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Parodie

Der Deutschunterricht Nr. 6/1985

Erscheinungsdatum:
Juni 1985
Schulstufe / Tätigkeitsbereich:
Sekundarstufe
Schulfach / Lernbereich:
Deutsch
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Abstract

Autor: Witting, Gunther
Titel: Parodie als komisierende Textverarbeitung.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(1985) 6, S. 5–29

Abstract: Der Autor geht von der These aus, dass Parodie nicht als Gattung zu verstehen sei, sondern vielmehr als eine bestimmte -komisierende- Textverarbeitsungsstrategie. Er stellt die Klassifizierung Liedes, der die Trias Artistische, Kritische und Agitatorische Parodie vorschlaegt, in Frage und schlaegt eine weitgehende Einschraenkung des Begriffes Parodie vor. Anhand verschiedener Textbeispiele aus der Literatur versucht er diesen Einschraenkungsvorschlag, der auch eine Abgrenzung gegenueber verwandten Verfahren erlaubt, darzulegen und zu begruenden. Wichtige Punkte dieses neuen Definitionsansatzes sind das Merkmal der Uebererfuellung als Moeglichkeit der komisierenden Herabsetzung. Der Text enthaelt keine konkreten methodisch-didaktischen Anregungen fuer den Unterricht, sondern traegt lediglich zur Begriffsklaerung bei.

Schlagwörter: Literatur, Brecht, Bertolt, Lyrik, Parodie, Busch, Wilhelm, Vergleichsuntersuchung, Text, Komik, Begriff, Deutschunterricht, Diskussion, Schiller, Friedrich von, Brockes, Barthold Hinrich, Sachinformation


Autor: Zehnhoff, H. am
Titel: Parodistische Schreibtechniken in den Satiren von Kurt Tucholsky.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(1985) 6, S. 39–57

Abstract: Ausgehend von der Feststellung, dass sich die internationale wissenschaftliche Diskussion ueber die Parodie auffallend wenig mit Texten beschaeftigt und sich stattdessen in zunehmendem Masse multimedialen Aspekten zuwendet, begruendet der Autor seine Betrachtung parodistischer Texte von Kurt Tucholsky. Er geht davon aus, dass die parodistischen Texte des Satirikers Tucholsky hinsichtlich ihrer Intention Satiren sind, bezueglich der schreibtechnischen Aspekte jedoch als Parodien zu bezeichnen seien. Anhand ausgewaehlter parodistischer Textbeispiele (Luetzows wilde Jagd, Guter Mond, du gehst so still, Deutschlandlied sowie Parodie einer Szene aus Faust I) und ihren jeweiligen literarischen Vorlagen werden spezifisch parodistische Techniken – bestimmte Modifikationen bzw. Manipulationen der Textvorlagen, angefangen von der Addition, Detraktion, Substitution, Transmutation ueber Cento, Montage (Collage), Kontrafaktur bis hin zur Karikatur und zum Zitat – aufgezeigt.

Schlagwörter: Tucholsky, Kurt, Literatur, Brecht, Bertolt, Satire, Goethe, Johann Wolfgang von, Text, Deutschunterricht, Koerner, Theodor, Schiller, Friedrich von, Sachinformation


Autor: Moeser, Kurt
Titel: Nach der strammen, Sturm-Methode gedichtet – Parodien u. andere Textverarbeitungen im Umfeld d. Lyrik August Stramms.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(1985) 6, S. 58–73

Abstract: Ausgehend von der Beobachtung, dass in der Forschungsliteratur zu dem expressionistischen Autor August Stramm und seinem Umfeld, dem Sturm-Kreis, ablehnende und kritische Werturteile dominieren, versucht der Autor, wesentliche Faktoren aufzuzeigen, die Stramm zu einem der umstrittensten Autoren des 20. Jahrhunderts und den Sturm zu einer der am staerksten attackierten literarischen Gruppe des Expressionismus werden liessen. Er stellt ausgewaehlte Parodien zu Stramm und dem Sturm in ihren Kontexten und Funktionen vor, wobei die jeweilige Textverarbeitung der Vorlage untersucht wird.

Schlagwörter: Literaturanalyse, Literaturgeschichte, Schwitters, Kurt, Expressionismus, Essig, Hermann, Interpretation, Parodie, Text, Deutschunterricht, Gedicht, Heilbutt, Iwan, Sachinformation, Stramm, August


Autor: Freund, Winfried
Titel: Der Mond ist eingefangen.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(1985) 6, S. 74–86

Abstract: Es handelt sich um eine Betrachtung zeitgenoessischer Parodien des Abendlieds (1779) von Matthias Claudius. Der Gesamtaufbau des Gedichts wird von der Dialektik diesseitiger Verstrickung in Leid und Schmerz und der Hoffnung auf jenseitige Erloesung bestimmt. Bei den parodistischen Verarbeitungen des Abendlieds handelt es sich um Auseinandersetzungen der erkenntnis- und sozialkritischen Literatur der sechziger und siebziger Jahre mit der geistigen Tradition. Im Anschluss an eine kurze Deutung des Abendlieds werden verschiedene Beispiele parodistischer Verarbeitung vorgestellt, denen die antimetaphysische Ausrichtung gemeinsam ist.

Schlagwörter: Literatur, Interpretation, Parodie, Claudius, Matthias, Vergleichsuntersuchung, Text, Knabe, Gert, Hoess, Dieter, Deutschunterricht, Gedicht, Sachinformation


Autor: Metwally, Nadia
Titel: Von der Ballade zur Travestie der Ballade.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(1985) 6, S. 87–93

Abstract: Es handelt sich um eine vergleichende Betrachtung der klassischen Goetheschen Ballade Der Fischer (1778), Gottfried Kellers Seemaerchen (ca. 1854) und Kurt Schwitters moderner Ballade Die Nixe (1942). Dieser Vergleich soll zum Ausdruck bringen, dass sich nicht nur die Haltung und Empfindungsweise der Dichter, ihre Vorstellungen und Ideale, sondern auch ihr Sprachgebrauch, ihre Worte und Wortverbindungen in den drei Jahrhunderten gewandelt haben und dem jeweiligen Zeitgeschmack unterlagen. Diese Veraenderungen haben zur Travestie der klassischen Ballade gefuehrt. Waehrend den Dichtern des 18. und des fruehen 19. Jahrhunderts die Ballade als hohe Kunstform galt, wird die Travestie der Ballade vielmehr zum kuenstlerischen Experiment, unabhaengig vom Publikum. Die Balladentexte sind im Original abgedruckt.

Schlagwörter: Sprachgebrauch, Literaturgeschichte, Schwitters, Kurt, Leitbild, Goethe, Johann Wolfgang von, Ballade, Autor, Keller, Gottfried, Vergleichsuntersuchung, Text, Deutschunterricht, Dichtung, Sachinformation


Autor: Arendt, Dieter
Titel: Drei Wuensche und kein Ende.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(1985) 6, S. 94–109

Abstract: Die Volksueberlieferung kennt zahlreiche Wunsch-Maerchen. Anhand von Beispielen wird gezeigt, dass der Keim zur desillusionierenden Parodie bereits in den Volks-Maerchen enthalten ist. Die Kunst-Maerchen verstaerken haeufig das Parodistische zur selbstkritischen Distanz und geben so den Maerchen eine paedagogisch-belehrende Wendung.

Schlagwörter: Literatur, Kunstmärchen, Born, Nicolas, Parodie, Volkmann-Leander, Richard, Wunsch, Hebel, Johann Peter, Deutschunterricht, Märchen, Sachinformation


Autor: Bachmaier, Helmut
Titel: Die Parodie als Ueberbietung der Posse bei Nestroy.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(1985) 6, S. 110–124

Abstract: Fast alle Figuren Nestroys sind auf der Suche nach dem Glueck. In der Desillusionierung des Gluecksstrebens definiert sich die Posse als Gattung. Der Zusammenhang der Literatur Nestroys mit der egoistischen Philosophie Stirners und dem philosophischen Pessimismus Schopenhauers wurde bereits von Zeitgenossen gesehen. Aber indem die Gluecksvorstellungen in der Realitaet ihre Schranke erfahren, sind die Akteure und mit ihnen der Zuschauer auf die Reflexion von Alternativen verwiesen. In der Beschraenkung liegt der Appell zur Selbsttaetigkeit. Nestroys Einakter Judith und Holofernes – er gilt als das klassische Beispiel einer kritischen Textparodie – wird mit der Vorlage – Hebbels Tragoedie Judith- verglichen.

Schlagwörter: Literatur, Posse, Drama, Parodie, Rezeption, Literaturgattung, Komik, Nestroy, Johann Nepomuk, Deutschunterricht, Hebbel, Christian Friedrich, Tragödie, 19. Jahrhundert, Sachinformation


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520006
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