben, gelten als die Grundlage fuer ein der Gegenwart angemessenes Weltbild und fuer die Ausbildung der notwendigen Handlungskompetenz der Schueler. In Form einer Besprechung der in K + U 77/83 erschienenen Unterrichtseinheit zu einem Holzschnitt Baldung Griens werden diese Kriterien noch einmal verdeutlicht. Auch hier ist die zentrale Kategorie die Handlungskompetenz der Schueler. Der Verfasser unterstreicht, dass sie die gemeinsame, von Schuelern und Lehrer durchgefuehrte Unterrichtsplanung voraussetzt, gewissermassen als einem ersten Hebel fuer die am Unterrichtsgegenstand weiter zu entfaltende Erkenntnis der Schueler.

Schlagwörter: Ästhetische Bildung, Methode, Schüler, Didaktische Grundlageninformation, Unterrichtsplanung, Kunstunterricht, Fachdidaktik, Visuelle Kommunikation, Handlungskompetenz, Didaktik


Autor: Meyer-Drawe, Kaete
Titel: Lichtbildlichkeit als Dimension von Wahrnehmung und Rationalitaet.
Quelle: In: Kunst + Unterricht,(1986) 107, S. 10–13

Abstract: Anknuepfend an die Denktradition der phaenomenologischen Philosophie und an didaktische Ueberlegungen u. a. von H. Rumpf und G. Otto geht es in diesem Beitrag um eine Kritik des streng naturwissenschaftlichen Begriffs der Rationalitaet. Ihm wird eine Auffassung von Rationalitaet gegenuebergestellt, in der die sinnlich-koerperlichen Erfahrungen nicht nur nicht ausgeklammert werden sondern geradezu Voraussetzung fuer jedwede Art von Erkenntnis sind. Das Uebergehen der sinnlichen Dimension gilt als eine der Ursachen fuer die Verwuestung der Umwelt und fuer eine verkuerzte Wahrnehmungsweise ueberhaupt. Der Paedagogik wird daher dringend anempfohlen, im Rekurs auf diese philosophische Richtung ueber ein dem Menschen gerechter werdendes Menschenbild nachzudenken.

Schlagwörter: Didaktische Grundlageninformation, Rationalität, Erkenntnistheorie, Wahrnehmung, Kunstunterricht, Didaktische Erörterung, Erkenntnis, Visuelle Kommunikation, Sinnlichkeit


Autor: Otto, Gunter; Otto, Maria
Titel: Aesthetisches Verhalten.
Quelle: In: Kunst + Unterricht,(1986) 107, S. 13–19

Abstract: Der Beitrag verdeutlicht den theoretischen Bezugsrahmen, in den die Kategorie des aesthetischen Verhaltens einzuordnen ist. Es geht um das Aesthetische als Verhaltensmodus unter Berufung auf die philosophische Denkrichtung der Phaenomenologie und auf Kant und um die praktische Relevanz des aesthetischen Verhaltens im Fach Aesthetische Erziehung. Ausgehend von der Kritik an der dualistischen Auffassung vom Menschen, seiner Aufspaltung in rationales Vernunft- und irrationales Sinneswesen, wird die Erkenntnistheorie des phaenomenologischen Ansatzes und die diese Theorie ergaenzende Konzeption Kants vorgetragen. Nicht nur die auf aesthetische Objekte bezogenen Erkenntnisvorgaenge sind an die sinnliche Wahrnehmung geknuepft; wenn man das Ensemble dieser sinnlichen, subjektzentrierten Erkenntnisformen als aesthetisches Verhalten beschreibt, impliziert dies eine andere Haltung gegenueber der Welt. Deshalb muesste die Affektivitaet des Lernenden sowie sein Verhaeltnis zu den Inhalten staerker als bisher beruecksichtigt werden. Erst wenn es gelingt, die Unterrichtsgegenstaende zu einem Anliegen der Schueler selbst zu machen, koenne sich sinnliche Erfahrung entfalten.

Schlagwörter: Ästhetische Bildung, Schüler, Didaktische Grundlageninformation, Subjektivität, Erkenntnistheorie, Wahrnehmung, Kunstunterricht, Didaktische Erörterung, Visuelle Kommunikation, Menschenbild, Didaktik


Autor: Schulze, Theodor
Titel: Aesthetische Erziehung in der Schule? Hintergrund, Horizont u. Perspektive fuer d. Denken in Bildern.
Quelle: In: Kunst + Unterricht,(1986) 107, S. 22–24

Abstract: Nach einer Auseinandersetzung mit dem idealistisch ueberhoehten und demzufolge gescheiterten Projekt einer aesthetischen Erziehung im Schillerschen Sinn geht es in diesem Beitrag um einen moeglicherweise realisierbaren Neuansatz aesthetischen Denkens: Im Unterricht soll statt der auf Objektbeherrschung abzielenden Ration mehr Wert auf Selbsterkenntnis gelegt werden; die Kluft zwischen Denken und Fuehlen, zwischen wissenschaftlichen und kuenstlerischen Aktivitaeten soll ueberbrueckt werden, und zwar durch das Einueben eines Denkens in Bildern. Dieser Diskurs in Bildern schliesst die Beschaeftigung mit aesthetischen Objekten ebenso ein wie Phantasien und Vorstellungen der Menschen. Fuer das Fach der Aesthetischen Erzhiehung wird eine Intensivierung der Beschaeftigung mit ikonischen Themen, aber auch eine groessere Aufgeschlossenheit des Fachs fuer andere Gegenstaende gefordert, um auch da bei der Uebetrsetzung in Bilder mitzuwirken.

Schlagwörter: Ästhetische Bildung, Schüler, Didaktische Grundlageninformation, Selbsterfahrung, Kunstunterricht, Erfahrung, Didaktische Erörterung, Visuelle Kommunikation, Didaktik, Bildliches Denken


Autor: Gruenewald, Dietrich
Titel: Malen, Zeichnen, Formen, Bauen...Ueber d. Formen u. Funktionen aesthet. Praxis.
Quelle: In: Kunst + Unterricht,(1986) 107, S. 29–31

Abstract: Nach einer Einleitung zum Begriff der aesthetischen Praxis geht es in dem Beitrag um diverse Funktionen dieser praktischen Arbeit im Unterricht und im ausserschulischen Bereich. Betont wird ihre Relevanz fuer die Identitaetsbildung der Schueler und den kommunikativen Austausch. In der praktisch-bildnerischen Arbeit erleben die Schueler ihre Individualitaet und Subjektivitaet und koennen weitgehend selbstbestimmt handeln. Ihr zugehoerig ist ein staendiger Kommunikationsprozess, insoweit die Produktionen betrachtet werden und Stellungnahmen erheischen. An einer kurzen Besprechung der Unterrichtsbeispiele von M. Tacke und Chr. Harwart (vgl. K + U 77/83) wird illustriert, wie die Erfahrung der Schueler im Unterricht aufzugreifen und zu entfalten ist.

Schlagwörter: Funktion , Ästhetische Bildung, Bildnerisches Gestalten, Schüler, Didaktische Grundlageninformation, Kunstunterricht, Erfahrung, Didaktische Erörterung, Visuelle Kommunikation, Begriff, Didaktik, Identität


Autor: Todt, Eberhard
Titel: Interesse haben – Interesse wecken.
Quelle: In: Kunst + Unterricht,(1986) 107, S. 32–34

Schlagwörter: Ästhetische Bildung, Schüler, Einstellung , Empirische Untersuchung, Kunsterziehung, Interesse, Schulfach


Autor: Staudte, Adelheid
Titel: Primarstufe.
Quelle: In: Kunst + Unterricht,(1986) 107, S. 35–37

Abstract: In dem Beitrag werden Parallelen aufgedeckt zwischen dem Versuch, die Grundschule in Anlehnung an verschiedene reformpaedagogische Ansaetze in einen Lernort zu verwandeln, wo vor allem kindgerechtes Lernen statthat, und den Bestrebungen der Kunstpaedagogik, die Subjektivitaet und die Erfahrungswelt der Schueler staerker miteinzubeziehen. Im Mittelpunkt steht eine Vorstellung von ganzheitlichem Lernen, die im Rekurs auf das Unterrichtsbeispiel von M. Tacke sowie auf didaktische Ueberlegungen von u. a. H. Rumpf und G. Otto belegt und verdeutlicht wird.

Schlagwörter: Ästhetische Bildung, Schüler, Didaktische Grundlageninformation, Kunstunterricht, Erfahrung, Didaktische Erörterung, Lernprozess, Visuelle Kommunikation, Ganzheitlicher Unterricht, Grundschule, Didaktik, Primarbereich


Autor: Kerstin, Juergen
Titel: Sekundarstufe I.
Quelle: In: Kunst + Unterricht,(1986) 107, S. 38–39

Abstract: Nach einer Einleitung ueber die besonderen Bedingungen der Hauptschule und der Hauptschueler macht dieser Bericht am Unterrichtsbeispiel von Chr. Harwart zu Baldung Griens Holzschnitt Der verhexte Stallknecht (K + U 77/83) deutlich, wie dieses Thema in der Hauptschule umzusetzen waere. Fazit ist, dass der fuer eine Pruefungsstunde konzipierte Unterrichtsentwurf Harwarts fuer die Hauptschule wegen seiner Dominanz rein kognitiver Lernziele und verbaler Strategien gar nicht benutzbar ist. Der Gegenvorschlag sieht vor, das Thema zwar aufzugreifen, aber dann nur als Bildvorlage vorzulegen. Die Assoziationen der Schueler koennen sodann in freier Materialwahl und freier Entscheidung fuer eine oder mehrere Sozialformen des Unterrichts bildnerisch dargestellt werden. Eine weitere Arbeitsanweisung koennte sein, Fakten zum historischen Umfeld des Bildes zu sammeln, arbeitsteilig aufzuarbeiten und zu praesentieren. Der Hauptakzent liegt in der nun mehrstuendigen Unterrichtsreihe auf der Taetigkeit der Schueler, dem neben der inneren Differenzierung und offenem Unterricht wichtigsten Kriterium in der Hauptschule.

Schlagwörter: Ästhetische Bildung, Didaktische Grundlageninformation, Unterrichtseinheit, Kunstunterricht, Didaktische Erörterung, Lernziel, Hauptschule, Unterrichtsmethode, Visuelle Kommunikation, Kritik, Unterricht, Bedingung, Harwart, Christoph, Didaktik, Sekundarstufe I


Autor: Hoffmann, Juergen
Titel: Kunst-Therapie – Ein Riesenregenschirm.
Quelle: In: Kunst + Unterricht,(1986) 107, S. 42–44

Abstract: In dem Beitrag ueber Theorie und Praxis der Kunsttherapie wird herausgearbeitet, dass Therapien im Rahmen der bildnerischen Praxis auf einem sehr verkuerzten Verstaendnis von Kunst beruhen und daher fuer die Anwendung in der Schule nicht taugen. In der Kunsttherapie gilt das Bild unter Ausklammerung aller kognitiven und handwerklichen Kriterien nur als Ausdruck der psychischen Befindlichkeit des Produzenten. Betont wird, dass demgegenueber schulische Lernprozesse Wert auf die kulturellen und historischen Vermittlungen eines Kunstwerks legen muessen und in der bildnerischen Praxis handwerkliche Fertigkeiten einzuueben sind.

Schlagwörter: Ästhetische Bildung, Kunstunterricht, Lernprozess, Visuelle Kommunikation, Therapie, Ziel, Kunsttherapie, Sachinformation


Autor: Ropohl, Udo
Titel: Aesthetische Erziehung in der Sozialarbeit.
Quelle: In: Kunst + Unterricht,(1986) 107, S. 45–47

Schlagwörter: Ästhetische Bildung, Kunst, Kulturpädagogik, Sozialarbeit, Freizeitangebot


Autor: Wienecke, Guenter
Titel: Fachspezifische Methoden – Ein Paradox aesthetischer Erziehung?
Quelle: In: Kunst + Unterricht,(1986) 107, S. 48–49

Schlagwörter: Ästhetische Bildung, Bildungspolitik, Kunst, Kulturpädagogik, Visuelle Kommunikation, Sozialarbeit, Sachinformation


Autor: Lenz-Johanns, Martin
Titel: Interpretieren lernen.
Quelle: In: Kunst + Unterricht,(1986) 107, S. 50–52

Abstract: Nach laengeren Ausfuehrungen ueber die Schwierigkeiten bei der Interpretation von Kunstwerken und einem Plaedoyer zugunsten der Rezeptionsaesthetik gegenueber der quellenorientierten Interpretation Panofskyscher Provenienz geht es in diesem Beitrag um zweierlei: Erstens um das Prinzip bei der Analyse von Bildern, seinen Ansatz und seine Methode deutlich und nachvollziehbar zu machen und zweitens um die in der Schule haeufig geuebte Methode des Nachvollzugs durch eigene bildnerische Praxis. Es wird sowohl auf die Vorzuege dieser mimetischen Annaeherung an ein Kunstwerk fuer die juengeren Schueler eingegangen, aber auch darauf verwiesen, dass dies nur ein erster Schritt zur Interpretation sein kann, nicht aber die Interpetation selbst ist.

Schlagwörter: Methode, Bildnerisches Gestalten, Vergleich, Interpretation, Kunstunterricht, Visuelle Kommunikation, Sachinformation


Titel: Ueber Praxis nachdenken.
Quelle: In: Kunst + Unterricht,(1986) 107, S. 52

Schlagwörter: Ästhetische Bildung, Unterrichtsinhalt, Rationalität, Wahrnehmung, Hauptschule, Theorie, Kunsterziehung, Fachdidaktik, Sekundarstufe II, Leiblichkeit, Didaktik, Praxis, Unterrichtsmaterial, Primarbereich, Sekundarstufe I, Bildung


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