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Alte Astronomie

Astronomie + Raumfahrt Nr. 2/2013

Erscheinungsdatum:
März 2013
Schulstufe / Tätigkeitsbereich:
Sekundarstufe
Schulfach / Lernbereich:
Naturwissenschaften, Astronomie
Bestellnr.:
536134
Medienart:
Zeitschrift
Seitenzahl:
42
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Alte Astronomie

Was ist Astronomie, wann fängt sie an, was gehört dazu? Astronomie ist eine Wissenschaft. Nehmen wir das ganz streng, beginnt Astronomie kaum vor Hipparch und Ptolemäus. Doch was war davor? Ptolemäus verfasste im 1. nachchristlichen Jahrhundert ein noch heute bewundernswertes Grundlagenwerk der Astronomie, den Almagest, und viele Jahre zuvor erarbeitete Hipparch mit exakten Positionsmessungen einen Sternkatalog. Das entstand ja nicht ohne Voraussetzungen, ohne Vorarbeiten, ohne eine lange Vorbereitung, die daraus resultierte, dass es für die Menschen ein Motiv gab, sich den Himmel nicht nur anzuschauen, sondern ihn aufmerksam zu beobachten. Diesem frühen Interesse am Himmel nachzuspüren, das wir vielleicht besser nicht als Astronomie, sondern etwas neutraler als Himmelskunde bezeichnen wollen, führt uns viele Jahrhunderte in die Geschichte zurück, in ganz andere Kulturen und Denkweisen als der wissenschaftlichen Astronomie der alten Griechen zugrunde liegt.

Und während sich die "große Astronomie" an nur wenigen Stätten abspielte, finden wir für die frühe Sternkunde viele Örtlichkeiten, denen nachzuspüren lohnend ist. Diese Vielfältigkeit resultiert aus der tiefen Verankerung der frühen Astronomie in der Kulturgeschichte, in der Verbindung zum Alltagsleben der Menschen, die dem Himmel eine Aufmerksamkeit zukommen ließ, die heute ganz unvorstellbar erscheint.

Diese Vielfalt wiederum ermöglicht es, die frühe Astronomie für Schüler in direkter Anschauung erlebbar zu machen.


Aus dem Inhalt:

  • Scheibe oder Kugel?
    Was dachten die Gelehrten des Mittelalters über die Erdgestalt?
    Über die im Mittelalter herrschenden Vorstellungen von der Gestalt der Erde liest man gelegentlich recht unterschiedliches. Erschien die Erde als Scheibe – oder als Kugel? Ersteres passt, wenn das Mittelalter ohnehin als finstere Zeit betrachtet wird, geprägt von religiösem Wahn, von Hexenverfolgungen, finsterer Astrologie und Unwissenheit – eben auch von der Erdgestalt. In dieser Art wird vielfach das Mittelalter betrachtet und insofern die Scheibenvorstellung vorausgesetzt. Nur stimmt das eben nicht. Für die Gelehrten des Mittelalters war die Erde ganz selbstverständlich eine Kugel. Doch da ist noch die Frage nach den Antipoden ...
  • Der Himmel unserer Vorfahren
    Eine Anleitung zur Untersuchung archäologischer Fundstätten

    Die Archäoastronomie ermöglicht Einblicke in die Lebens- und Gedankenwelt unserer Vorfahren, fernab komplizierter technischer Gerätschaften und Zivilisationskomfort. Projekte zur Untersuchung archäologischer Fundstätten auf ihre mögliche astronomische Bedeutung lassen sich fächerverbindend anlegen, da Fragen nicht nur aus der Astronomie, sondern auch aus Mathematik, Physik, Informatik, Geographie und Geschichte eine Rolle spielen. Auch im Rahmen von Schülerarbeitsgemeinschaften lässt sich ein Projekt zur Archäoastronomie realisieren. Im Artikel wird geschildert, wie das Projekt "Der Himmel unserer Vorfahren" vorbereitet und durchgeführt werden kann. In vier Aktionsphasen kann die Überprüfung archäologischer Fundorte auf mögliche astronomische Ausrichtungen ablaufen.
  • Astronomie in der Bibel
    Als Dokument der Kulturgeschichte der Menschheit ist die Bibel ohne Kenntnisse der Astronomie und der Astrologie nicht zu verstehen. Sowohl im Alten wie im Neuen Testament gibt es viele direkte Bezüge und weitere Anspielungen auf diese Gebiete. Das betrifft nicht nur die Erschaffung der Welt, die mosaischen zehn Gebote, das geozentrische Weltsystem oder den Weihnachtsstern. Daraus ergeben sich viele Ansätze für eine interessante Schulstunde im Fach Mathematik oder Physik, nicht nur kurz vor Ostern oder Weihnachten.
  • Nürnberg als astronomisches Innovationszentrum zu Beginn der Neuzeit
    "Quasi Centrum Europae" – so bezeichnete Regiomontanus (1436 – 1476) die Reichsstadt Nürnberg. Mit der beginnenden Neuzeit war sie eine der größten westlichen Metropolen, in der sich wichtige Handelswege kreuzten. Von 1471 bis 1475 hielt sich Regiomontanus hier auf. Diese kurze Zeitspanne genügte ihm, um wesentliche Arbeiten zur Erneuerung der Astronomie anzustoßen. Seine begonnenen Beobachtungsreihen wurden von seinem Freund und Mitarbeiter, dem Handelsmann Bernhard Walther (ca. 1530 - 1604) fortgesetzt. Werke aus seinem Nachlass wurden noch bis Mitte des 16. Jahrhunderts herausgegeben. Selbst der bekannteste Nürnberger Künstler, Albrecht Dürer (1471 – 1528), trug zum Ruf Nürnbergs als astronomisches Zentrum bei, indem er 1515 die ersten gedruckten Sternkarten herausbrachte. Auch darauf finden sich Bezüge zu Regiomontanus.
  • Der Sternhimmel im April und im Mai 2013
    Dieser Beitrag ergänzt das Poster "Der Himmelslauf ..." im Heft 129/130.

Dem Heft liegt die OHP-Folie "Zirkumpolarsterne" bei. Sie kann wie eine verkleinerte und auf die Umgebung des nördlichen Himmelspols reduzierte drehbare Sternkarte dazu eingesetzt werden, die jährliche und die tägliche Bewegung des Sternhimmels zu demonstrieren. Man erkennt leicht, dass diese beiden Bewegungen – die Widerspiegelung der beiden Bewegungen der Erde – im gleichen Drehsinn erfolgen.

 

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