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Krieg und Kriegserfahrung

Geschichte lernen Nr. 8/1989

Erscheinungsdatum:
März 1989
Schulstufe / Tätigkeitsbereich:
Sekundarstufe
Schulfach / Lernbereich:
Geschichte & Gesellschaft, Geschichte
Bestellnr.:
517008
Medienart:
Zeitschrift
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Abstract

Autor: Bergmann, Klaus
Titel: Krieg und Kriegserfahrung.
Quelle: In: Geschichte lernen,(1989) 8, S. 8–15

Abstract: Festgestellt wird, dass erst der Blick auf die historischen Ursachen von Kriegen kriegskritische und pazifistische Stroemungen aufkommen liess. Dieser Traditionsbruch im Denken ueber Krieg ist mit der Demokratisierung der Gesellschaft im 19. Jahrhundert festzumachen, wo Stimmen zur Geltung kamen, die eine ueberzeitliche Ursache des Krieges verneinten. Nach diesem Traditionsbruch gilt als eines der wichtigsten geschichtsdidaktischen Postulate, dass die absolute Unzulaessigkeit von Kriegen im Bewusstsein zu verankern sei. Z. B. erscheinen dem Autor in diesem Zusammenhang folgende Gesichtspunkte wichtig zu sein: Die Erfahrung der Betrogenheit zu erkennen, die Soldaten aller Kriege gemacht haben. Die Mechanismen alltaeglicher Gewoehnung an Krieg zu durchschauen und Moeglichkeiten des Widerstandes und der Verweigerung zu erkennen.

Schlagwörter: Frieden, Einstellung , Erfahrung, Geschichte , Text, Widerstand , Krieg, Politische Bildung, Gedicht, Geschichtsbild, Dichtung, Utopie, Sachinformation, Bild


Autor: Venhaus, Juergen
Titel: Kinder und Krieg.
Quelle: In: Geschichte lernen,(1989) 8, S. 16–23

Abstract: Ziel der Unterrichtseinheit ist es, gegensaetzliche Einstellungen von Krieg (Kriegsbegeisterung-Kriegsangst) offen zu legen und gemeinsam nach Begruendungen zu suchen. Die Quellen haben exemplarischen Charakter und sind aus dem Stadtarchiv Bielefeld aus den Jahren 1940 bis 1944 ausgewaehlt worden. Als Einstieg wird die Faszination der Kriegstechnik/ Kriegsspielzeug thematisiert. Als handlungsorientierter Uebergang zur Auseinandersetzung mit den Quellen koennen Kinder berichten, in welchen Zusammenhaengen sie vom Krieg und dessen Auswirkungen gehoert haben. Durch die Untersuchung der Quellen sollen die Schueler herausfinden, welche Auswirkungen der Krieg im Schulleben und fuer die einzelne Familie hatte. In der anschliessenden Seqquenz werden die am Anfang offengelegte Faszination, die von Kriegsspielzeug ausgeht sowie die Verbindung von Krieg und Abenteuerlust und Eroberung noch kritisch aufgegriffen. UNTERRICHTSGEGENSTAND: Kinder und Krieg.

Schlagwörter: Sozialkunde, Geschichtsunterricht, Kriegsspielzeug, Einstellung , Unterrichtsplanung, Schuljahr 04, Schuljahr 05, Schuljahr 06, Erfahrung, Spielzeug, Kind, Geschichte , Fotografie, Text, Alltag, Erziehung, Krieg, Weltkrieg II, Politische Bildung, Unterrichtsmaterial, Primarbereich, Sekundarstufe I


Autor: Emer, Wolfgang
Titel: Man lebt stuendlich in Gefahr.. Kriegserfahrungen im Dreissigjaehrigen Krieg.
Quelle: In: Geschichte lernen,(1989) 8, S. 24–33

Abstract: Ausgehend von der These, dass trotz der zeitlichen Ferne der Dreissigjaehrige Krieg fuer unsere Gegenwart aktuelle Bezuege hat, werden u. a. folgende Stichworte und Themen angesprochen und in den angefuegten Materialien behandelt: Deutschland als Schlachtfeld der Grossmaechte, Leiden der Zivilbevoelkerung, Massenheere, Feuerwaffen. Vorgeschlagen wird ein multiperspektivisches Vorgehen in der Konfrontation mit dem Erfahrungsraum Krieg. Z. B. ermoeglichen die unterschiedlichen Sichtweisen der von Betroffenen (Heerfuehrer, Soldat, Stadt-, Dorfbewohner) subjektive Zugaenge durch Identifikationen und Distanzierungen. Die verschiedenen Quellen (Schlachtplan, Erlebnisbericht, Zahlenmaterial, Dichtung, Pfarrbuch) vermitteln Zugaenge zur Vielschichtigkeit und Komplexitaet der historischen Situation. UNTERRICHTSGEGENSTAND: Kriegserfahrungen im Dreissigjaehrigen Krieg.

Schlagwörter: Geschichtsunterricht, Unterrichtsplanung, Dreißigjähriger Krieg, Erfahrung, Geschichte , Text, Alltag, Krieg, Unterrichtsmaterial, Sekundarstufe I, Bild


Autor: Venhaus, Ruth; Venhaus, Juergen
Titel: Ein Denkmal fuer Deserteure?
Quelle: In: Geschichte lernen,(1989) 8, S. 34–38

Abstract: Hier bietet die Auseinandersetzung um Initiativen fuer Denkmaeler fuer Deserteure (etwa in Marburg, Kassel usw.) die Moeglichkeit, zu zeigen, inwieweit das Vergangene einen Bezug zu heute hat. Ziel dieser Einheit ist es, die Desertion im Zweiten Weltkrieg als Widerstand des kleinen Soldaten begreifbar zu machen und nicht – wie in der oeffentlichen Meinung – als individuelle Feigheit zu verstehen ist. Eine Auseinandersetzung mit den Motiven von Deserteuren ergibt, dass sie von pazifistischen Ueberzeugungen, der Einsicht in die Sinnlosigkeit, in einem verlorenen Krieg zu kaempfen bis zu offener Gegnerschaft zum faschistischen Staat reichten. Diese Unterrichtsreihe ist in vier Sequenzen gegliedert, denen jeweils Material und Arbeitsvorschlaege zugeordnet sind. Der Einstieg gestaltet sich durch ein Interview, das den Konflikt um ein Denkmal fuer Deserteure in Marburg aufzeigt und erste Positionen erarbeiten laesst. UNTERRICHTSGEGENSTAND: Ein Denkmal fuer Deserterue?

Schlagwörter: Geschichtsunterricht, Desertion, Geschichte , Fotografie, Text, Weltkrieg I, Kriegsdienstverweigerer, Materialsammlung, Denkmal, Weltkrieg II, Politische Bildung, Unterrichtsmaterial, Sekundarstufe I


Autor: Otto, Karl A.
Titel: Ich wusste nur: Das ist der Feind. My Lai 1968 – Die Geschichte e. Kriegsverbrechens.
Quelle: In: Geschichte lernen,(1989) 8, S. 39–44

Abstract: Aufgrund der Tatsache, dass parlamentarische Demokratien eine vergleichbare Gewaltbereitschaft hervorbringen koennen wie lange Zeit nur im Systemzusammenhang totalitaerer Staaten fuer moeglich gehalten wurde, wurde hier vielleicht das grausamste Exempel dieser Moeglichkeit als Unterrichtsgegenstand ausgewaehlt: Am 16.3. 1968 hat eine Kompanie amerikanischer Soldaten My Lai – eine kleine Streusiedlung in der Mitte Vietnams – umstellt und die Zivielbevoelkerung, fast ausschliesslich Frauen und Kinder, niedergemetzelt. Diese Geschichte eines Kriegsverbrechens erhaelt ihre Authenzitaet durch Quellen, die z. B. unter folgenden Fragestellungen erarbeitet werden koennen: Wer traegt die moralische, politische und militaerische Verantwortung fuer solche Verbrechen? Ist eine individuelle Schulzuweisung bei einzelnen Unrechtstaten ueberhaupt moeglich in einem Krieg, der insgesamt als ein Verbrechen gelten kann? Die Texte enthalten Hinweise darauf, welche Faktoren eine Rolle spielen koennen bei der Entwicklung von Gewaltbereitschaft, z. B. Feindbilder und militaerischer Drill. UNTERRICHTSGEGENSTAND: My Lai 1968 – ein Kriegsverbrechen im Vietnamkrieg.

Schlagwörter: Landkarte, Geschichtsunterricht, Zeitgeschichte, Vietnam, Geschichte , Fotografie, Text, Krieg, Materialsammlung, Vietnamkrieg, Politische Bildung, Unterrichtsmaterial, Sekundarstufe I, Kriegsverbrechen


Autor: Storrer, Thomas
Titel: Nie wieder Krieg? Wie d. Deutschen d. Jahre 1914 – 1918 erlebten.
Quelle: In: Geschichte lernen,(1989) 8, S. 45–51

Abstract: Dem Autor kommt es daruaf an, nach den Ursachen der Faszination militaerischer Gewalt in historischer Perspektive zu fragen. Hierfuer eignet sich der Erste Weltkrieg, da die oeffentliche Begeisterung ueber den Kriegsausbruch unverfaelscht zum Ausdruck kam. Das Thema laesst sich in vier Sequenzen aufteilen, wobei der Autor kurz auf didaktisch- methodische Elemente eingeht, hauptsaechlich aber eine Erlaeuterung des Unterrichtsgegenstandes und der Materialien mitliefert. Die vier Abschnitte sind folgendermassen benannt: I. Im nationalen Rausch: Das Augusterlebnis 1914; II. Mythos und Horror: Das Fronterlebnis; III. Die Menschen in der Heimat; IV. Die Verarbeitung der Niederlage nach 1918. UNTERRICHTSGEGENSTAND: Wie die Deutschen den 1. Weltkrieg erlebten.

Schlagwörter: Geschichtsunterricht, Einstellung , Sekundarbereich, Deutschland-BRD, Geschichte , Karikatur, Fotografie, Text, Alltag, Weltkrieg I, Krieg, Materialsammlung, Politische Bildung, Unterrichtsmaterial, Feindbild, Bevölkerung


Autor: Schneider, Gerhard
Titel: Kriegerdenkmaeler.
Quelle: In: Geschichte lernen,(1989) 8, S. 52–58

Abstract: Die dargelegten Unterrichtsideen ueber Kriegerdenkmaeler sollen Beitrag zur Friedenserziehung leisten, da Kriegerdenkmaeler ein geeignetes Arbeitsfeld zur Gewinnung historischer Erkenntnisse seien, z. B. spiegeln sie das oeffentliche Bewusstsein ihrer Entstehungszeit wieder. Sie sind geiegnet, ideologiekritisches Denken zu foerdern und sie sind nach Kategorien interpretierbar, die Schuelern gelaeufig sein muessten. Der Autor liefert einen ausfuehrlichen historischen Ueberblick ueber die Entwicklung des Gefallenenkultes. Als erstaunlich erachtet er, dass auch nach den Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges alte Formen der Kriegsverherrlichung auf Denkmaelern und die Propagierung von Kampfbereitschaft und Militarismus noch nicht verschwunden sind. Hilfreich sind die didaktisch- methodischen Anleitungen, sowie das beigefuegte Material, u. a. Fragen zur Auswertung, – Hilfen zur Interpretation selbst entdeckter Denkmaeler. UNTERRICHTSGEGENSTAND: Gewinnung historischer Erkenntnisse und Einsichten durch die Beschaeftigung mit Kriegerdenkmaelern.

Schlagwörter: Geschichtsunterricht, Einstellung , Sekundarbereich, Geschichte , Fotografie, Militarismus, Friedenspädagogik, Kriegerdenkmal, Materialsammlung, Politische Bildung, Unterrichtsmaterial


Autor: Jaeger, Wolfgang
Titel: Deutsche Kriegsschuld neunzehnhundertvierzehn – falsche Schmach oder historische Wahrheit? Die Auseinandersetzung um d. Anteil Deutschlands am Ausbruch d. I. Weltkrieges.
Quelle: In: Geschichte lernen,(1989) 8, S. 59–66

Abstract: Zunaechst wird kurz die wissenschaftliche Kontroverse um den Anteil Deutschlands am Ausbruch des Ersten Weltkrieges behandelt. Erst mit den Veroeffentlichungen des Historikers F. Fischer Anfang der 60er Jahre veraenderte sich die historiographische Auseinandersetzung. In der BRD setze sich allmaehlich die Einsicht durch, das bis dahin apologetische Geschichtsbild zu ueberpruefen und ueber eine deutsche Kriegsschuld 1914 nachzudenken. Die Materialien dokumentieren folgende Themenbereiche: Die politische Bedeutung der Kriegsschuldfrage im 20. Jahrhundert, deutsche Propaganda im 1. Weltkrieg, der Friedensvertrag von Versailles 1919. Die historiographische Auseinandersetzung bietet fuer den Unterricht die Moeglichkeit, die Perspektivitaet historischer Aussagen sowie die Einwirkung ausserwissenschaftlicher Faktoren auf die historische Urteilsbildung aufzuzeigen. UNTERRICHTSGEGENSTAND: Die historiographische Auseinandersetzung um den Anteil Deutschlands am Ausbruch des Ersten Weltkrieges.

Schlagwörter: Geschichtsunterricht, Historiografie, Ursache, Historikerstreit, Versailler Vertrag, Kriegsschuldfrage, Geschichte , Karikatur, Text, Weltkrieg I, Sekundarstufe II, Materialsammlung, Politische Bildung, Unterrichtsmaterial


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