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Die 50er-Jahre

Der Deutschunterricht Nr. 5/2001

Erscheinungsdatum:
Oktober 2001
Schulstufe / Tätigkeitsbereich:
Sekundarstufe
Schulfach / Lernbereich:
Deutsch
Bestellnr.:
520101
Medienart:
Zeitschrift
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Editorial
Helmut Scheuer
"Rekonstruktion" oder "Aufbruch"?
Die 'langen' 50er-Jahre

Wolfgang Fehr
Zeitgeschichte und Literatur.
Möglichkeiten mentalitätsgeschichtlicher Unterrichtskonzeptionen am Beispiel von Heinrich Bölls "Haus ohne Hüter"

Annette Berndt
"Fast alle haben vom Rundfunk gelebt."
Das Hörspiel der 50er-Jahre in der BRD

Joachim Petsch
Städtebau und Architektur der 50er-Jahre.
Vorgeschichte und Entwicklung

Nikola Roßbach
Schläfrige, fremde, tote Gärten.
Ein lyrischer Topos nach 1945

Michael Grisko
Von röhrenden Hirschen und feschen Förstern.
Der deutsche Heimatfilm der 50er-Jahre

Peter Seibert
Medienwechsel und Erinnerung in den späten 50er-Jahren.
Der Beginn der Visualisierung des Holocaust im westdeutschen Fernsehen

Gerhard Kaiser
"Dichtung als Dichtung" -
Die langen 50er-Jahre der westdeutschen Germanistik

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Jan Berns
Hip Hop allerorten

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Abstract

Autor: Fehr, Wolfgang
Titel: Zeitgeschichte und Literatur. Möglichkeiten mentalitätsgeschichtlicher Unterrichtskonzeptionen am Beispiel von Heinrich Bölls Haus ohne Hüter.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2001) 5, S. 12–24

Abstract: Gerade auch beim Umgang mit zeitgeschichtlicher Literatur stellt sich das didaktische Problem einer sinnvollen Kontextualisierung. Am Beispiel von Heinrich Bölls Haus ohne Hüter wird eine didaktische Konzeption entwickelt, die den Realismus des Romans sowohl als Ort des Wissens von der sozialen Wirklichkeit wie auch als Ergebnis bestimmter sprachlich-literarischer Konstruktionen thematisiert. Die Leitfrage, wie sich Roman und gesellschaftliche Mentalitäten der 50-er Jahre zueinander verhalten, kann dann den Unterricht organisieren. (Orig.).

Schlagwörter: Didaktische Grundlageninformation, Roman, Gesellschaft, Zeitgeschichte, Didaktische Erörterung, Boell, Heinrich, Frauenbild, Gegenwartsliteratur, Mentalitätsgeschichte, Männerbild, Literaturunterricht, Deutschunterricht, 50er Jahre


Autor: Berndt, Annette
Titel: Fast alle haben vom Rundfunk gelebt Das Hörspiel der 50er-Jahre in der BRD.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2001) 5, S. 25–35

Abstract: Das Radio war in den 50er-Jahren Leitmedium und das Hörspiel gehörte zu den renommiertesten Sendeformen. In diesem Beitrag werden die Geschichte des Rundfunks und des Hörspiels in den 40er-Jahren skizziert, in denen noch das sozialkritische und politische Feature als journalistische Schwesterform des Hörspiels galt und Wolfgang Borcherts Draußen vor der Tür (1947) die Rundfunkhörer erregte. Am Beispiel von Günter Eichs Träumen (1951) werden die Struktur und auch die Rezeption dieser neuen Hörspiele nachgezeichnet. Dabei wird auf die besondere Rolle des Hörspielpreises der Kriegsblinden eingegangen, indem die Dankesreden der Preisträger analysiert werden. (Orig.).

Schlagwörter: Borchert, Wolfgang, Literatur, Didaktische Grundlageninformation, Mediengeschichte, Hörspiel, Hörmedium, Rundfunksendung, Massenmedien, Gegenwartsliteratur, Hörfunk, Didaktik, Rundfunk, Deutschunterricht, 50er Jahre


Autor: Petsch, Joachim
Titel: Städtebau und Architektur der 50er-Jahre. Vorgeschichte und Entwicklung.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2001) 5, S. 36–50

Abstract: Zwar brachte die Niederlage des Nationalsozialismus eine Demokratisierung der politischen Herrschaftsordnung, jedoch kann für den Städtebau und die Architektur nach 1945 nicht von einer Stunde Null gesprochen werden. Insbesondere die personelle Kontinuität bewirkte die formale und ideologische Kontinuität städtebaulicher und architektonischer Leitbilder. Die konservative Wohnungsbaupolitik mit ihrer Bevorzugung des Eigenheims fand breite Zustimmung bei der sozialen Massenbasis des Nationalsozialismus, dem Kleinbürger- und Bürgertum. Rasterfassaden, vorkragende und häufig geschwungene Dächer und Fassaden zogen formal einen Schlussstrich unter die Vergangenheit. Diese dynamische Formensprache ist als Symbol der optimistischen Stimmung der 50er-Jahre zu verstehen und avancierte zum Sinnbild des Wirtschaftswunders. (Orig.).

Schlagwörter: Didaktische Grundlageninformation, Städtebau, Nachkriegsgeschichte, 50er Jahre, Architektur, Bundesrepublik Deutschland


Autor: Roßbach, Nikola
Titel: Schläfrige, fremde tote Gärten.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2001) 5, S. 51–61

Abstract: Die deutsche Lyrik der 50er-Jahre vereint äußerst heterogene Tendenzen, die am Toposdes Gartens nachgezeichnet werden. Während einerseits zeit- und weltferne Texte weiterhin idyllische Naturorte – schläfrige Gärten – inszenieren, wird andererseits die traditionelle Topik problematisch (fremde Gärten). Dennoch kann, wie der Ausblick Tote Gärten? zeigt, nicht von radiklaer Destruktion oder völligem Verschwinden von Naturtopoi und -topographien gesprochen werden. Gärten scheinen in zeitgenössischen Gedichten oft nicht nur jenseits der ungebrochenen Naturidylle, sondern auch jenseits von deren Destruktion angesiedelt zu sein. (Orig.).

Schlagwörter: Topos, Lyrik, Naturlyrik, Garten, Nachkriegsgeschichte, Natur, Deutschunterricht, 50er Jahre, Sachinformation, Bundesrepublik Deutschland


Autor: Grisko, Michael
Titel: Von röhrenden Hirschen und feschen Förstern.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2001) 5, S. 62–73

Abstract: Im Anschluss an die Erörterung des filmhistorischen Kontextes nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgt eine kurze Einführung in die genretypischen Merkmale des Heimatfilms. Diese werden anhand des bekannten Films Grün ist die Heide (1951) exemplifiziert. Die zeitgenössische Relektüre verortet diesen Problemheimatfilm – zwischen Unterhaltung und verdeckter Modernität – als mentalitätsgeschichtliches Dokument der 50er-Jahre. (Orig.).

Schlagwörter: Merkmal, Mentalitätsgeschichte, Nachkriegsgeschichte, Film, Heimatfilm, Deutschunterricht, 50er Jahre, Bundesrepublik Deutschland, Filmgeschichte


Autor: Seibert, Peter
Titel: Medienwechsel und Erinnerung in den späten 50er-Jahren.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2001) 5, S. 74–83

Abstract: Einen kurzen historischen Augenblick lang wurde nach Kriegsende die deutsche Bevölkerung mit Bilddokumenten des Holocaust konfrontiert, ohne dass dies Spuren im dem kulturellen Gedächtnis der bundesrepublikanischen Gesellschaft der fünfziger Jahre hinterließ. Erst gegen Ende dieses Jahrzehnts setzte eine zögernde und mühselige Erinnerungsarbeit ein, an der die verschiedenen Medien dieser Gesellschaft ihren spezifischen Anteil hatten. Am Beispiel der Fernsehadaption eines Erfolgsromans der fünfziger Jahre, Hans Scholz Am grünen Strand der Spree, wird die mediale Herausbildung einer visuell verfassten Holocaust-Memoria diskutiert. (Orig.).

Schlagwörter: Holocaust, Visualisieren, Massenmedien, Nachkriegsgeschichte, Deutschunterricht, 50er Jahre, Fernsehen, Medien, Darstellung


Autor: Kaiser, Gerhard
Titel: Dichtung als Dichtung – Die langen 50er-Jahre der westdeutschen Germanistik.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2001) 5, S. 84–94

Abstract: Der Beitrag zeichnet anhand der semantischen Hauptbestände des Rezeptionsverhaltens der Germanisten und Deutschlehrer gegenüber der kulturellen Moderne jenen spezifisch bildungsbürgerlichen Denkstil nach, der für die Germanistenzunft der 50er-Jahre prägend ist. Zurückgegriffen wird dabei auf ein Quellenkorpus verteilersprachlicher Texte, d.h. auf Texte, deren Adressatenkreis über eine bloße Fachöffentlichkeit hinausgeht. Gesichtet wurde u.a. der Gesamtbestand der 50er-Jahre-Hefte der Zeitschrift Der Deutschunterricht. ( Orig.).

Schlagwörter: Literaturgeschichte, Literaturwissenschaft, Wandel, Gegenwartsliteratur, Geisteswissenschaften, Nachkriegsgeschichte, Zeitschrift, Kulturgeschichte, 50er Jahre, Germanistik, Dichtung, Bundesrepublik Deutschland


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