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Zeitung

Praxis Deutsch Nr. 79/1986

Erscheinungsdatum:
Mai 1986
Schulstufe / Tätigkeitsbereich:
Sekundarstufe
Schulfach / Lernbereich:
Deutsch
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Abstract

Titel: Zeitung in der Schule.
Quelle: In: Praxis Deutsch,(1986) 79, S. 10–15

Abstract: Der Aufsatz beschreibt und bewertet das Grossprojekt Zeitung in der Schule, welches 1985 im Raum Stuttgart durchgefuehrt wurde. Vorgegeben sind folgende drei Schwerpunkte: Unterricht mit Zeitungen, Gespraeche mit Journalisten sowie selbstgeschriebene Zeitungsartikel. Da im Projekt Redakteure, Wissenschaftler und Lehrer zusammenarbeiten, werden sowohl paedagogische als auch oekonomische Zielsetzungen an das Projekt geknuepft. Proklamiertes Oberziel ist es, den bewussten, kritischen Umgang von Schuelern mit dem Medium Tageszeitung zu foerdern. Die wissenschaftliche Unterstuetzung des Projektes besteht vorzugsweise in Unterrichtsanregungen und Arbeitsauftraegen, die sich auf zeitungssystematische Aspekte und auf aktuelle Inhalte beziehen. Die Erfahrungsberichte der Lehrkraefte ergeben jedoch, dass die wissenschaftlichen Vorschlaege, da sie zu wenig lernbedingungsangepasst erscheinen, kaum in den konkreten Unterrichtsablauf einbezogen worden sind. Bei den schuelereigenen Zeitungsberichten erweist sich ein pragmatischer Grundfehler als resistent: Die Schuelerbeitraege ignorieren die ueblichen journalistischen Schreibregeln weitgehend; das Schema des Erlebnisaufsatzes dominiert. Unterrichtsgegenstand: Zeitung in der Schule.

Schlagwörter: Tageszeitung, Sachtext, Bericht, Presse , Analyse, Zeitung, Massenmedien, Medienkunde, Schreiben, Unterrichtsprojekt, Kritik, Unterrichtsmaterial, Deutschunterricht, Erfahrungsbericht, Medien


Autor: Kuegler, Hans; Melenk, Hartmut
Titel: Die fluechtige Lektuere.
Quelle: In: Praxis Deutsch,(1986) 79, S. 16–23

Abstract: Intendiert ist eine positive Neubewertung des Begriffs der fluechtigen Lektuere im Zusammenhang mit der Behandlung publizistischer Formen im Unterricht. Fluechtige Lektuere laesst sich naemlich als spezifische Faehigkeit zur situationsgemaessen Bewaeltigung alltaeglicher Rezeptionssituationen der Massenkommunikation begreifen. Sie ist charakterisierbar als Defensivstrategie gegenueber der alltaeglichen Nachrichtenflut, als komplexe, interessengeleitete Rezeptionsweise, als prinzipiell offenbleibender Deutungsprozess. Das herkoemmliche Desinteresse der Deutschdidaktik an publizistischen Formen stuetzt sich auf Argumente und Werturteile, die nur eingeschraenkte Gueltigkeit beanspruchen duerfen. Subjektivitaet des Lesers und kreatives Schreiben koennen in gleicher Weise im Umgang mit Gebrauchsliteratur fruchtbar gemacht werden. Zeitungslektuere als kontinuierliche intellektuelle Anstrengung ist Schuelern keinesfalls selbstverstaendlich. Deshalb empfiehlt es sich methodisch, an Vorformen der Zeitungslektuere anzuknuepfen. Wesentliche Zielsetzungen der Beschaeftigung mit Zeitung im Deutschunterricht sind die Foerderung der Faehigkeit, Zusammenhaenge kontinuierlich zu verfolgen, die Herabsetzung der Hemmschwelle gegenueber politischen Themen sowie die Einsicht in publizistische Wirkungsmechanismen und journalistische Grundfunktionen.

Schlagwörter: Verhaltensänderung, Sachtext, Didaktische Grundlageninformation, Presse , Zeitung, Publizistik, Sekundarbereich, Massenkommunikation, Extensives Lesen, Didaktische Erörterung, Lesegewohnheit, Politik, Meinungsbildung, Deutschunterricht, Lesetechnik, Lektüre, Information


Autor: Isele, Wolfram; Menzel, Roswitha
Titel: Kinder-Zeitung. Ein Stadteilprojekt offener Kinderkulturarbeit.
Quelle: In: Praxis Deutsch,(1986) 79, S. 24–26

Schlagwörter: Jugendarbeit, Sozialkunde, Zeitung, Deutsch, Kind, Schreiben, Stadtteilarbeit, Sachinformation


Autor: Oomen-Welke, Ingelore
Titel: Grundschulkinder und Zeitung. Ein Versuch in d. Klassen 3. u. 4.
Quelle: In: Praxis Deutsch,(1986) 79, S. 27–29

Schlagwörter: Schüler, Zeitung, Deutsch, Massenmedien, Lesegewohnheit, Grundschule, Primarbereich, Sachinformation


Autor: Kuegler, Hans
Titel: Melden. Zur Praesentation von Nachrichten in d. Boulevardpresse.
Quelle: In: Praxis Deutsch,(1986) 79, S. 30–32

Abstract: UNTERRICHTSGEGENSTAND: Melden. Zur Praesentation von Nachrichten in der Boulevardpresse.

Schlagwörter: Sachtext, Presse , Analyse, Unterrichtsplanung, Schuljahr 05, Schuljahr 06, Deutsch, Massenmedien, Kernkraftwerk, Unfall, Unterrichtsmaterial, Tschernobyl, Sekundarstufe I, Information


Autor: Kuegler, Hans
Titel: Der Tod in den Schlagzeilen.
Quelle: In: Praxis Deutsch,(1986) 79, S. 33–43

Abstract: Mit der in Bezug auf den Vulkanausbruch 1985 in Kolumbien konzipierten Unterrichtseinheit werden zwei Hauptabsichten verfolgt: Es soll zunaechst gezeigt werden, wie die Presse mittels vorgestanzter Darstellungsformen Katastrophen verarbeitet, wie hierbei das blosse Faktum von den Emotionen abgeschnitten wird. Der Massentod wird zur griffigen Information zugerichtet, die Emotion bleibt fuer das Einzelsterben reserviert. Es gilt demzufolge in einem zweiten Schritt, Information in Betroffenheit und Emotionen in Reflexion zurueckzuverwandeln. Hierzu dient die unterrichtliche Analyse einer Textsequenz zum Vulkanausbruch, wobei die Schueler bestimmte publizistische Formen als unpersoenliche Schreibraster erfassen sollen, die jedem beliebigen Ereignis ueberstuelpbar sind und dessen schematische Aufbereitung erlauben. Die Analyse selbst kann chronologisch erfolgen, aber auch anhand der formalen Struktur der verwandten Schreibraster. Bei der methodischen Realisierung sind zwei Varianten moeglich. Die erste betont elementare Einsichten in Funktion und Leistung der Grundformen der Publizistik. Die zweite akzentuiert die Rueckverwandlung praesentierter Informationen in teilnehmendes Verstaendnis der Katastrophe. Unterrichtsgegenstand: Darstellung von Massentod und Einzelsterben in der Presse am Beispiel des Vulkanausbruchs in Kolumbien 1985.

Schlagwörter: Tod, Sachtext, Analyse, Zeitung, Kolumbien, Schuljahr 06, Schuljahr 07, Betroffenheit, Massenmedien, Fotografie, Text, Soziale Kontrolle, Textanalyse, Unterrichtsmaterial, Gefühl, Deutschunterricht, Unterrichtsentwurf, Sekundarstufe I, Information, Beschreibung, Darstellung


Autor: Heinze, Norbert
Titel: Platanen sterben fuer die U-Bahn.
Quelle: In: Praxis Deutsch,(1986) 79, S. 44–46

Abstract: Thema der skizzierten Unterrichtsreihe ist eine Baumfaellaktion der Polizei in der Koelner Innenstadt und deren Niederschlag in Zeitungsartikeln und Flugblaettern. Die Intentionsbeschreibung kreist um das Erkenntnisproblem, um die Frage nach einer angemessenen Realitaetsbeschreibung. Anhand der thematisch zentrierten Analyse von Gebrauchstexten sollen Merkmale, Wirkungsabsicht sowie Rezeptionsweisen journalistischer und pamphletistischer Texte erkundet werden. Die methodische Realisation im Unterricht beruht auf dem Verfahren der produktiven Analyse. Die Schueler spinnen ein Zeitungsartikelfragment weiter. Dabei wissen sie weder um Textherkunft noch um Textsorte. Aus den Schuelertexten wird ersichtlich, dass die Identifikation der Textsorte sowie die Reproduktion deren wichtigster Merkmale kaum Schwierigkeiten bereitet, dass darueber hinaus einige Schueler einen satirischen Kommentar in ihren Text integrieren. Bei der vergleichenden stilistischen Analyse von Schuelertexten und Originaltext werden unbefriedigte informative und emotionale Leserbeduerfnisse aufgedeckt. Flugblaetter einer Buergerinitiative werden ergaenzend herangezogen, unterschiedliche stilistische Faktur und Wirkungsweise werden untersucht. Das Unterrichtsgespraech muendet in die Frage nach einer eindeutigen Wirklichkeitsbeschreibung. Unterrichtsgegenstand: Analyse der Stilmerkmale von Zeitungsbericht und Flugblatt am Beispiel einer Baumfaellaktion der Polizei.

Schlagwörter: Textsorte, Sachtext, Presse , Analyse, Schuljahr 10, Textarbeit, Massenmedien, Fotografie, Text, Gebrauchstext, Soziale Kontrolle, Meinungsbildung, Umweltschutz, Unterrichtsmaterial, Deutschunterricht, Passiver Widerstand, Flugblatt, Unterrichtsentwurf, Sekundarstufe I, Bild


Autor: Melenk, Hartmut; Strauch, Reinhard
Titel: Deutschland und die Deutschen mit auslaendischen Augen gesehen.
Quelle: In: Praxis Deutsch,(1986) 79, S. 47–53

Abstract: Die Auseinandersetzung mit auslaendischen Zeitschriften erscheint notwendig, da die Perspektive der Berichterstattung und die Bewertung von Ereignissen von Land zu Land differieren. Der Beruecksichtigung des internationalen Aspekts der Presse im Deutschunterricht steht das Sprachproblem sowie die Schwierigkeit der Artikelauswahl gegenueber. Das eingeschlagene Verfahren der skizzierten Unterrichtsreihe ist die Beschraenkung auf Nationalstereotype. Beleuchtet werden die unterschiedlichen Sichtweisen inlaendischer und auslaendischer Zeitschriften unter Bezug auf das Thema Deutschland und die Deutschen. Die geschieht exemplarisch anhand zweier Beispiele aus dem Mittelmeerraum, die Bezug auf die Situation der in Deutschland lebenden Auslaender nehmen. Bei der unterrichtlichen Erarbeitung der Beispieltextsequenzen wird eine auslaendische Aussensicht mit einer deutschen Innensicht konfrontiert. Dabei sollen die divergierenden Perspektiven aufgewiesen und versuchsweise expliziert werden. Es werden verschiedene Verfahren der Textarbeit und des Textvergleiches angewandt. Grundlegend erscheint hierbei die Unterscheidung zwischen Information, Bewertung und Handlungsanweisung. Unterrichtsgegenstand: Deutschland- und Deutschenbilder in der internationalen Presse.

Schlagwörter: Stereotyp, Sachtext, Bewertung, Presse , Analyse, Zeitung, Vorurteil, Sekundarbereich, Ausländer, Diskriminierung, Auslandsbeziehungen, Deutschland-BRD, Text, Textanalyse, Unterrichtsmaterial, Internationaler Vergleich, Deutschunterricht, Unterrichtsentwurf, Information, Nationalität


Autor: Kuegler, Hans
Titel: Meinungsbildung.
Quelle: In: Praxis Deutsch,(1986) 79, S. 54–61

Abstract: Am Beispiel der oeffentlichen Auseinandersetzungen um die Auffuehrung von R. W. Fassbinders Der Muell, die Stadt und der Tod soll Meinungsbildung als schmerzhafter, sich selbst brechender, unabschliessbarer Prozess transparent werden. Im konkreten Umgang mit Zeitungstexten sollen die Schueler zu folgenden Einsichten gelangen: Meinungsbildung geschieht nicht im rationalen Dreischritt der Informationsaufnahme, Argumentenabwaegung und Konsensbildung. Sie ist oeffentlich, demzufolge muessen Meinungen persoenlich vertreten und oeffentlich durchgesetzt werden. Meinungsbildung wird affektiv ausgeloest durch Konsenskrisen und Normenkonflikte. Sie vollzieht sich in einem gesellschaftlichen Handlungskontext und wirkt auf diesen zurueck. Weiterhin soll bei den Schuelern eine eigenstaendige, differenzierte Auffassung zur Affaere um das Fassbinder-Stueck ermoeglicht werden. Die Verwirklichung obiger Intentionen wird in drei Unterrichtsphasen angestrebt. Ueber einen polemischen Text wider die Auffuehrung des Stueckes wird die Einsicht in den Sachverhalt und die unvermeidbare Emotionalitaet der Meinungsbildung gewonnen. Aus der vergleichenden Analyse zweier Zeit-Kommentare mit entgegengesetzten Positionen wird das Modell der Gerichtsrede herauspraepariert. Schliesslich wird das jetzt komplexe Meinungsbild am Theatertext selbst interpretatorisch ueberprueft. Unterrichtsgegenstand: Meinungsbildung am Beispiel von R. W. Fassbinders Der Muell, die Stadt und der Tod.

Schlagwörter: Sachtext, Öffentliche Meinung, Presse , Analyse, Zeitung, Fassbinder, Rainer Werner, Drama, Rhetorik, Kommentar, Text, Politik, Gegenwartsliteratur, Sekundarstufe II, Schauspiel, Antisemitismus, Meinungsbildung, Kritik, Textanalyse, Unterrichtsmaterial, Literaturunterricht, Deutschunterricht, Unterrichtsentwurf, Kulturpolitik


Autor: Fingerhut, Karlheinz
Titel: Wir Negativen – Wir wollen kaempfen mit Hass aus Liebe.
Quelle: In: Praxis Deutsch,(1986) 79, S. 62–69

Abstract: Ausgangspunkt der Unterrichtsskizze zum linksintellektuellen Journalismus in der Weimarer Republik ist Tucholskys engagiertes Plaedoyer fuer die Nutzung literarischer Formulierungstechniken im politischen Tageskampf. Im Zuge seines Bekenntnisses zur Parteilichkeit geisselt er das fadenscheinige journalistische Objektivitaetsideal, welches Wahrheitstreue durch stilistische Gebaerde affichiert und derart das eigenstaendige Denken des Lesers einlullt. Dem entgegen setzt er satirisch-polemische Zeitungsartikel und Gedichte, die auf politische Zusammenhaenge dringen, wo die Pressemajoritaet ein Nachrichtenpotpourri inszeniert. Durch Textvergleich von politisch- journalistischen und poetischen Beitraegen, die Tucholsky in unmittelbarer Reaktion auf verfaelschende oeffentliche Pressedarstellung verfasste, werden die fuer ihn charakteristischen Grenzgaenge zwischen Literatur und Publizistik verdeutlicht. Bei der Analyse des Gedichtes Die Erschlagenen ueber die Ermordung von Liebknecht und Luxemburg sollen die Schueler erkennen, wie die Gedichtform sowohl die Differenzierung der politischen Argumentation als auch eine moralische Ueberhoehung leistet. Der Artikel Die lebenden Toten zum anschliessenden Mordprozess verschaftt den Schuelern Einblick in Tucholskys Emotionalitaet, die er im Stufenbau von Satire, Manifest und zuletzt persoenlichem Bekenntnis gestaltet. Unterrichtsgegenstand: Funktionsuebergaenge von Journalismus und Poesie bei Kurt Tucholsky.

Schlagwörter: Klassenkampf, Presse , Literaturanalyse, Publizistik, Literaturgeschichte, Justiz, Text, Poesie, Politik, Widerstand , Sekundarstufe II, Unterrichtsmaterial, Verbrechen, Deutschunterricht, Politische Betätigung, Kulturkritik, Gericht , Unterrichtsentwurf, Weimarer Republik


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