Warenkorb

Differenzen: weiblich-männlich

Praxis Deutsch Nr. 143/1997

Erscheinungsdatum:
Mai 1997
Schulstufe / Tätigkeitsbereich:
Sekundarstufe
Schulfach / Lernbereich:
Deutsch
Bestellnr.:
52143
Medienart:
Zeitschrift
18,50 €
Inkl. MwSt.
Lieferstatus:
Vergriffen ohne Neuauflage
* Sonderpreise
(gilt nicht für Händler und Wiederverkäufer)
Abonnenten

Ab 1 Stück à 14,50 €

Referendare (mit Abo)

Ab 1 Stück à 10,15 €

Basisartikel Differenzieren: weiblich-männlich?
Susanne Barth Unterrichtspraxis
Primarstufe:
[1./2. Schuljahr]
"Das geht doch nicht!"
Mädchen und Jungenphantasien beim Lesen eines ungewöhnlichen Bilderbuchs
Susanne Epping

[3./4. Schuljahr]
"Die macht sich immer schön für Popeye, damit der sie heiratet"
Geschlechterstereotypie und Rollenklischees in Cartoons
Claudia Rathmann

Sekundarstufe I:
[7. Schuljahr]
Jungen sind manchmal ganz anders
Ein literarisches Detektivspiel zu Jungenfiguren bei Astrid Lindgren
Gabriele Cromme

[7.-10. Schuljahr]
Eine Reise zu sich selbst
Reinhold Zieglers "Es gibt hier nur zwei Richtungen, Mister"
Martina Eichner/Margarethe Kraft

[7./8. Schuljahr]
Jede Menge Leben
Daily soaps im geschlechterdifferenzierenden Unterricht
Otto Brunken

[7.-9. Schuljahr]
Schluß mit dem Warten auf den Märchenprinzen!
Zur filmischen Gestaltung eines "emanzipierten" Mädchenbildes
Dieter Matthias

Sekundarstufe II:
Nach der Liebesnacht ? Wer spricht im Gedicht: Sie oder Er?
Kaspar H. Spinner

Die Zähmung der alten Frau
Anette Kliewer

Herausgeberin des Thementeils:
Susanne Barth Magazin Notizen

Impressum

Zur Diskussion:
Nur keine Experimente!
Was und wie häufig lassen Lehrer lesen? ? Ergebnisse einer empirischen Untersuchung
Gabriele Runge

Einblicke in die schulische Diktatpraxis
Von der Folgelosigkeit fachdidaktischer Forschung
Martin Fix

Rezension

Abstract

Autor: Runge, Gabriele
Titel: Nur keine Experimente!
Quelle: In: Praxis Deutsch,(1997) 143, S. 4, S. 6–8, S. 10

Abstract: Wiedergegeben werden die Ergebnisse einer Studie von 1995 an allgemeinbildenden öffentlichen Schulen in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt und Thüringen, in der 1500 Lehrerinnen und Lehrer über ihren Einsatz von Kinder- und Jugendliteratur als Ganzschrift im Unterricht Auskunft gaben. Die 40 meistgelesenen Autorinnen und Autoren der vier Bundesländer werden in einer Übersicht aufgelistet. Als Folgerungen wird gefordert, u. a. nicht nur Problembücher in der Sekundarstufe I zu lesen sowie die Leseförderung in der Grundschule früh zu beginnen, z. B. durch Klassenbüchereien. (HeLP/We).

Schlagwörter: Kinderliteratur, Didaktische Grundlageninformation, Bundesstaat, Auswahl, Didaktische Erörterung, Schule, Befragung, Grundschule, Jugendliteratur, Deutschunterricht, Primarbereich, Sekundarstufe I, Empirische Forschung, Lektüre, Deutschland


Autor: Fix, Martin
Titel: Einblicke in die schulische Diktatpraxis.
Quelle: In: Praxis Deutsch,(1997) 143, S. 11–14

Abstract: Nach einleitenden Bemerkungen über die 170 Jahre alte Diktatkritik werden die Ergebnisse einer Befragung unter LehrerInnen wiedergegeben, die die anhaltende Beliebtheit des Diktats als Leistungsüberprüfung dokumentieren. Die Gründe für die unveränderte Diktatpraxis trotz anderslautender Empfehlungen der Fachdidaktik werden untersucht. Neben Innovationen auf der methodischen und fachdidaktischen Ebene (ein integrativer Deutschunterricht, der sprachliches Handeln in sinnvolle, funktionale Zusammenhänge einbettet!) werden auch Konsequenzen auf der institutionellen Ebene gefordert: in der Berufsausbildung (Abschaffung der Diktate bei Einstellungstests), in der Notenverordnung und bei den Lehrplänen. (HeLP/We).

Schlagwörter: Didaktische Grundlageninformation, Empirische Untersuchung, Diktat, Schriftlicher Test, Didaktische Erörterung, Fachdidaktik, Schulpraxis, Rechtschreibunterricht, Wirkung, Grundschule, Deutschunterricht, Primarbereich, Sekundarstufe I


Autor: Barth, Susanne
Titel: Differenzen: weiblich – männlich?
Quelle: In: Praxis Deutsch,(1997) 143, S. 17–23

Abstract: Basisartikel über den geschlechtsdifferenzierenden Deutsch- bzw. Literaturunterricht. Zunächst wird ein Überblick gegeben über die Entwicklung des Themas in der Deutschdidaktik in den letzten Jahren, dazu werden Anregungen aus der Leseforschung referiert. Gerade weil während der Schulzeit und besonders in der Pubertät Identitätsfindungsprozesse ablaufen, müssen männliche und weibliche Perspektiven im Unterricht im Umgang mit allen Medien thematisiert werden. Dafür werden inhaltliche und methodische Vorschläge gemacht. (In einem gewandelten didaktischen Verständnis versteht sich der Deutschunterricht schon lange nicht mehr allein als Vermittler von Sprachkompetenz und literarischem Wissen. Ihm wird darüber hinaus auch die Funktion eines Medientrainers – und dies meint sowohl Leseförderung wie Einübung in den reflektierten Umgang mit den Medien – zugewiesen. Er muss deshalb in seine didaktischen Strategien und Konzeptionen auch miteinbeziehen, dass der Prozess der Geschlechtsfindung bei Kindern und Jugendlichen wesentlich mitgeprägt wird vom Umgang mit den audiovisuellen Medien.) (HeLP/We).

Schlagwörter: Rezeptionsforschung, Didaktische Grundlageninformation, Identitätsbewusstsein, Junge, Geschlechtsunterschied, Geschlechterrolle, Lesegewohnheit, Mädchen, Basisartikel, Fachdidaktik, Literaturunterricht, Deutschunterricht, Soziale Rolle, Mediendidaktik


Autor: Epping, Susanne
Titel: Das geht doch nicht! Mädchen- und Jungenphantasien beim Lesen eines ungewöhnlichen Bilderbuchs.
Quelle: In: Praxis Deutsch,(1997) 143, S. 24–27

Abstract: Eine sorgfältige und einfühlsame Lektüre des Bilderbuches Das geht doch nicht! und der kreative Umgang mit den Spielräumen des Textes sollen die SchülerInnen für Gender-bedingte Vorstellungs- und Wunschpotentiale sensibilisieren, die oft zu unterschiedlichen Haltungen und Verhaltensweisen im Alltag führen. Die Kinder sollen diese Differenzen erkennen, verstehen und auch respektieren lernen, indem sie selbst nach Begründungen und Erklärungen suchen. Dies mag sich – als weiterer Effekt günstig auf das Klassenklima auswirken, denn bei der Arbeit mit dem Buch geht es auch darum, Verständnis für ein vielleicht vorher belachtes oder verspottetes Anderes zu entwickeln. Das phantastische Elemente enthaltende Buch handelt von einem kleinen starken Mädchen, das aufgrund seiner für Weihnachten gebastelten Überraschung die Festrituale durcheinanderbringt, und von einer liebe- und verständnisvollen Familie, aus der das Kind seine Stärke bezieht. Die Unterrichtseinheit ist konzipiert für eine jahrgangsübergreifende 1./2. Klasse, es werden aber auch Hinweise für die Durchnahme in einem 3. oder 4. Schuljahr gegeben. In geschlechtergetrennten Gruppen bearbeiten die Kinder Fragestellungen zum Buch und hängen die Ergebnisse für die Diskussion an einer Ausstellungswand auf. (HeLP/We).

Schlagwörter: Kinderliteratur, Verhalten, Bilderbuch, Verstehen, Junge, Geschlechtsunterschied, Schuljahr 01, Schuljahr 02, Familienbeziehungen, Selbstbewusstsein, Fantastik, Mädchen, Grundschule, Unterrichtsmaterial, Deutschunterricht, Primarbereich, Weihnachten, Unterrichtsentwurf


Autor: Rathmann, Claudia
Titel: Die macht sich immer schön für Popeye, damit der sie heiratet.
Quelle: In: Praxis Deutsch,(1997) 143, S. 28–30

Abstract: Das vorgestellte Unterrichtsmodell bezieht sich auf drei Cartoons, die den Serien Popeye, Grimmy und Rugrats entstammen. Alle Zeichentrickserien sind zur Zeit aktuell ... . Die Unterrichtsreihe konzentriert sich auf weibliche Cartoonfiguren. Es werden die Figuren Olivia aus Popeye, eine kleine Katze aus Grimmy und Angelica aus Rugrats ausgewählt ... . Die Kinder sollen ... medial vermittelte Stereotypen und Klischees erkennen, beschreiben und benennen lernen und damit zu einer bewußteren Medienrezeption geführt werden. Pro Zeichentricksequenz werden 2–3 Stunden aufgewendet, die SchülerInnen fertigen für ihre Genre-Analyse Zeichnungen und Collagen in Gruppenarbeiten an. (HeLP/We).

Schlagwörter: Stereotyp, Analyse, Identitätsbildung, Schuljahr 03, Schuljahr 04, Geschlechterrolle, Fernsehserie, Literaturgattung, Kind, Klischee, Mädchen, Lernen, Film, Grundschule, Unterrichtsmaterial, Deutschunterricht, Cartoon, Fernsehen, Primarbereich, Unterrichtsentwurf, Handlungsorientierung, Zeichentrickfilm


Autor: Cromme, Gabriele
Titel: Jungen sind manchmal ganz anders.
Quelle: In: Praxis Deutsch,(1997) 143, S. 31–32, S. 33–36

Abstract: Aus drei weniger bekannten Kinder- und Jugendbüchern Astrid Lindgrens Mio, mein Mio, Rasmus und der Landstreicher, Ferien auf Saltkrokran wählte die Autorin 19 Beschreibungen von Jungen, stellte sie auf einem Arbeitsblatt (ist abgedruckt) zusammen und ließ ihre Klasse raten, ob es sich bei den Beschreibungen um Jungen oder Mädchen handelte. Die Auswertung der Ergebnisse entzündete die gewünschte Diskussion über typisches und untypisches Jungenverhalten und führte schließlich zur Lektüre der Bücher. Die gemeinsame Gestaltung und Diskussion von Figurenporträts zeigte das veränderte Denken der SchülerInnen, die im Anschluß das Mädchenverhalten bei Astrid Lindgren untersuchen wollten. (HeLP/We).

Schlagwörter: Kinderliteratur, Stereotyp, Junge, Ratespiel, Schuljahr 07, Geschlechterrolle, Text, Jugendliteratur, Unterrichtsmaterial, Literaturunterricht, Deutschunterricht, Unterrichtsentwurf, Sekundarstufe I, Lindgren, Astrid


Autor: Eichner, Martina; Kraft, Margarete
Titel: Eine Reise zu sich selbst.
Quelle: In: Praxis Deutsch,(1997) 143, S. 37–41

Abstract: Was wie ein Reiseroman aussieht und auch ist, beschreibt zugleich – in der Tradition des Bildungsromans – eine Selbstbesinnung und Selbstvergewisserung, eben eine Reise zu sich selbst, die auch immer eine Auseinandersetzung mit der eigenen Geschlechtsidentität bedeutet. Die Reise, so konkret und fassbar sie den jugendlichen Leserinnen und Lesern wird, stellt auch eine Modellsituation dar, die dazu herausfordert, eine eigene Position zu gewinnen. Die Protagonisten und ihre (Reise-)Erlebnisse sind dazu angetan, gerade Jungen, die sich im Lauf der Pubertät von Fiktion abwenden, zum Lesen zu verlocken. Mädchen fühlen sich vor allem von der Darstellung menschlicher Beziehungen angesprochen. Im Mittelpunkt steht der 30jährige Achim, der sich – eine schwangere Freundin zurücklassend – auf eine Nordamerika-Rundreise begibt, um zu sich selbst zu finden. Begleitet wird er schließlich von einem 14jährigen Jugendlichen, zu dem sich eine wertvolle Freundschaft entwickelt. Die Unterrichtsreihe ist in zwei 7. Klassen und einer 9. Klasse erprobt worden unter den Aspekten Geschlechterrolle, Liebe und Freundschaft, ist aber am besten für eine 9. Klasse geeignet. In der 10stündigen Einheit werden die SchülerInnen anhand der Charakterisierung der Protagonisten und ihrer Beziehung zueinander sensibilisiert für geschlechtsspezifische Rollenzuweisungen und die Bedeutung der Individualität gegenüber gesellschaftlichen Zuschreibungen. (HeLP/We).

Schlagwörter: Reiseliteratur, Identitätsbewusstsein, Roman, Bildungsroman, Geschlechterrolle, Freundschaft, Liebe, Jugendliteratur, Rollenerwartung, Unterrichtsmaterial, Literaturunterricht, Deutschunterricht, Unterrichtsentwurf, Sekundarstufe I, Zwischenmenschliche Beziehung, Vereinigte Staaten


Autor: Brunken, Otto
Titel: Jede Menge Leben.
Quelle: In: Praxis Deutsch,(1997) 143, S. 42–47

Abstract: Die Schüler sollten die Erzählweise von Soap-operas als eine spezifische Form seriellen Erzählens erfahren. Dabei sollten sie diese als eine fiktionale Produktion, die auf (unbegrenzte) Fortsetzung hin konzipiert und hergestellt wird, kennenlernen und sich die sich daraus ergebenden Konsequenzen für die Dramaturgie ... vergegenwärtigen. – Die Schüler sollten erkennen, dass die Figuren der Soap-operas Rollentypen verkörpern, die zwar durch Aussehen und Charakteranlage voneinander unterschieden, ansonsten aber stark standardisiert sind. Sie sollten wahrnehmen, wodurch welche Personen auf die Gefühle einwirken und zur Identifikation einladen oder zur Ablehnung herausfordern. – Die Schüler sollten erkennen, dass es sich bei den Soap-operas um medien- industriell gefertigte Produkte handelt, die in der Wahl der Erzählstoffe, in der Herstellung und Verbreitung von jeweiligen Marktbedingungen abhängig sind. – Die Schüler sollten Soap-operas als auf bestimmte Zielgruppen ausgerichtet wahrnehmen und erkennen, dass sie als fanorientierte Ausgangsmedien in einem größeren Produktverbund fungieren. Diese Ziele wurden in geschlechtshomogenen Gruppen anhand der Folge 960 von Gute Zeiten – schlechte Zeiten erarbeitet. Das Sequenzprotokoll liegt bei. (HeLP/We).

Schlagwörter: Textsorte, Stereotyp, Unterhaltungsindustrie, Analyse, Schuljahr 07, Schuljahr 08, Fernsehserie, Fernsehsendung, Hauptschule, Unterrichtsmaterial, Deutschunterricht, Gruppenarbeit, Unterrichtsentwurf, Sekundarstufe I, Getrenntgeschlechtliche Erziehung, Unterhaltungssendung


Autor: Matthias, Dieter
Titel: Schluss mit dem Warten auf den Märchenprinzen!
Quelle: In: Praxis Deutsch,(1997) 143, S. 48–55

Abstract: Drei Haselnüsse für Aschenbrödel (CSSR 1973) ist eine emanzipatorische Neuerzählung des Grimmschen Märchens. Die SchülerInnen sollen die Geschlechterrollen im Märchen mit der der Märchenverfilmung vergleichen. Ein Sequenz-Protokoll liegt bei. Die emanzipierende Kameraführung wird untersucht. Als Vertiefungsmöglichkeiten bietet sich an, den Film von Vaclav Vorlicek mit einer klischeehaften Cinderella- Verfilmung zu vergleichen bzw. ein Drehbuch zu schreiben zu einem weiteren Märchen mit einer schwachen Frauenfigur (Rumpelstilzchen, die Gänsemagd). (HeLP/We).

Schlagwörter: Analyse, Unterrichtseinheit, Schuljahr 07, Schuljahr 08, Schuljahr 09, Geschlechterrolle, Text, Spielfilm, Unterrichtsmaterial, Literaturverfilmung, Deutschunterricht, Märchen, Emanzipation, Mann, Sekundarstufe I, Frau


Autor: Spinner, Kaspar H.
Titel: Nach der Liebesnacht – Wer spricht im Gedicht: Sie oder er?
Quelle: In: Praxis Deutsch,(1997) 143, S. 56–58

Abstract: Die Frage nach dem lyrischen Ich – ob männlich oder weiblich – soll bei dieser Gedichtbetrachtung das genaue Lesen fördern. Im Mittelpunkt stehen vier themengleiche Gedichte aus dem 20. Jahrhundert, die drei Stufen der Lyrikentwicklung verdeutlichen: frühes 20. Jahrhundert (Expressionismus): Ernst Stadlers In der Frühe; Neue Sachlichkeit der 20er Jahre: Mascha Kalekos Der nächste Morgen; Alltagslyrik der 70er Jahre: Karin Kiwus Im ersten Licht und Bodo Morshäusers Abflug am Morgen. Die SchülerInnen erhalten die Gedichte ohne Angaben der AutorInnen. Die Formulierungen, die auf die Geschlechtszugehörigkeit hinweisen, sind durch Punkte ersetzt, und die Ausgangsfrage wird in geschlechterdifferenzierten Gruppen bearbeitet. Die Arbeit mit diesen vier Gedichten kann in eine Einheit zur Liebeslyrik oder zur modernen Lyrik eingebaut werden. Interessant ist auch ein Bezug zur Tageliedtradition, wo durch das im Gedicht stattfindende Zwiegespräch zwei Sichtweisen realisiert sind. Ebenso könnten die Gedichte in eine Einheit über Lyrik von Frauen eingebettet werden, evtl. mit Bezügen zur Droste und zur Günderode. (HeLP/We).

Schlagwörter: Lyrik, Schuljahr 11, Neue Sachlichkeit, Abschied, Geschlechterrolle, Text, 20er Jahre, 70er Jahre, Mittelalter, Liebe, Unterrichtsmaterial, Literaturunterricht, Deutschunterricht, Mann, Unterrichtsentwurf, Getrenntgeschlechtliche Erziehung, 20. Jahrhundert, Frau


Autor: Kliewer, Annette
Titel: Die Zähmung der alten Frau.
Quelle: In: Praxis Deutsch,(1997) 143, S. 59–64

Abstract: Die Kalendergeschichte Die unwürdige Greisin von Bertolt Brecht von 1949 wird verglichen mit der Novelle Werde, die du bist von Hedwig Dohm (1894). Es geht in beiden um ältere Frauen, die nach dem Tod des Mannes ihr eigenes Leben führen wollen. Das hier beschriebene Modell zielt darauf ab, SchülerInnen der Oberstufe bewusst zu machen, welche Bedeutung die Kategorie Geschlecht in den Zusammenhängen literarischer Produktion und Rezeption hat. So wird im Verlauf der Textanalyse die Frage untersucht, ob die beiden Texte jeweils von einem Vertreter des anderen Geschlechts verfasst sein könnten. Der Rezeptionsprozess wird in geschlechtergetrennten Gruppen reflektiert anhand der Leitfragen: Berührt mich das Thema? Wie bewerte ich die jeweilige Kehrtwendung im Leben der beiden alten Frauen? Könnte ihr Schicksal auch von einem alten Mann so erlebt werden? Welche Art der Darstellung halte ich für angemessener, welche spricht mich mehr an und warum? Texte von Ruth Klüger (Frauen lesen anders), biografische Notizen über Hedwig Dohm und ein Auszug aus der Sekundärliteratur über ihre Novelle ergänzen die Diskussion über männliches und weibliches Schreiben. (HeLP/We).

Schlagwörter: Kalendergeschichte, Brecht, Bertolt, Rezeptionsforschung, Geschlecht, Rezeption, Autor, Text, Literaturtheorie, Sekundarstufe II, Novelle, Unterrichtsmaterial, Literaturunterricht, Soziale Situation, Deutschunterricht, Mann, Alter, Unterrichtsentwurf, Dohm, Hedwig, Frau


Bisher erschienene Ausgaben:

* Preise zuzüglich Versandkosten. Abonnenten unserer Zeitschriften erhalten viele Produkte des Friedrich Verlags preisreduziert. Bitte melden Sie sich an, um von diesen Vergünstigungen zu profitieren. Aktionsangebote gelten nicht für Händler und Wiederverkäufer. Rabatte sind nicht kombinierbar. Bitte beachten Sie, dass auch der Studentenrabatt nicht auf Aktionspreise angerechnet werden kann. Auf bereits reduzierte Artikel kann kein Rabatt-Gutschein angewendet werden.