Zyklen und Krisen: von der Industrie 1.0 zur Industrie 4.0

Strukturwandel im Unterricht behandeln

Welche mittel- und langfristigen Auswirkungen die Corona-Krise 2019/2020 im globalen Kontext haben wird, liegt noch in der Zukunft. Doch kurzfristig stehen für junge Menschen viele und unmittelbare Fragen im Raum: nach Perspektive, Ausbildung und Berufswahl. Eine inhaltliche Beschäftigung mit Strukturwandel und dem Zusammenhang von Zyklen und Krisen im Unterricht kann Verstehen und Orientierung fördern.

Digitalisierung und Strukturwandel: Ineinandergreifen von Mensch, Infrastruktur und globaler Verknüpfung
Digitalisierung und Strukturwandel: Ineinandergreifen von Mensch, Infrastruktur und globaler Verknüpfung © metamorworks/shutterstock.com

Über die sogenannte "Generation Corona" wird viel geschrieben und gesprochen. Jugendliche und junge Erwachsene treffen derzeitige Entwicklungen empfindlich. Neben sozialen Einschänkungen macht sich oft Unsicherheit breit: hier eine verpasste Chance auf ein Auslandsjahr in der Schule, dort Befürchtungen eines schlechteren Einstiegsgehalts im Beruf. Und allgemein der Umstand ungewohnter Lernbedinungungen in Schule und Studium. Um Jugendlichen Brücken zu schaffen, wirtschaftliche und politische Zusammenhänge besser zu verstehen und Prognosen einordnen zu können, kann im Wirtschafts- und Politikunterricht versucht werden, die Mechanismen von Strukturwandel begreifbar zu machen. Gerade auch mit Rückgriff auf vergangene Transformationsprozesse, von der Industrie 1.0 bis hin zur Industrie 4.0.

Krisen: die Kraft schöpferischer Zerstörung?

Eine Abbildung zu globalem Strukturwandel der Allianz Global Investors von 2018 ist überschrieben mit dem Satz: „Krisen – die Kraft schöpferischer Zerstörung“ und zeigt die Kondratieff-Zyklen ab dem 19. Jahrhundert auf. Angefangen bei der Wirtschaftskrise von 1837, über die Gründerkrise 1873-1879, die Weltwirtschaftskrise 1929-39, die 1. & 2. Ölkrise von 1974-1980 sowie die Finanz- und Schuldenkrise 2008-2011.

Globaler Strukturwandel in Kondratieff-Zyklen der Allianz Global Investors GmbH
Globaler Strukturwandel in Kondratieff-Zyklen der Allianz Global Investors GmbH © Allianz Global Investors GmbH
Zeitschrift
Unterr. Wirtschaft + Politik Nr. 1/2019 Strukturwandel

Der digitale Wandel ist im vollen Gange. Kaum eine Branche, die nicht von Veränderungen betroffen ist, kaum ein Bereich des alltäglichen Lebens, der nicht von der Digitalisierung beeinflusst scheint.

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Nichts ist beständiger als der Wandel

Die Überschrift „Krisen – die Kraft schöpferischer Zerstörung“ findet wohl auch auf die derzeitige Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen Anwendung. Schon der Dichter Heinrich Heine stellte fest: „Nichts ist beständiger als der Wandel“. Der historische Blick auf das Wirtschaftsgeschehen verdeutlicht schnell, dass die Art und Weise, wie Menschen arbeiten, produzieren, handeln oder konsumieren, stetigen Veränderungsprozessen unterworfen ist. Im digitalen Zeitalter verkürzen sich diese Entwicklungszyklen kontinuierlich und eröffnen allen Akteuren im nationalen wie globalen Wirtschaftsgeschehen neue Handlungsmöglichkeiten, stellen sie aber auch vor neue Herausforderungen. Eine fachliche Einführung dazu geben Karl-Josef Burkard und Michael Koch im Basisartikel zum Thema. Was "Wandel gestalten" bedeuten kann, zeigt Sylke Behrends in ihrem Entwurf.

Was heißt Strukturwandel?

Was eigentlich Strukturwandel heißt, erklärt Birgit Menders in der UWP-Ausgabe 1/2019 Strukturwandel in ihrem Unterrichtsentwurf über Basisinnovationen als treibende Kraft des wirtschaftlichen und sozialen Wandels u.a. anhand eines Gruppenpuzzles von der Industrie 1.0 zur Industrie 4.0. Anhand berufsbiografischer Beispiele vollziehen die Lernenden den Wandel von der Agrar- zur Dienstleistungsgesellschaft nach. Sie erkennen die Bedeutung der Basisinnovationen für die Entwicklung von der ersten industriellen Revolution bis zur Industrie 4.0, die sie in Beziehung zu den die Innovations- und Wachstumszyklen nach Kondratieff setzen.

Fakten zum Artikel
Methode & Didaktik Schuljahr 7-13
Zeitschrift
Unterr. Wirtschaft + Politik Nr. 1/2019 Strukturwandel

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