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Sinne und Gefühle

Geschichte lernen Nr. 15/1990

Erscheinungsdatum:
Mai 1990
Schulstufe / Tätigkeitsbereich:
Sekundarstufe
Schulfach / Lernbereich:
Geschichte & Gesellschaft, Geschichte
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vergriffen ohne Neuauflage Scham und Peinlichkeit / Tod und Trauer / Zur historischen Entwicklung der Mutterliebe / Sinne und Gefühle – historisch gesehen.

Abstract

Autor: Borries, Bodo von
Titel: Krise und Perspektive der Geschichtsdidaktik.
Quelle: In: Geschichte lernen,(1990) 15, S. 2–5

Schlagwörter: Lehrerausbildung, Status, Didaktische Grundlageninformation, Geschichtsunterricht, Lernzielorientierter Unterricht, Rezeption, Geschichte , Fachdidaktik, Krise, Geschichtsbild, Geschichtsbewusstsein


Autor: Wunderer, Hartmann
Titel: Menschsein im Mittelalter. [Rezension].
Quelle: In: Geschichte lernen,(1990) 15, S. 6–7

Abstract: Rezensiert wird das Buch von Jacques Le Goff (Hrsg.): Der Mensch des Mittelalters, Campus Verlag, Frankfurt 1989.

Schlagwörter: Monografie, Kultur, Geschichtsunterricht, Rezension, Landwirt, Geschichte , Familie, Alltag, Mensch, Soziales System, Alltagsgeschichte, Stadt, Mittelalter, Politisches System, Alltagskultur, Sachinformation, Bild, Frau, Ständegesellschaft


Autor: Veit, Georg
Titel: Sinne und Gefuehle im historischen Jugendbuch.
Quelle: In: Geschichte lernen,(1990) 15, S. 8–10

Abstract: Dem Heftthema Sinne und Gefuehle entsprechend werden folgende Buecher rezensiert: J. C. Grund, Der Ring des Pilatus; F. Hetmann, Bettina und Achim sowie M. Shirazi, Die Gasse ohne Namen. Der Unterrichtstip fuer die Sekundarstufe beinhaltet einen Textauszug aus dem Buch von Hetmann, in dem u. a. das Liebesempfinden des fruehen 19. Jahrhunderts anhand der Liebesgeschichte von Bettina und Achim von Arnim thematisiert wird.

Schlagwörter: Gefühlsbildung, Biblische Geschichte, Altertum, Geschichtsunterricht, Jesus Christus, Sekundarbereich, Zeitgeschichte, Geschlechterbeziehung, Geschichte , Iran, Text, Familie, Mensch, Gewalt, Sinneseindruck, Jugendliteratur, Sozialisationsagentur, Gefühl, 19. Jahrhundert, Römische Geschichte, Sinne, Bild


Autor: Pandel, Hans-Juergen
Titel: Sinne und Gefuehl – historisch gesehen.
Quelle: In: Geschichte lernen,(1990) 15, S. 11–17

Abstract: Themenbereiche, die bisher als unhistorisch galten, finden heutzutage mehr Beachtung in der Geschichtsforschung. Dazu gehoert auch die Erforschung des Einflusses der Sinne und Gefuehle auf politische, soziale und wirtschaftliche Prozesse. Seit Jahrhunderten setzten sich die Menschen mit dem Wert und der Anzahl der Sinne auseinander. Zu jeder Zeit und in jeder Kultur hatten die einzelnen Gefuehle andere Stellenwerte. Die Sinneswahrnehmungen und Gefuehlsempfindungen selbst haben einen Evolutionsprozess durchgemacht. Die reinen Sinneswahrnehmungen werden vom 16. bis zum 19. Jahrhundert zunaechst zu Gefuehlsempfindungen und spaeter zu kulturellen Symbolen und sozialen Orientierungen. Die didaktischen Moeglichkeiten der Gefuehlsempfindungen werden analysiert. Wichtig ist, von den Gefuehlsempfindungen der Schueler auszugehen und zu verdeutlichen, dass Menschen in verschiedenen Epochen unterschiedlich gefuehlt haben.

Schlagwörter: Kultur, Didaktische Grundlageninformation, Geschichtsunterricht, Sprache, Soziale Norm, Wahrnehmung, Empfindung, Evolution, Didaktische Erörterung, Geschichte , Text, Sozialgeschichte, Mensch, Mentalitätsgeschichte, Alltagsgeschichte, Sinneseindruck, Geschichtswissenschaft, Gefühl, Sinne, Bild


Autor: Pandel, Hans-Juergen
Titel: Das kalte Herz.
Quelle: In: Geschichte lernen,(1990) 15, S. 18–23

Abstract: Menschliche Gefuehlsempfindungen werden in Mythen und Maerchen einzelnen Organen zugeordnet. Das Maerchen Das kalte Herz von Hauff verdeutlicht den Zusammenhang zwischen Koerper und Gefuehl beeinflusst durch den historischen Wandel. Geschichtlicher Hintergrund des Maerchens ist der Flosshandel, der Geld in den Schwarzwald brachte und die zwischenmenschlichen Beziehungen veraenderte. Die Verbindung von Gesellschaftsanalyse und Milieuschilderung mit der Maerchenstruktur macht es zu einem Dokument der buergerlichen Gefuehlsbeziehungen in der Zeit der beginnenden Industrialisierung. Im Unterricht soll zunaechst auf die politischen und wirtschaftlichen Veraenderungen der Zeit eingegangen werden, bevor diese Ereignisse anhand des Schicksals des Peter Munk im Maerchen personifiziert werden.

Schlagwörter: Gefühlsbildung, Hauff, Wilhelm, Landkarte, Geschichtsunterricht, Kontext, Soziale Norm, Körper , Wirtschaftsgeschichte, Wirtschaft, Metapher, Geschichte , Text, Sozialgeschichte, Mensch, Mentalitätsgeschichte, Materialsammlung, Holzwirtschaft, Floß, Sinneseindruck, Unterrichtsmaterial, Handel, Gefühl, Märchen, 19. Jahrhundert, Sekundarstufe I, Sinne, Geschichtsquelle, Bild


Autor: OMalley, Ursula
Titel: Geruch ist Gefuehlssache.
Quelle: In: Geschichte lernen,(1990) 15, S. 24–30

Abstract: Gerueche und Duefte sind unmittelbar mit unseren Gefuehlen verbunden und werden in negativer wie positiver Deutung symbolhaft verstanden. Die Entwicklung des Symbolgehalts der Gerueche ist historisch bedingt. Nachdem die grossen Staedte noch im fruehen 18. Jahrhundert durch bestialischen Gestank gekennzeichnet waren, entwickelte sich ab der Mitte des Jahrhunderts eine Sensibilitaet gegenueber Geruechen. Die Vorstellungen der Wissenschaft, dass verseuchte Luft krankheitsfoerdernde Stoffe enthielte, setzten sich besonders in den Mittel- und Oberschichten durch. Beraeucherungen, Riechkissen und Parfueme dienten als Gegengerueche, bis nach und nach hygienische Massnahmen zur Beseitigung der Geruchsursachen durchgefuehrt wurden. Die Umstrukturierung des Geruchsgefuehls setzt sich bis heute fort, indem spezifisch menschliche Gerueche geaechtet werden und selbst schaedliche Substanzen angenehm riechen. Die Materialien beziehen die Rolle der Duefte in der Werbung mit ein und sind mit didaktischen Hinweisen und Arbeitsauftraegen versehen.

Schlagwörter: Gefühlsbildung, Geschichtsunterricht, 18. Jahrhundert, Bürgertum, Parfüm, Körper , Arbeitsauftrag, Geschichte , Karikatur, Text, Seuche, Sozialgeschichte, Hygiene, Veränderung, Mensch, Alltagsgeschichte, Materialsammlung, Gesundheit, Sinneseindruck, Sozialstruktur, Unterrichtsmaterial, Geruchssinn, Gefühl, Krankheit, Entstehung, Sekundarstufe I, Sinne, Werbung, Wohnen, Bild


Autor: Grewe, Christine
Titel: Esslust, Zwang und Augenschmaus.
Quelle: In: Geschichte lernen,(1990) 15, S. 25–43

Abstract: Die Kultivierung der Nahrungsaufnahme und des Geschmackssinns wird seit der Neuzeit zum Mittel der Disziplinierung des einzelnen und damit zu einem Faktor der Stabilisierung von Herrschaft. Im Zuge sozialgeschichtlicher Prozesse wurde das Essen im 15. und 16. Jahrhundert zum Kennzeichen fuer den sozialen Rang. Das Buergertum trachtete danach, sich von der Verschwendung des Adels und den ungehobelten Sitten der baeuerlichen Unterschichten mit einer gemaessigten Lebensfuehrung abzugrenzen. So dienten Ess- und Tischverhaltensregeln der Ausformung von Standesunterschieden. Zudem propagierten Kirche und Medizin Selbstkontrolle, Maessigung und Eigenverantwortung fuer die Gesundheit. Aber auch die Obrigkeit im absolutistischen Staat des 17. Jahrhunderts hatte Interesse an der gesellschaftlichen Normierung des einzelnen und an der Uebertragung hierarchischer Strukturen auf alle Ebenen. Die Materialien sind mit didaktischen Hinweisen und Arbeitsauftraegen versehen.

Schlagwörter: Gefühlsbildung, Kultur, Geschichtsunterricht, Nahrungsaufnahme, Körper , Arbeitsauftrag, Genuss, Geschichte , Text, Geschmackssinn, Soziales Verhalten, Sozialgeschichte, Erziehung, Mensch, Mentalitätsgeschichte, Alltagsgeschichte, Materialsammlung, Sinneseindruck, Unterrichtsmaterial, Umgangsform, Gefühl, Sekundarstufe I, Sinne, Geschichtsquelle, Bild


Autor: Menking, Edward
Titel: Trauer im Wandel.
Quelle: In: Geschichte lernen,(1990) 15, S. 44–50

Abstract: Die den Materialien vorausgehende Information schildert den unterschiedlichen Umgang mit Sterben, Tod und Trauer in einzelnen Phasen der abendlaendischen Geschichte. In der Antike gab es trotz einer umfangreichen Vorbereitung auf den Tod eine strikte Trennung zwischen Leben und Tod. Im 6. Jahrhundert setzte eine Gegenbewegung ein, die Toten wurden innerhalb der Staedte, oft in Massengraebern in den Kirchen selbst bestattet. Sterben war im Mittelalter ein oeffentlicher Abschied mit vorgegebenem Zeremoniell im Sterbezimmer. Eine zunehmende Individualisierung des Todes fand zwischen dem 13. und 18. Jahrhundert statt, die sich in der Wiederentdeckung der Einzelgraeber mit Inschriften ausdrueckte. Die Trauer um den Tod des anderen ersetzte mehr und mehr die Auseinandersetzung mit dem eigenen Tod. Seit der zweiten Haelfte des 19. Jahrhunderts ist eine Ausgrenzung und Tabuisierung des Todes und der Trauer aus der Alltagswelt festzuhalten. Die Materialien sind mit Hinweisen zum Unterricht versehen.

Schlagwörter: Gefühlsbildung, Tod, Geschichtsunterricht, Einstellung , Trauer, Arbeitsauftrag, Ritual, Geschichte , Fotografie, Text, Sozialgeschichte, Mentalitätsgeschichte, Alltagsgeschichte, Materialsammlung, Sinneseindruck, Unterrichtsmaterial, Grafische Darstellung, Gefühl, Psychologie, Sekundarstufe I, Sinne, Bild


Autor: Lagemann, Manuela M.
Titel: Von Mutterliebe und Rabenmuettern.
Quelle: In: Geschichte lernen,(1990) 15, S. 51–58

Abstract: Die enge Mutter-Kind-Beziehung und die positive Wertschaetzung der Mutterliebe ist historisch nicht selbstverstaendlich. Bis Mitte des 18. Jahrhunderts wurden Kinder der Aristokratie und aller Schichten der staedtischen Bevoelkerung von Ammen und Pflegemuettern grossgezogen. Die Sterblichkeitsrate lag bei bis zu 25%. In den letzten Jahrzehnten dieses Jahrhunderts vollzog sich ein voelliges Umdenken. Beeinflusst von Befuerchtungen ueber einen moeglichen Bevoelkerungsrueckgang sowie von der Philosophie der Aufklaerung, die Ideen der Gleichheit und des individuellen Gluecks propagierte, werden Liebesheirat und Mutterliebe zu Werten des aufsteigenden Buergertums. Die gesellschaftliche Stellung der Frau aenderte sich zwar wenig, die sozialen Aufgaben der Mutter wurden jedoch hoeher bewertet. Die bis zum Mathos gesteigerte Mutterliebe im 20. Jahrhundert wird in den 60er Jahren von der Frauenbewegung in Frage gestellt. Die Materialien sind mit Hinweisen zum Unterricht versehen.

Schlagwörter: Gefühlsbildung, Aufklärung , Geschichtsunterricht, Mütterlichkeit, Soziale Norm, Geschlechterrolle, Familienerziehung, Arbeitsauftrag, Mutter, Mutterschaft, Geschichte , Mutter-Kind-Beziehung, Karikatur, Text, Familie, Sozialgeschichte, Mentalitätsgeschichte, Einstellungsänderung, Alltagsgeschichte, Materialsammlung, Sinneseindruck, Unterrichtsmaterial, Gefühl, Mutterliebe, Sekundarstufe I, Sinne, Bild


Autor: Stegmann, Karin
Titel: Scham und Peinlichkeit.
Quelle: In: Geschichte lernen,(1990) 15, S. 59–63

Abstract: Vor kurzem kam es zu einer wissenschaftlichen Kontroverse, als Hans Peter Duerr die Zivilisationstheorie Norbert Elias zu widerlegen suchte. Elias behauptet in seinen Untersuchungen, dass menschliche Gefuehle und Verhaltensweisen anerzogen werden und einem historischen Wandel unterliegen. Duerr dagegen ist der Ansicht, dass Gefuehle anthropoligisch bedingt sind und versucht seine These an dem Schamgefuehl zu belegen, das in allen Kulturen und zu allen Zeiten nachweisbar war. Seine wissenschaftlichen Methoden, die zu dieser Auffassung fuehren, sind jedoch fragwuerdig. Die Schueler sollen die unterschiedlichen Ansaetze herausarbeiten, die Kontroverse nachvollziehen und zu einem eigenen Standpunkt gelangen.

Schlagwörter: Gefühlsbildung, Verhalten, Kontroverse, Geschichtsunterricht, Anthropologie, Verhaltenspsychologie, Arbeitsauftrag, Geschichte , Fotografie, Text, Erziehung, Sekundarstufe II, Schamgefühl, Materialsammlung, Sinneseindruck, Unterrichtsmaterial, Geschichtswissenschaft, Gefühl, Sinne, Ethologie, Bild


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