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Drittes Reich

Der Deutschunterricht Nr. 4/2003

Erscheinungsdatum:
August 2003
Schulstufe / Tätigkeitsbereich:
Sekundarstufe
Schulfach / Lernbereich:
Deutsch
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Helmut Scheuer
Editorial: Das "Dritte Reich" im Literaturunterricht

Jens Flemming
Faschismus ? Revolution ? Modernisierung ? Moderne: Nationalsozialismus im Spiegel der Begriffe

Andreas Gardt
Unsere art- und rassegemäße Sprache ¨
Ideologische Interpretationen des Deutschen

Rainer Kolk
"Dieses junge siegreiche Deutschland."
Traditionen und Aspekte des nationalsozialistischen Jugendkonzepts

Karin Bruns
"Mann ? du alles auf Erden!"
Topographien des Mütterlichen im Nationalsozialismus

Kirsten Baumann
Bildende Kunst im "Dritten Reich"

Joachim Petsch
Baukunst und Stadtplanung im "Dritten Reich"

Peter Seibert
Der Film ? "Kunst für das Volk bis zu seinen primitivsten Regungen"
Film und Literatur im Nationalsozialismus Forum Computer und Unterricht
Christof Köhler
Exil-Club: Lern- und Arbeitsplattform für Unterricht und Schulprojekte

Dokumentation
Jörg Michael Meier
Postmodernes Gegenwartsdrama im Unterricht ? Dea Lohers "Tätowierung"

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Abstract

Autor: Scheuer, Helmut
Titel: Das Dritte Reich im Literaturunterricht.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2003) 4, S. 2–6

Abstract: Einführender Artikel in das Heftthema Das Dritte Reich im Literaturunterricht.

Schlagwörter: Literatur, Faschismus, Einführung, Nationalsozialismus, Didaktik, Literaturunterricht, Deutschunterricht, Dichtung, Drittes Reich


Autor: Flemming, Jens
Titel: Faschismus – Revolution – Modernisierung – Moderne: Nationalismus im Spiegel der Begriffe.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2003) 4, S. 7–17

Abstract: Die Reflexion über das Wesen des Faschismus ist so alt wie die Sache selbst. Das reicht von zeitgenössischen Urteilen aus den 20er und 30er Jahren bis hin zu den Analysen von Sozialwissenschaftlern und Historikern in den Epochen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Über Faschismus bzw. nationalsozialismus nachzudenken, heißt noch stets, seinen Stellenwert in der Welt der Moderne zu bestimmen. Um dies zu veranschaulichen, nimmt der Aufsatz vier Leitbegriffe in den Blick, die einer historisierenden, Erkenntnischancen und Erkenntnisgrenzen abwägenden Betrachtung unterzogen werden. (Orig.).

Schlagwörter: Moderne, Faschismus, Soziologie, Sozialgeschichte, Nationalsozialismus, Historische Soziologie, Politische Soziologie, 20. Jahrhundert, Drittes Reich


Autor: Gardt, Andreas
Titel: Unsere art- und rassegemäße Sprache....
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2003) 4, S. 18–26

Abstract: In ideologischen Zusammenhängen werden Sprache, Volk/Rasse und Nation/Reich in enger Abhängigkeit gesehen, einem Sprachcharakter entspricht ein Nationalcharakter, die Nationalsprache sichert den Zusammenhalt des politischen Körpers. Das sprachlich, politisch und ethnisch-anthropologisch Fremde erscheint als Bedrohung der Integrität und Identität der eigenen Gemeinschaft. Im Nationalsozialismus erfahren sprachideologische Darstellungen eine Radikaliserung, wobei die dort auftretenden Inhalte und Argumentationsformen im Wesentlichen bereits seit der frühen Neuzeit begegnen. (Orig.).

Schlagwörter: Bedeutung, Sprache, Interpretation, Deutsch, Sprachgeschichte, Verfremdung, Nationalbewusstsein, Nationalsozialismus, Sprachgemeinschaft, Ideologie, Argumentation, Kulturgeschichte, Identität, 20. Jahrhundert, Sprachkultur, Drittes Reich


Autor: Kolk, Rainer
Titel: Dieses junge siegreiche Deutschland.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2003) 4, S. 27–36

Abstract: Jugend meint seit dem 18.Jahrhundert Emphase des Aufbruchs, der Kulturerneuerung ebenso wie Labilität und Riskiertheit dieser Lebensphase, die im Schülerroman thematisiert ist. Die Rede über Jugend im nationalsozialistischen Staat ist demgegenüber von einer Vereinheitlichung und Disziplinierung gekennzeichnet, die der viel beschworenen Krise der jungen Generation antworten: Jugend als Lebensform wird vom biologischen Alter entkoppelt und als Haltung de Opferbereitschaft und des Gehorsams verstanden. (Orig.).

Schlagwörter: Leitbild, Faschismus, Jugendkultur, Jugend, Sozialgeschichte, Erziehung, Nationalsozialismus, Hitlerjugend, Gehorsam, Jugendverband, Jugendlicher, 20. Jahrhundert, Drittes Reich, Bildungsgeschichte


Autor: Bruns, Karin
Titel: Mann – du alles auf Erden!
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2003) 4, S. 37–47

Abstract: Ausgehend von sowohl historisch-soziologischen Forschungsansätzen als auch literaturwissenschaftlich-kulturwissenschaftlichen Untersuchungen skizziert der Beitrag den Komplex des Mütterlichen als einer spezifischen Spielart von Weiblichkeitskonfigurationen. Wie ist die Mutterimago in Angrenzung zu anderen konkurrierenden Konzepten und ihrer Narrativierung konturiert und welche Repräsentationen des Unmütterlichen stehen dagegen? An Beispielen aus Literatur, Theater und Film werden die verschiedenen Spielarten dieses Typus, Soldatenmutter, Heldenmutter etc., kommentiert und analysiert. Dabei werden auch jenen Bereiche in den Blick genommen, die nicht innerhalb des ausdrücklich legitimierten literaturgeschichtlichen Kanons standen: z.B. die Unterhaltungs- respektive Volksliteratur oder die Werbung, in der Mütterlichkeit gar mit erotischen Konnotationen versehen wird. (Orig.).

Schlagwörter: Literatur, Mütterlichkeit, Frauenliteratur, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaft, Mutter, Frauenbild, Literatursoziologie, Frauenrolle, Nationalsozialismus, Kulturgeschichte, Historische Soziologie, 20. Jahrhundert, Drittes Reich, Frau


Autor: Baumann, Kirsten
Titel: Bildende Kunst im Dritten Reich.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2003) 4, S. 48–60

Abstract: Die Suche nach einer spezifisch nationalsozialistischen Kunst wurde durch führende NS-Politiker dominiert. Unterschiedlicher persönlicher Geschmack und wechselnde propagandistische Wirksamkeit ließen zunächst eine eingeschränkte Heterogenität künstlerischer Strömungen im Dritten Reich zu. Dies änderte sich erst, als Göbbels der 1. Großen Deutschen Kunstausstellung in München die Femeschau Entartete Kunst entgegensetzte. Vor allem der Expressionismus wurde unmissverständlich als undeutscher Kulturbolschewismus verdammt, als deutsche Vorzeigekunst galt fortan eine überdimensionierte Gartenlaubenmalerei süddeutscher Prägung. Von einer nationalsozialistischen Stilbildung kann nur in Einzelfällen im Bereich der Bildhauerei gesprochen werden. (Orig.).

Schlagwörter: Kunstausstellung, Kultur, Beziehung, Kunst, Bildende Kunst, Bildhauerei, Entartete Kunst, Politik, Nationalsozialismus, Kulturgeschichte, Kunstgeschichte, 20. Jahrhundert, Drittes Reich


Autor: Petsch, Joachim
Titel: Baukunst und Stadtplanung im Dritten Reich.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2003) 4, S. 61–73

Abstract: Der Beitrag will erstens eine Übersicht über die archtitektonischen Hauptströmungen nach 1933 geben. Es soll zweitens nachgewiesen werden, dass der Nationalsozialismus aufgrund divergierender Kunst- = Architekturvorstellungen seiner kleinbürgerlichen Massenbasis und seiner politischen und wirtschaftlichen Führungsgeschichten über keinen einheitlichen Stil verfügt hat. Drittes Anliegen ist die Herausstellung der Kontinuitäten einerseits und der Brüche andererseits, die die Architektur aufgrund der machtpolitischen Zäsuren 1933 kennzeichnen. Der Beitrag schließt mit einer Kritik an den Neoklassizismus- und Modernisierungsthesen, die seit den 80er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts die baugeschichtliche Forschung bestimmen. (Orig.).

Schlagwörter: Kunst, Herrschaft, Stadtplanung, Städtebau, Baukunst, Baustil, Nationalsozialismus, Symbol, Kulturgeschichte, Kunstgeschichte, Architektur, Drittes Reich, Kulturpolitik


Autor: Seibert, Peter
Titel: Der Film – Kunst für das Volk bis zu seinen promitivsten Regungen.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2003) 4, S. 74–88

Abstract: Viele der Literaturverfilmungen aus der Zeit des Nationalsozialismus erscheinen offenbar ideologisch so wenig bedenklich, dass sie von kommerziellen und nichtkommerziellen Sendeanstalten ausgestrahlt werden können. Was jedoch als weitgehend unbelastet in Video- und DVD-Archiven für den Unterricht und die Lehre gespeichert wird, erweist sich bei genauerem Hinsehen als vom Ungeist der Jahre zwischen 1933 und 1945 ebenso geprägt wie andere Medienprodukte. An den Bruchstellen zwischen literarischem Text und Film lassen sich ideologische und ästhetische Muster ausmachen, die die NS-Zeit insgesamt bestimmten. Versucht wird ein solcher Nachweis am Beispiel der Verfilmung Der Biberpelz von 1937. (Orig.).

Schlagwörter: Literatur, Hauptmann, Gerhart, Massenmedien, Medienwissenschaft, Nationalsozialismus, Film, Medienwirkung, Literaturverfilmung, Kulturgeschichte, 20. Jahrhundert, Drittes Reich, Medien, Filmgeschichte


Autor: Köhler, Christof
Titel: Exil-Club.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2003) 4, S. 89–90

Abstract: Die Lern- und Arbeitsplattform Exil-Club (www.exil-club. de) bietet einen themenbezogenen Lernbereich zur mediengestützten Auseinandersetzung mit Exil, Fremdsein und Migration in Unterricht, Projekt- und Freiarbeit. Ergänzt wird das inhaltliche Angebot für Sekundarstufen I und II aller Schulformen durch didaktisch-methodische Begleitmaterialien und Online- Arbeitsmöglichkeiten für Projektgruppen. (DIPF/Orig.).

Schlagwörter: Literatur, Exil, Sekundarstufe II, Arbeitsmaterial, Literaturunterricht, Deutschunterricht, Sekundarstufe I, Online


Autor: Meier, Jörg Michael
Titel: Postmodernes Gegenwartsdrama im Unterricht – Dea Lohers Tätowierung.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2003) 4, S. 91–96

Abstract: Der Autor berichtet von einem Versuch im Deutschunterricht einer 10.Klasse am Gymnasium, in der das postmoderne Gegenwartsdrama Tätowierung von Dea Loher erarbeitet wird. Das Stück behandelt ein aktuelles Thema: den sexuellen Missbrauch innerhalb einer kleinbürgerlichen Familie.

Schlagwörter: Literatur, Drama, Schuljahr 10, Sekundarbereich, Theater, Gegenwartsliteratur, Sekundarstufe II, Gewalt, Didaktik, Deutschunterricht, Sexueller Missbrauch, Gegenwartstheater, Sekundarstufe I, Postmoderne


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Medienart:
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