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Goethe in Ökonomie, Technik un

Der Deutschunterricht Nr. 4/1987

Erscheinungsdatum:
April 1987
Schulstufe / Tätigkeitsbereich:
Sekundarstufe
Schulfach / Lernbereich:
Deutsch
Bestellnr.:
520016
Medienart:
Zeitschrift
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Abstract

Autor: Kreutzer, Leo
Titel: Zurueck zu Goethe. Kleine Rede ueber Regression.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(1987) 4, S. 5–10

Schlagwörter: Literaturgeschichte, Gesellschaft, Goethe, Johann Wolfgang von, Deutsch, Zeitbezug, Sachinformation


Autor: Segeberg, Harro
Titel: Die ganz unberechenbaren Resulte der Technik. Zur Modernitaet vormoderner Technik in Goethes Faust.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(1987) 4, S. 11–24

Abstract: In dem Beitrag geht es am Beispiel von Faust II um Goethes Konzept und Vision von technischen Entwicklungen, die, eingebettet in traditonelle Verfahren, das Projekt der Moderne – Unterwerfung der Natur bei gleichzeitiger Disziplinierung und Unterwerfung der menschlichen Natur – bereits ankuendigen. Vor dem Hintergrund von Goethes Biographie, aus der hervorgeht, wie sehr Goethe sich mit allen technischen Problemen seiner Zeit auseinandersetzte, demonstriert der Verfasser an ausgewaehlten Textstellen, dass im Faust mehr als nur ein Vorlaeufer des privatkapitalistischen Unternehmers abgebildet ist. Der Text laesst sich vielmehr als eine Darstellung von Vorgaengen lesen, die der industriellen Revolution teils vorausgingen, teils in ihr vorangetrieben wurden: d. h. die Disziplinierung der menschlichen Arbeitskraft als Voraussetzung fuer die folgende Mechanisierung des Arbeitsprozesses. Dabei wird zugleich deutlich, dass Goethe dieser Entwicklung nicht unkritisch gegenueberstand. Nach dieser den historischen Kontext beruecksichtigenden Lesart stellt er im Faust ein bereits zu seiner Zeit umstrittenes Handlungsmodell zur Diskussion, ohne freilich in traditionelle Denkweisen zurueckzufallen. Goethe antizipiert den utopischen Charakter dieser Entwicklung, indem er zeigt, dass die Beherrschung der Natur mit menschlicher Kraft allein nicht zu bewerkstelligen war.

Schlagwörter: Drama, Goethe, Johann Wolfgang von, Autor, Deutsch, Textinterpretation, Ingenieurwissenschaft, Biografie, Zeitbezug, Literaturunterricht, Sachinformation, Entwicklung


Autor: Binswanger, Hans C.
Titel: Der Mensch als Herr der Zeit. Eine Deutung von Goethes Faust II unter d. Aspekt von Wirtschaft u. Alchemie.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(1987) 4, S. 25–37

Abstract: Der Beitrag verdeutlicht an ausgewaehlten Textstellen von Faust II, dass die beiden Interpretationsrichtungen – Faust als Vorlaeufer der modernen Formen der Naturbeherrschung und die Lesart des Dramas als ein von Magie und Alchemie beherrschtes Stueck – keinen Widerspruch darstellen. Deutlich wird, dass zu Goethes Zeit die Schaffung der modernen Wirtschaft nicht anders denkbar war denn als alchemistischer Prozess. Die Durchsetzung des technischen Fortschritts stellt sich insofern dar als die Fortsetzung der Alchemie mit anderen Mitteln. Der Beitrag erhellt aber zugleich, dass Goethe diesen anderen Mitteln, d. h. der Kombination menschlicher Arbeitskraft mit technischen Einrichtungen sowie der Notwendigkeit der Wertschoepfung im Rahmen der Geldwirtschaft bereits auf der Spur war.

Schlagwörter: Methode, Drama, Alchimie, Goethe, Johann Wolfgang von, Wirtschaft, Deutsch, Textinterpretation, Industrialisierung, Zeitbezug, Literaturunterricht, Sachinformation


Autor: Krippendorff, Ekkehart
Titel: Goethe und die Politik.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(1987) 4, S. 38–52

Abstract: Vor dem Hintergrund von Goethes Biographie und ausgewaehlten Textstellen aus seinem Werk geht es in dem Beitrag um Goethes Politikverstaendnis. Dargelegt wird seine Haltung zur franzoesischen Revolution, seine Taetigkeit als Minister in Weimar, seine Einschaetzung Napoleons und seine Haltung zur Politik, wie sie im Faust und in den Wanderjahren zum Ausdruck kommt. Deutlich wird, dass weder die Charakterisierung Goethes als politikferner Dichterfuerst noch als willfaehriger Helfer absolutistischer Macht zutreffend ist. Goethe wird vielmehr dargestellt als ein ebenso engagierter wie differenzierter Beobachter der politischen Tendenzen seiner Zeit. Seine Skepsis gegenueber der franzoesischen Revolution etwa beruht auf seinem an Humanismus und Toleranz orientierten Menschenbild und auf seiner weltbuergerlichen Perspektive, die ihn jede Verengung auf bloss nationale Belange fuerchten laesst. Goethes scheinbar konservative Haltung stellt sich als politikkritische heraus: Soweit Politik Machtausuebung bedeutet und der Unterwerfung der Individuen dient, verabscheute er sie, weil sie sich mit seinen humanen Zielen nicht vereinbaren liess, soweit sie jedoch der unmittelbaren Verbesserung von Lebensbedingungen diente, betaetigte er sich selbst als Politiker.

Schlagwörter: Humanismus, Literaturgeschichte, Goethe, Johann Wolfgang von, Dichter, Autor, Deutsch, Politik, Menschenbild, Politische Betätigung, Sachinformation


Autor: Greiff, Bodo von
Titel: Ueber Wissenschaftskritik und Goethe.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(1987) 4, S. 53–57

Abstract: Der Beitrag referiert Goethes Auseinandersetzung mit Newton, die, soweit sie eine Kritik der wissenschaftlichen Verfahren impliziert, zum Ausgangspunkt wird fuer die Frage, wo die heutige Wissenschaftskritik ansetzen muss. Deutlich wird, dass Goethe sich gegen den Versuch der modernen Naturwissenschaft wendet, die Natur mit Hilfe von Apparaten unter kuenstlichen Bedingungen zu erforschen. In dieser Kritik der wissenschaftlichen Methode sieht der Verfasser einen Ansatz fuer heutige Wissenschaftskritik. Seiner These zufolge besteht die Selbsttaeuschung der Wissenschaft darin, ihre Verfahren als natuerliche auszugeben, waehrend sie in Wahrheit die Mathematisierung der Natur unter Laborbedingungen betreibt.

Schlagwörter: Goethe, Johann Wolfgang von, Autor, Deutsch, Naturwissenschaften, Kritik, Sachinformation, Wissenschaft


Autor: Fischer, Markus
Titel: Das Ende der Goetheschen Kunstperiode. Goethes literar. Erbe zwischen Tradition u. Moderne.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(1987) 4, S. 58–64

Abstract: Ausgehend von den ganz unterschiedlichen Wahrnehmungen Eckermanns und Kafkas angesichts einer bildlichen Darstellung Goethes, zeichnet der Beitrag Widersprueche im Goethebild frueher und heute auf, um zur erneuten Auseinandersetzung mit Goethe anzuregen. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht Goethes Stellung zwischen Tradition und Moderne, der Widerspruch zwischen Harmonie und Zerrissenheit. Referiert werden u. a. Aussagen von Heine, K. Krauss und Nietzsche, wobei die Darstellung Nietzsches, insofern sie die im Verlauf der Rezeptionsgeschichte auftauchenden Gegensaetze auf einen Nenner bringt, als das Goethebild gilt, woran heute noch am ehesten anzuknuepfen ist.

Schlagwörter: Literaturgeschichte, Goethe, Johann Wolfgang von, Rezeption, Deutsch, Sachinformation


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