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Sehflächen lesen

Der Deutschunterricht Nr. 4/2005

Erscheinungsdatum:
August 2005
Schulstufe / Tätigkeitsbereich:
Sekundarstufe
Schulfach / Lernbereich:
Deutsch
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Der größte Teil visueller Botschaften besteht heutzutage aus Sehflächen, auf denen außer Schrift alle möglichen anderen Arten sichtbarer Zeichen angeordnet sind. Das vorliegende Heft spürt der Verbindung zwischen materiell realisierten Texten und Bildern nach. Die Beiträge greifen am Beispiel des Utrecht-Psalters Text-Bild-Gefüge in Büchern auf oder zeigen anhand W.G. Sebalds letztem Prosatext "Austerlitz", wie Bilder als Bedingung der Möglichkeit von Erzählen funktionieren.

Darüber hinaus befasst sich Der Deutschunterricht mit den frühen visuell-poetischen Arbeiten von Jochen Gerz, dessen Werke sich durch irritierende intermediale Konstellationen von Bild und Text auszeichnen. Weitere Beiträge beschreiben die Einheit und die Beziehungen von Bild und Sprache in Comics, die Möglichkeit von Text-Bild-Kompositionen im Unterrichtsmaterial und plädiert für eine fächerübergreifende Didaktik der Differenz von Bild und Text.

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Abstract

Autor: Schmitz, Ulrich
Titel: Sehflächen lesen.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2005) 4, S. 2–5

Abstract: Im Basisartikel zum Themeheft Sehflächen wird zunächst geklärt, was darunter zu verstehen ist: Flächen, auf denen Zeichen unterschiedlichster Art verteilt sind, die für uns eine Bedeutung haben können oder sollen. An Beispielen werden unterschiedliche Erscheinungsformen dieser Text-Bild-Kompositionen im Alltag aufgezeigt. Da diese Schrift-Bild-Gefüge die öffentlich-visuelle Kommunikation dominieren, sollten auch sie zum Inhalt des Deutschunterrichts gemacht werden.

Schlagwörter: Literatur, Bildersprache, Kommunikation, Sprache, Literaturwissenschaft, Massenmedien, Text, Basisartikel, Visuelle Kommunikation, Themaheft, Kombination, Medien, Bild, Relation


Autor: Kemp, Wolfgang
Titel: Wortillustration oder Strukturillustration?
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2005) 4, S. 6–13

Abstract: Die Themenstellung dieses Heftes wird am Beispiel des Utrecht-Psalters aufgegriffen, der berühmten karolingischen Bilderhandschrift, die sich eine sehr schwierige Aufgabe stellt: die Psalmen, also den Texttypus Hymnus, zu illustrieren. Die Forschung nennt das angewandte Verfahren Wortillustration. Hier wird etwas anderes behauptet: Die Illustratoren haben mit festem Blick auf die Medien und Formate Buchsseite, Text und Bild die Psalmen auf ihre strukturbildenden Angaben hin abgehorcht und ihre Bilder zu selbsttragenden Gefügen ausgebaut. (Orig.).

Schlagwörter: Psalm, Didaktische Grundlage, Bildersprache, Literaturgeschichte, Sprache, Buch, Literaturwissenschaft, Bilderschrift, 09. Jahrhundert, Metaphorik, Text, Illustration, Mittelalter, Christliche Kunst, Kombination, Bild, Relation


Autor: Renner, Ursula
Titel: Fundstücke – zu W.G. Sebalds Austerlitz.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2005) 4, S. 14–24

Abstract: W.G. Sebalds letzter Prosatext Austerlitz (2001) führt nicht nur vor, wie Bilder als Bedingung der Möglichkeit von Erzählen funktionieren, sondern auch, wie das Sehen oder Auffinden von Bildern mit der Produktion von Bedeutung einhergeht. Bimedialität steht bei Sebald im Dienst einer Gedächtnis- und Erinnerungsarbeit, bei der Bilder as a token of authenticity und bedeutungsvolle Fundstücke dergestalt miteinander in Beziehung treten, dass Schauen und Lesen einander durchkreuzen, ablenken, steigern. (Orig.).

Schlagwörter: Semiotik, Literatur, Didaktische Grundlage, Prosa, Sprache, Literaturwissenschaft, Erzählung, Fotografie, Text, Gegenwartsliteratur, Fachdidaktik, Literaturunterricht, Deutschunterricht, Kombination, Medien, Bild, Relation


Autor: Kreuzer, Stefanie
Titel: Fotografie: Text.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2005) 4, S. 25–37

Abstract: Die frühen visuell-poetischen Foto/Texte des deutschen Gegenwartskünstlers Jochen Gerz (geb. 1940) zeichnen sich durch irritierende intermediale Konstellationen von Bild und Text aus, die nicht in einem hierarchischen Verhältnis aufzulösen sind und unbestimmt zwischen Authentizität, Fiktionalität und Autoreflexivität changieren. In dem die Fotografien und Texte ihre diversen Bezugsmöglichkeiten immer wieder konterkarieren, korrumpieren sie das bedeutungsgenerierende Bestreben des Kunstbetrachters und sensibilisieren für ihre medialen Qualitäten. (Orig.).

Schlagwörter: Literatur, Didaktische Grundlage, Kunst, Literaturwissenschaft, Kunstwissenschaft, Künstler, Fotografie, Text, Gerz, Jochen, Zeitgenössische Kunst, Fachdidaktik, Literaturunterricht, Kombination, Bild, Relation


Autor: Grünewald, Dietrich
Titel: Bild-Sprach-Spiele.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2005) 4, S. 38–50

Abstract: An einer Reihe detailliert kommentierter Beispiele werden Einheit und Beziehungen von Bild und Sprache in Comics beschrieben. Dabei zeigt sich, dass Sprache in geschriebener Form im Comic vorhanden sein kann, aber nicht muss, außerdem jedoch auch unsichtbar als Steuerungs- und Deutungsmittel, als Sprachdenken wirkt. Unterrichtshinweise schließen den Beitrag ab. (Orig.).

Schlagwörter: Literatur, Bildergeschichte, Didaktische Grundlage, Verstehen, Sprache, Text, Ästhetik, Didaktik, Literaturunterricht, Deutschunterricht, Kombination, Bild, Comic


Autor: Ehlich, Konrad
Titel: Sind Bilder Texte?
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2005) 4, S. 51–60

Abstract: Angesichts des wachsenden Interesses am Bild wie Text lohnt sich der Versuch einer genaueren Verhältnisbestimmung beider. Der Artikel charakterisiert Bilder wie Texte begrifflich, erörtert Nähe und Differenz von Bild und Text und kommt zu einer negativen Antwort auf die im Titel gestellte Frage. Der Beitrag endet mit einem Plädoyer für eine fächerübergreifende Didaktik der Differenz von Bild und Text. (Orig.).

Schlagwörter: Didaktische Grundlage, Kommunikation, Beziehung, Merkmal, Text, Theorie, Fachdidaktik, Charakterisierung, Text-Bild-Beziehung, Begriff, Deutschunterricht, Textwissenschaft, Bild


Autor: Ballstaedt, Steffen-Peter
Titel: Text-Bild-Kompositionen im Unterrichtsmaterial.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2005) 4, S. 61–70

Abstract: Neue Formen der Text-Bild-Komposition in den Medien verlangen produktive und rezeptive Kompetenzen im Umgang mit multikodalen Kommunikaten. Grundlage ist die Kenntnis der kognitiven Prozesse bei der Verarbeitung derartiger Sehflächen. Dazu dienen Befunde zum ersten Eindruck, zur Auswertung mit Blickbewegungen und zur begrifflichen Verarbeitung. Viele Prozesse lassen sich über die Gestaltung von Sprache, Bild und Typographie beeinflussen. In den Lese- und Arbeitsbüchern für den Unterricht finden zwar Bilder in verschiedenen Funktionen zunehmend Eingang, aber komplexe Text-Bild-Kompositionen, wie wir sie aus den Medien kennen, sind noch ausgespart.

Schlagwörter: Didaktische Grundlage, Kommunikation, Sprache, Literaturwissenschaft, Text, Zeichen, Visuelles Medium, Informationsentnahme, Visuelle Kommunikation, Linguistik, Angewandte Linguistik, Text-Bild-Beziehung, Code, Textwissenschaft, Kognitionspsychologie, Sprachwissenschaft, Medienpsychologie, Medien, Bild


Autor: Baum, Michael
Titel: Strenge Aufgaben und heitere Bilder?
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2005) 4, S. 71–76

Abstract: In diesem Beitrag geht es um die Problematik der Illustration von Lesebüchern. Es wird den Fragen nachgegangen, welche Funktionen ein Lesebuch hat und welchen Anteil Illustrationen an diesen Funktionen haben. Durch die Auswahl der Illustrationen werden Text-Bild-Beziehungen erzeugt, die sich typologisch einordnen lassen, z.B. in eine kunst- und kulturgeschichtliche Situierung. Ebenso von Bedeutung ist die räumliche Struktur des Bild-Text-Angebots. Zu diesem Punkt werden zwei Formen der Platzierung von Illustrationen diskutiert.

Schlagwörter: Lesebuch, Räumliche Darstellung, Typologie, Buch, Beziehung, Lehrmittel, Text, Illustration, Deutschunterricht, Forschungsbericht, Bild


Autor: Reuen, Sascha
Titel: Fotoromane im Deutschunterricht.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2005) 4, S. 77–84

Abstract: In diesem Beitrag wird ein Unterrichtsmodell für ein Projekt im Fachunterricht Deutsch skizziert, das Schülerinnen und Schülern sowohl einen analytischen als auch eien kreativen bzw. produktionsorientierten Zugang zum Genre Fotoroman ermöglichen soll. Übergeordnetes Ziel ist die Vermittlung einer Kompetenz zur Analyse der strukturellen Merkmale einer Fotogeschichte. Auf welche Merkmale es dabei ankommt, wird im fachwissenschaftlichen Teil des Beitrages diskutiert. Anschließend solllen die Schüler/-innen befähigt werden, selbst erfundene Handlungen und kleinere Storys als Fotoroman umzusetzen. (Teilw. Orig.).

Schlagwörter: Literatur, Didaktische Grundlage, Textproduktion, Roman, Rezeption, Unterrichtsanregung, Fotografie, Fachdidaktik, Lernen, Jugendliteratur, Literaturunterricht, Deutschunterricht, Jugendzeitschrift, Handlungsorientierung


Autor: Bürki, Gisela
Titel: Schriftliche Kommunikationsformen von Zürcher Jugendlichen.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2005) 4, S. 85–94

Abstract: Bericht über die Ergebnisse einer Untersuchung in einer Deutschschweizer S1-Klasse im Kanton Zürich zum Erforschung von Freizeitschreiben und Sprachgebrauch Jugendlicher. Untersucht wurden z.B. schriftliche Kommunikationsformen wie Tagebuch, Brief/Ansichtskarte, E-Mail, SMS oder Chat.

Schlagwörter: Kommunikation, Bericht, Lehrerbildung, Sprachgebrauch, Forschung, Sprachforschung, Standardsprache, Schreiben, Schriftsprache, Jugendsprache, Schweiz, Jugendlicher, Dialekt


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Medienart:
Zeitschrift

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