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Sprache und Gewalt

Der Deutschunterricht Nr. 5/2007

Erscheinungsdatum:
Oktober 2007
Schulstufe / Tätigkeitsbereich:
Sekundarstufe
Schulfach / Lernbereich:
Deutsch
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Verbale Gewalt hat viele Gesichter. Jemanden diffamieren und diskriminieren, im drohen, ihn herabsetzen, ihn mobben, beschimpfen über ihn spotten, ihn verhöhnen, bloß stellen, sich über ihn lsutig machen, ihn verunglimpfen und mit Worten ausgrenzen – all dies sind Formen verbaler Gewalthandlungen.

Sich mit diesen Gewaltformen auseinandersetzen, aktuell und in historischen Bezügen, dazu lädt diese Ausgabe von Der Deutschunterricht ein. Nutzen Sie dieses Heft, um ihren Schülern diese Form von Gewalt durch Sprachreflexion bewusst zu machen und vielleicht sogar einen Beitrag dazu zu leisten, dass in Zukunft verbale Gewalt eingedämmt werden kann.

Aus dem Inhalt:

  • Gewalt und Sprache in HipHop-Texten
  • Zum Sprachgebrauch rechtsradikaler Musikgruppen
  • Ruhrpottkanaken – Fangesänge im Fußballstadion

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Abstract

Autor: Schlobinski, Peter; Tewes, Michael
Titel: Sprache und Gewalt.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2007) 5, S. 2–10

Abstract: Gewalt ist in den letzten Jahren zunehmend zu einem Problem in den Schulen geworden: damit gemeint ist aber nicht nur körperliche Gewalt, sondern ebenso verbale Gewalt als mögliche Vorstufe von körperlicher Gewalt. Die Autoren führ in das Heftthema Sprache und Gewalt ein. Sie stellen zunächst Formen verbaler Gewalt vor, darunter auch Formen nicht-intendierter sprachlichher Gewalt wie das sog. Papstzitat von Regensburg. Anschließend wird Gewalt im juristischen Sinn betrachtet: hier wird Gewalt vor allem als personales, nicht aber als psychisches oder soziales Handeln gesehen. Abschließend fordern die Autoren, dass im Deutschunterricht durch Sprachreflexion Formen sprachlicher Gewalt aufgedeckt und bewusst gemacht wird.

Schlagwörter: Basisartikel, Verbale Kommunikation, Kommunikation, Gewalt, Verbale Aggression, Sprachgebrauch, Sprachverhalten, Sprache, Sprachanalyse, Sprachsoziologie, Deutschunterricht, Macht


Autor: Jäger, Siegfried
Titel: Sprachliche Gewalt gegenüber Minderheiten.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2007) 5, S. 11–21

Abstract: Nach grundsätzlichen Überlegungen zum Verhältnis von Sprache und Gewalt im Kontext von gesellschaftlichem Diskurs und Diskursanalyse geht der Beitrag gezielt auf die sprachliche Diffamierung von Minderheiten in Politik und Medien ein. Kern der Untersuchungen ist hierbei die Frage, wie sich insbesondere Rassismus in beiden gesellschaftlichen Feldern sprachlich niederschlägt und welche Schlussfolgerungen hieraus im Hinblick für wirkungsvolle Gegenkonzepte zu ziehen sind. (Orig).

Schlagwörter: Flüchtling, Einwanderer, Minderheit, Diffamierung, Diskurs, Gesellschaft, Gewalt, Medien, Didaktische Grundlage, Sprachgebrauch, Sprachverhalten, Sprache, Sprachbetrachtung, Sprachsoziologie, Diskursanalyse, Asyl Suchender, Politik, Rassismus


Autor: Lüdtke, Solveig
Titel: Gewalt und Sprache in HipHop-Texten.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2007) 5, S. 22–31

Abstract: Mit der Herkunft von HipHop verbinden sich Wettkampfgeist und spielerische Auseinandersetzung der Kultur. Der Aufsatz beleuchtet die Fortsetzung amerikanischer Rap-Traditionen im deutschsprachigen Raum und die Problematik der Wiederaufnahme und teilweisen Neukonstitution gewaltvoller Sprache in deutscher Rapmusik im Spannungsfeld zwischen Anlehnung an ritualisierte Formen künstlerischen Ausdrucks und Wiedereinsetzung neoliberaler Wertmuster. (Orig).

Schlagwörter: Textauszug, Gewalt, Didaktische Grundlage, Sprachgebrauch, Sprachverhalten, Sprache, Sprachanalyse, Text, Sprachbetrachtung, Jugendsprache, Sprachsoziologie, Musik, Rapmusik, Hip-Hop, Jugendkultur


Autor: Brunner, Georg
Titel: Ruhrpottkanaken – Fangesänge im Fußballstadion.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2007) 5, S. 32–42

Abstract: Fangesänge begleiten jedes Fußballspiel. Häufig ist dabei Gewalt im Spiel. Der Beitrag beschäftigt sich zunächst mit der Frage, wie es überhaupt zur Entstehung von Fangesängen kommt. Diese werden kategorisiert und nach musikalischen, textlichen sowie musiksoziologischen Aspekten hinterfragt. Der zweite Teil versucht anhand ausgewählter Beispiele den Zusammenhang zwischen Gewalt und Fangesängen im Stadion zu klären. (Orig.).

Schlagwörter: Fan, Fußballfan, Kategorie, Diffamierung, Gewalt, Verbale Aggression, Didaktische Grundlage, Sprachgebrauch, Sprachverhalten, Sprache, Sprachbetrachtung, Sprachsoziologie, Textanalyse, Musiksoziologie, Lied, Gesang, Fanatismus, Fußball, Sport


Autor: Hoffmann, Ludger
Titel: Sprache und Gewalt: Nationalsozialismus.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2007) 5, S. 44–54

Abstract: Der Beitrag verankert den Gewaltbegriff im Handeln. Fälle aus der NS-Zeit wie die Bekanntmachung eines Gauleiters oder der Befehl zur Vernichtung der polnischen Intelligenz bis hin zu einer Hitlerrede, in der die Vernichtung der europäischen Judenheit angedroht wird, zeigen die Verschränkung von sprachlicher Form und physischer Gewalt. Eine Beschreibung der sog. Selektion manifestiert abschließend die Reduktion von Sprache angesichts tödlicher Gewalt in einer Situation absoluter Macht. (Orig.).

Schlagwörter: Institution, Organisation, 20. Jahrhundert, Gewalt, Didaktische Grundlage, Sprachgebrauch, Sprachverhalten, Sprache, Text, Sprachsoziologie, Textanalyse, Macht, Faschismus, Nationalsozialismus


Autor: Tewes, Michael
Titel: Der Schrecken aller linken Spießer und Pauker!
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2007) 5, S. 55–66

Abstract: Ist der Rechtsextremismus auf dem Marsch in die Mitte des Volkes? Wie geraten gerade Jugendliche immer wieder ins Visier rechter Demagogen? Ausgehend von einer knappen Bestandsaufnahme zu Ausformungen des gegenwärtigen Rechtsextremismus in der Bundesrepublik geht der Beitrag der Frage nach, welchen übergeordneten Organisationsformen/Leitzielen die vielfältigen Formen rechtsextremer Propaganda im Rahmen eines extremistischen Kulturbetriebes folgen. Exemplarisch werden die Überlegungen an drei Beispielen zum Verhältnis von Rechtsextremismus zu neuen wie traditionellen Medien sowie von Rechtsextremismus und Musik konkretisiert. (Orig.).

Schlagwörter: Politische Gruppe, Internet, Ideologie, Subkultur, Gewalt, Neue Medien, Massenmedien, Sprachgebrauch, Sprachverhalten, Sprache, Sprachforschung, Musik, Nationalismus, Neonazismus, Politische Organisation, Rechtsradikalismus, Rechtsextremismus, Propaganda, Politische Kultur, Politische Willensbildung


Autor: Schlobinski, Peter
Titel: Zum Sprachgebrauch rechtsradikaler Musikgruppen.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2007) 5, S. 67–75

Abstract: Im Beitrag werden konkrete Textpassagen rechtsradikaler Musikgruppen einer linguistischen Analyse unterzogen und einer ideologiekritischen Perspektive zugänglich gemacht. Hierfür werden zunächst die Parameter der Textanalyse expliziert. Im Weiteren wird das Vorgehen am Beispiel der Konstruktion von Feindbildern für den Deutschunterricht in der Schule fruchtbar gemacht. Inhaltlich werden hierfür Wortschatz- und Stilanalysen herangezogen, die in Diskursanalysen eingebettet sind, die insbesondere den gesellschaftlichen und historischen Kontext berücksichtigen. (Orig.).

Schlagwörter: Politische Gruppe, Textauszug, Subkultur, Gewalt, Massenmedien, Sprachgebrauch, Sprachverhalten, Sprache, Sprachanalyse, Sprachforschung, Wortschatz, Linguistik, Textanalyse, Deutschunterricht, Musik, Lied, Musikkultur, Nationalismus, Rechtsradikalismus, Rechtsextremismus, Feindbild, Politische Willensbildung


Autor: Mathias, Alexa; Nehm, Kathrin
Titel: Am Anfang steht der Wunsch nach Provokation.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2007) 5, S. 76–81

Abstract: Der Wunsch nach Aufmerksamkeit und Gruppenzugehörigkeit bildet häufig den Hintergrund für den Erstkontakt von Jugendlichen zur rechtsextremen Szene. Das Interview mit einem Aussteiger lässt erkennen, wie Jugendlichen zunächst über die Musik die schließlich durch Texte sprachlich vermittelten Inhalte der Neuen Rechten nahe gebracht werden, welche auf diese Weise einen prägenden Faktor für Identität und Sprache der Jugendlichen darstellen. (Orig.).

Schlagwörter: Aussteiger, Jugendlicher, Politische Gruppe, Identitätsbildung, Identitätsentwicklung, Gewalt, Identität, Gespräch, Sprachgebrauch, Sprache, Politische Rechte, Jugendkultur


Autor: Frank, Dirk
Titel: Er ist immer er selbst!
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2007) 5, S. 82–84

Abstract: Rezension der Film-Doku Der Unbequeme. Der Dichter Günter Grass. D 2007, 87 Min., Regie und Buch: Nadja Frenz/ Sigrun Matthiesen.

Schlagwörter: Dokumentation, Grass, Günter, Portrait, Film, Schriftsteller


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Medienart:
Zeitschrift

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