Literatur und Geschichte

Praxis Deutsch Nr. 39/1980

Bestellnummer: 52039
Medienart: Zeitschrift
Erscheinungsdatum: Januar 1980
Schulstufe / Tätigkeitsbereich: Sekundarstufe
Schulfach / Lernbereich: Deutsch
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Autor: Koepf, Gerhard
Titel: Literaturdidaktik und Geschichtlichkeit der Literatur.
Quelle: In: Praxis Deutsch,(1980) 39, S. 5–7

Schlagwörter: Literatur, Methode, Literaturwissenschaft, Didaktik, Unterrichtsmaterial


Autor: Rischbieter, Henning
Titel: Literatur und Geschichte.
Quelle: In: Praxis Deutsch,(1980) 39, S. 8–17

Abstract: In diesem Basisartikel wird nur eine der literaturwissenschaftlichen Auseinandersetzungen der letzten Jahrzehnte referiert: die ueber die Erweiterung der traditionellen Reflexionsfelder um die der Rezeptions- und Wirkungsaesthetik. Zwei Ueberlegungsstraenge werden nebeneinander gefuehrt: 1. Einer, der Geschichte und Geschichtsbewusstsein behandelt und beim Begriff der Lebensgeschichte endet, 2. einer, der davon ausgeht, wie von Geschichte erzaehlt wird (bis hin zur Alltagsgeschichte). Der Aspekt Literaturgeschichte und Schule wird nicht behandelt. Die Position des Artikels laesst sich folgendermassen darstellen: Das einzelne literarische Werk, der einzelne Autor und sein Gesamtwerk, die Werke eines Zeitabschnittes, einer Phase, einer Gesellschaftsformation – sie stehen in deutlichen oder verborgen-subtilen Beziehungen zum gesellschafts- geschichtlichen Kontext ihrer Zeit. Diese Beziehungen aufzuspueren sollte die Hauptaufgabe der Literaturwissenschaft, der Literaturkritik und der Literaturdidaktik sein. Am Beispiel von Eberhard Fechner: Nachrede auf Klara Heydebreck und von Alfred Andersch: Die Kirschen der Freiheit wird das Gesagte veranschaulicht.

Schlagwörter: Literatur, Sachtext, Deutsch, Geschichte , Rezeptionsästhetik, Zeitbezug, Kritik, Zeitschrift, Literaturunterricht, Sachinformation, Geschichtsbewusstsein, Fechner, Eberhard, Andersch, Alfred


Autor: Frommholtz, Ruediger
Titel: ...bis heute verfolgt. Wolfdietrich Schnurre: Jenoe war mein Freund.
Quelle: In: Praxis Deutsch,(1980) 39, S. 19–24

Abstract: Geschichte wird im Werk Schnurres nicht manifestiert im Handeln grosser Persoenlichkeiten, sondern im Schicksal, das Namenlose erleiden. Seine Erzaehlung Jenoe war mein Freund befasst sich mit dem Problem von Aussenseitern und berichtet aus der Erlebniswelt des Kindes. Die Schueler werden hier mit Erfahrungen konfrontiert, die andere gemacht haben. Fuer einen effizienten didaktischen Transfer bedarf es einer gezielten Erweiterung des den Schuelern verfuegbaren Vorwissens um gesellschaftliche, ethnische, politische, geschichtliche und religioese Fakten. Der Unterricht waere sowohl im Deutschunterricht als auch im Sachunterricht zu realisieren. Waehrend sich der Sachunterricht mit anthropologisch-ethnischen Merkmalen der Zigeuner, der Geschichte der Zigeuner und der gegenwaertigen Lage der Zigeuner befasst, ist Gegenstand des Deutschunterrichts die Erzaehlung Jenoe war mein Freund sowie ein aktueller Zeitungstext ueber Zigeuner. Weiterhin werden noch drei Bildbetrachtungen (zwei Bilder von Otto Pankok und eine Fotografie zu dem Zeitungstext) vorgeschlagen. Der Unterricht ist fuer ein viertes Schuljahr konzipiert. Unterrichtsgegenstand: Geschichtsanalyse in der Grundschule mit dem inhaltlichen Aspekt der Randgruppen der Gesellschaft.

Schlagwörter: Literatur, Schüler, Geschichtsunterricht, Transfer, Zeitung, Unterrichtseinheit, Außenseiter, Richtlinien, Gesellschaft, Schnurre, Wolfdietrich, Religion, Deutsch, Diskriminierung, Bildanalyse, Erfahrung, Erzählung, Kind, Geschichte , Erlebnis, Fotografie, Text, Politik, Sachunterricht, Zeitbezug, Grundschule, Persönlichkeit, Förderstufe, Literaturunterricht, Sinti und Roma, Primarbereich, Ethnische Gruppe


Autor: Oppermann, Hanne
Titel: Erzaehlen: Ein Prinzip Hoffnung?
Quelle: In: Praxis Deutsch,(1980) 39, S. 41–44

Abstract: Unterrichtsgegenstand dieser UE fuer das 10. Schuljahr ist Jakob der Luegner von Jurek Becker. Der Text wird inhaltlich erschlossen und analysiert. Da Fakten aus der Geschichte durch eine Story wirksamer vermittelt werden koennen als durch eine Dokumentation, wurde dieser Text ausgewaehlt. Er stellt das Thema der Judenverfolgung nicht historisch distanziert dar, sondern anschaulich am Einzelschicksal normaler Menschen und bewirkt somit einen emotionalen Zugang zum Thema. Aus literarischer Sicht muss im Unterricht der Frage nachgegangen werden, wie der Inhalt vermittelt wird. Auch kann an diesem Roman exemplarisch verdeutlicht werden, wodurch sich fiktive Texte etwa von der Darstellung des gleichen Themas im Geschichtsbuch unterscheiden. Der Roman eignet sich fuer das 10. Schuljahr, weil hier die geschichtlichen Hintergruende bekannt sind. Fuer die Erarbeitung benoetigt man etwa sieben bis acht Stunden. Dieses Unterrichtsmodell enthaelt eine detaillierte Planung der einzelnen Unterrichtsstunden bis hin zum Tafelbild. Unterrichtsgegenstand: Nationalsozialismus und Judenverfolgung im literarischen Text.

Schlagwörter: Literatur, Geschichtsunterricht, Unterrichtseinheit, Roman, Unterrichtsplanung, Schuljahr 10, Deutsch, Textinterpretation, Geschichte , Lesegewohnheit, Antisemitismus, Nationalsozialismus, Becker, Jurek, Sekundarstufe I, Judentum


Autor: Freund-Spork, Walburga; Freund, Winfried
Titel: Mein Gesicht ist der Zukunft zugewandt.
Quelle: In: Praxis Deutsch,(1980) 39, S. 45–49

Abstract: Die Balladen von Freiligrath, die in diesem Unterrichtsmodell Themen sind, gestalten exemplarisch die dialektische Verflechtung von Geschichte und Geschichtssubjekt und sind deshalb gut geeignet, in die sozialgeschichtliche Interpretationsweise einzufuehren. In den Dienst der Geschichtsinterpretation stellt Freiligrath auch den Darstellungsstil. Ziel der Interpretation ist es, das literarische Symbol, wie es von Freiligrath gehandhabt wird, als Erkenntnisimpuls zu verstehen. Im Mittelpunkt des Unterrichts steht die Einsicht in die Erkenntnis von Geschichte und Geschichtssubjekt auf der einen und Geschichtssubjekt und Geschichtshandeln im Medium literarische Gestaltung auf der anderen Seite. Die unterrichtliche Realisation der Intentionen erfordert eine Unterrichtssequenz, die von fuenf Lernschritten ausgeht, wobei die Dauer vom Lerntempo der jeweiligen Gruppe abhaengt. Unterrichtsmaterialien fuer die Hand des Schuelers sind in diesem Aufsatz abgedruckt. Der Unterricht wurde fuer die Klassen 9 und 10 geplant. Unterrichtsgegenstand: Zwei Balladen von F. Freiligrath unter sozialgeschichlichem Aspekt.

Schlagwörter: Literatur, Freiligrath, Ferdinand, Sachtext, Geschichtsunterricht, Unterrichtseinheit, Lerntempo, Interpretation, Ballade, Deutsch, Geschichte , Sozialgeschichte, Zeitbezug, Symbol, Sinnbild, Arbeitsbogen, Sekundarstufe I


Autor: Knopf, Jan
Titel: Historische Differenzen. Thematisierung von Geschichte in Kalendergeschichten Hebels und Brechts.
Quelle: In: Praxis Deutsch,(1980) 39, S. 50–53

Abstract: Obwohl die Gattung Kalendergeschichte in der juengsten Erzaehlforschung mit Geschichtsschreibung des Kleinen Mannes in Verbindung gebracht worden ist, soll dieses Unterrichtsmodell fuer die Sekundarstufe I nicht in erster Linie die Kalendergeschichten zum Gegenstand haben. Es wurden vielmehr drei Geschichten ausgewaehlt, die Geschichte selbst thematisieren und Fragen nach dem Geschichtsverstaendnis sowie nach ihrer angemessenen Schreibung provozieren. Die drei Kalendergeschichten (Brecht: Ulm 1592, Hebel: Kaiser Napoleon und die Obstfrau von Brienne und Brecht: Der Soldat von La Ciotet) werden in dieser Reihenfolge analysiert. Auch im Unterricht sollte diese Reihenfolge eingehalten werden, da sich so auch inhaltlich eine historische Reihenfolge ergibt. Fuer den Unterricht werden in dem Modell konkrete Vorschlaege, Thesen und Fragen aufgefuehrt. Die drei Texte sind abgedruckt. Wuenschenswert waere es, wenn das Modell durch den Geschichtsunterricht begleitet werden koennte. Unterrichtsgegenstand: Thematisierung von Geschichte in Kalendergeschichten Hebels und Brechts.

Schlagwörter: Kalendergeschichte, Brecht, Bertolt, Geschichtsunterricht, Verstehen, Unterrichtseinheit, Textinterpretation, Inhaltsanalyse, Geschichte , Schreiben, Fächerübergreifender Unterricht, Hebel, Johann Peter, Literaturunterricht, Deutschunterricht, Sekundarstufe I


Autor: Lohr, Stephan
Titel: ...Literatur, die die Wahrheit nicht beschaedigt. Heinar Kipphardts In der Sache J. Robert Oppenheimer.
Quelle: In: Praxis Deutsch,(1980) 39, S. 54–60

Abstract: Dieses Kursmaterial fuer die Sekundarstufe II hat Heinar Kipphardts In der Sache J. R. Oppenheimer zum Inhalt. Das Stueck gehoert seit Jahren zum Kanon der Sekundarstufe II, wobei es zunaechst unter vorwiegend ethischen und formalen Fragenstellungen betrachtet wurde, waehrend es heute einen aktuellen Bezug durch die Verhoer- und Ueberpruefungspraktiken hat. Fuer die Beschaeftigung mit dem Stueck werden unter dem Leitthema Literatur und Geschichte zwei Akzente gesetzt: Es geht zunaechst um das Verhaeltnis der historischen Personen zu den Figuren des Stueckes und im zweiten Schritt um die Textveraenderungen, die Kipphardt vornahm, um der gegenwaertigen Diskussion und seiner politischen Option Rechnung zu tragen. Das Kursmaterial, das ebenfalls in der Zeitschrift Praxis Deutsch abgedruckt ist, enthaelt ein Gespraech zwischen Lohr und Kipphardt zur Geschichte und Aktualitaet des Oppenheimer-Stuecks, eine Kurzbiographie Kipphardts, einen Briefwechsel zwischen Oppenheimer und Kipphardt, ferner geht es um die Kontroverse zwischen Oppenheimer und Kipphardt, und schliesslich enthaelt der Aufsatz weitere Literaturhinweise zu diesem Thema. Unterrichtsgegenstand: Literaturanalyse des Dramas In derSache J. Robert Oppenheimer.

Schlagwörter: Verantwortung, Literatur, Geschichtsunterricht, Unterrichtseinheit, Drama, Autor, Deutsch, Geschichte , Biografie, Politik, Gegenwartsliteratur, Bibliografie, Sekundarstufe II, Schauspiel, Zeitbezug, Ethik, Kipphardt, Heinar, Literaturunterricht, Wissenschaftler, Interview, Atombombe, Frage


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