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Literatur – Medizin

Der Deutschunterricht Nr. 5/2003

Erscheinungsdatum:
Oktober 2003
Schulstufe / Tätigkeitsbereich:
Sekundarstufe
Schulfach / Lernbereich:
Deutsch
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Walter Erhart
Editorial: Einleitung

Ingrid Schröder
Zwischen Medizin und Magie.
Das mittelalterliche Arzneibuch

Thomas Anz
Krankheit, Gesundheit und Moral.
Goethe und die Ärzte seiner Zeit

Irmela Marei Krüger-Fürhoff
Auslegungskünste. Zur Lektüre körperlicher Wunden bei Heinrich von Kleist

Elisabeth Strowick
"Mit dem Bazillus is nicht zu spaßen".
Fontanes "Finessen" im Zeichen der Infektion

Heinz-Peter Schmiedebach
"Zellenstaat" und "Leukocytentruppen".
Metaphern und Analogien in medizinischen Texten des 19. und 20. Jahrhunderts

Olaf Briese
Pathologie der Pathologie.
Gottfried Benns "Schöne Jugend"

Tanja Nusser
Schöne neue Welten.
Die Debatten um Gen- und Reprotechnologien vor dem Hintergrund von Huxleys Roman Forum Neue Literatur
Anne-Katrin Hartinger/Ingrid Kühn
"Wie Türen in eine andere Zeit".
DDR-typischer Wortschatz in Jana Hensels "Zonenkinder"

Interview
Carsten Gansel
Sehnsucht und Utopie. Ein Gespräch mit Lutz Rathenow

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Abstract

Autor: Schröder, Ingrid
Titel: Zwischen Medizin und Magie.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2003) 5, S. 8–22

Abstract: Die mittelalterliche Medizin wird entscheidend von der Koexistenz konkurrierender Weltbilder geprägt. Neben Methoden, die auf der antiken Gesundheitslehre fußen, werden in den Arzneibüchern religiöse oder magische Praktiken überliefert. Am Beispiel einer Handschrift aus dem 15. Jahrhundert werden einzelne Bestandteile medizinischer Schriften aus textlinguistischer Perspektive erörtert. Im Zentrum steht die Frage, auf welche Weise sich die zeitgenössischen Vorstellungen wissenschaftlich-medizinischer und religiös-magischer Provenienz niederschlagen. (Orig.).

Schlagwörter: Literatur, Literaturgeschichte, Religion, Literaturwissenschaft, Beeinflussung, Geschichte , Fachliteratur, Text, Weltbild, Heilmethode, Mittelalter, Magie, Wechselbeziehung, Medizin, Krankheit, Wissenschaft


Autor: Anz, Thomas
Titel: Krankheit, Gesundheit und Moral.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2003) 5, S. 23–33

Abstract: Motive der Krankheit sind zentrale Bestandteile in Goethes Werken. Wilhelm Meisters Lehrjahre ist mit medizinischen Diskursen seiner Zeit besonders eng vernetzt. Dem Moralismus von Ärzten wie Hufeland oder Heinroth setzte Goethe allerdings ein Konzept entgegen, das Krankheit als Durchgangsstadium zu einer komplexeren Form der Gesundheit begreift und damit das von der moralischen Vernunft Ausgegrenzte zu integrieren versucht. (Orig.).

Schlagwörter: Literatur, 18. Jahrhundert, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaft, Goethe, Johann Wolfgang von, Kulturwissenschaft, Text, Moral, Gesundheit, Medizin, Krankheit, Dichtung, Moralphilosophie


Autor: Krüger-Fürhoff, Irmela Marei
Titel: Auslegungskünste.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2003) 5, S. 34–42

Abstract: Seit etwa 1800 grenzt sich die Medizin zunehmend gegen die Humoralpathologie ab und untersucht statt der Säfte die Strukturen des menschlichen Körpers. Dabei kommt es zu einer Ausweitung des Wundverständnisses, die zugleich eine Art Verinnerlichung darstellt. Eine ähnliche Bewegung findet sich auch bei Kleist, dessen Werk die Frage aufwirft, inwieweit Wunden auf der Körperoberfläche bzw. im Körperinneren als lesbare Zeichen verstanden werden können. (Orig.).

Schlagwörter: Semiotik, Literatur, Semiologie, 18. Jahrhundert, Literaturanalyse, Literaturwissenschaft, Körper , Kulturwissenschaft, Wunde, Zeichen, Medizin, Kleist, Heinrich von, Verletzung


Autor: Strowick, Elisabeth
Titel: Mit dem Bazillus ist nicht zu spaßen.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2003) 5, S. 43–50

Abstract: Anhand der Lektüre von Theodor Fontanes Mathilde Möhring analysiert der Beitrag die literarische Inszenierung von Infektionskrankheiten unter poetologischen Gesichtspunkten. Über eine Konstellation von Fontanes Kunst der Finessen und Mathildes Kalkül, das in einem spezifischen Verhältnis zum Bazillus steht, wird die Bedeutung der Ansteckung für die Funktion des Erzählens untersucht. (Orig.).

Schlagwörter: Literatur, Poetik, Roman, Literaturwissenschaft, Kulturwissenschaft, Text, Fontane, Theodor, Infektionskrankheit, Erzähltechnik, Textanalyse, Medizin, Krankheit, Realitätsbezug


Autor: Schmiedebach, Heinz-Peter
Titel: Zellenstaat und Leucocytentruppen.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2003) 5, S. 51–63

Abstract: Die moderne medizinische Fachsprache des 19. und 20. Jahrhunderts benutzte Metaphern. So fasste z.B. Virchow 1855 den Körper als einen Organismus sozialer Art auf, in dem die Zellen arbeitsteilig wirkten. Mithilfe politisch-biologischer Metaphern konstruierte der Pathologe Aschoff 1915 eine innere Identität von Krankheit und Krieg. Diese und andere Publikationen von Ärzten zeigen die vielfältigen Funktionen von Metaphern beim Verstehen komplexer Zusammenhänge. (Orig.).

Schlagwörter: Analogie, Beispiel, Sprache, Literaturwissenschaft, Aschoff, Ludwig, Körper , Fachsprache, Metaphorik, Virchow, Rudolf, Politik, Krieg, Textauszug, Biologie, Medizin, Krankheit, Organismus, Sprachwissenschaft, 19. Jahrhundert, 20. Jahrhundert


Autor: Briese, Olaf
Titel: Pathologie der Pathologie.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2003) 5, S. 64–70

Abstract: Beim jungen Benn – Arzt bzw. Pathologe und Dichter gleichermaßen – wird man vom Zusammentreffen zweier Vektoren sprechen können. Als Pathologe hat Benn Anteil an einem medizinischen Umgang mit Toten, der heroisch-romantische Traditionen hinter sich lässt und Tote lediglich als statistisch-serielles Faktum begreift. Als Dichter entzieht er sich gleichfalls einem – expressionistischen – Aufstand der Affekte. Das scheint ein grandioses lyrisches Kalkül zu sein, eine raffinierte mediale Transaktion: In einem wirkungsästhetischen Pakt wird dieser Aufstand dem Leser aufgegeben. (Orig.).

Schlagwörter: Tod, Literatur, Poetik, Lyrik, Expressionismus, Literaturwissenschaft, Körper , Pathologie, Virchow, Rudolf, Weltbild, Medizin, Gedicht, Dichtung, Benn, Gottfried, 20. Jahrhundert


Autor: Nusser, Tanja
Titel: Schöne neue Welten.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2003) 5, S. 71–81

Abstract: Spricht man heute von der schönen neuen Welt, scheint ein Allgemeinplatz aufgerufen zu werden, der keiner näheren Erläuterung mehr bedarf. Im Rekurs auf Aldous Huxleys 1931 erschienenen Roman Schöne neue Welt bzw. seiner narrativen Verwendung in gen- und biotechnologischen Zusammenhängen zeigt der Beitrag auf, wie diese Evokation als Teil einer performativen Inszenierung von Wissen und Wissenschaft funktioniert, die die scheinbar objektiven Natur- und Biowissenschaften in eine Erzählung ein- und zurückbindet. (Orig.).

Schlagwörter: Literatur, Gentechnologie, Roman, Literaturwissenschaft, Biotechnologie, Textauszug, Huxley, Aldous, Medizin, Biomedizin


Autor: Kühn, Ingrid; Hartinger, Anne-Kathrin
Titel: Wie Türen in eine andere Zeit.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2003) 5, S. 82–88

Abstract: In diesem Beitrag stellen die Autoren ein besonderes Problem der Nachwende-Literatur dar: mit dem Wegfall der sozialistischen Gesellschaftsordnung in der DDR kam es im ostdeutschen Sprachgebrauch besonders auffällig auf der lexikalischen Ebene zu Sprachgebrauchsveränderungen. Literatur, die sich retrospektiv mit der DDR-Zeit auseinandersetzt, braucht die im Untergehen begriffene Lexik. Dazu gibt es zahlreiche Literaturangaben sowohl zu Primär- und Sekundärliteratur, als auch zu Wörterbüchern. (Teilw. Orig.).

Schlagwörter: Literatur, Sprachgebrauch, Sprache, Deutsch, Deutschland-DDR, Gegenwartsliteratur, Gegenwartssprache, Veränderung, Wortschatz, Lexik, Moderne Literatur


Autor: Gansel, Carsten
Titel: Sehnsucht und Utopie.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2003) 5, S. 89–94

Abstract: Interview mit dem Schriftsteller Lutz Rathenow zu Inhalten seiner Werke.

Schlagwörter: Rathenow, Lutz, Autor, Deutschland-DDR, Gegenwartsliteratur, Interview


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