Weltraum

Die Bedeutung des Mondes für die Erde

Der Mond ist der einzige natürliche Himmelskörper der Erde. Auch wenn er deutlich kleiner ist als die Erde hat er eine große Bedeutung. Ohne diesen ständigen Begleiter wäre kein Leben auf der Erde möglich, aber warum nicht? Die Schüler erarbeiten an einem Beispiel, den Gezeiten, den Einfluss des Mondes auf die Erde.

Blick aus dem Weltraum auf Mond und Erde
Der Einfluss des Mondes auf die Erde ist groß. Foto: GuillaumePreat/pixabay CC0 Creative Commons

Erde und Erdmond – ein wichtiges Gespann für irdisches Leben

Der Mond ist ein ständiger Begleiter der Erde. Während unser Planet nur einen Mond hat, besitzen die beiden Planeten Merkur und Venus keine, die äußeren Planeten dagegen viele Monde. Der Erdmond ist für un­seren Planeten sehr wichtig, denn ohne den Mond wäre auf der Erde kein Leben möglich.

Der Mond stabilisiert die Erdachse

Der Mond verhindert allzu große Schwankungen der Erdachse. Durch die geneigte aber stabilisierte Erdachse entstehen die Jahreszeiten ohne Extreme. Dies war eine Voraussetzung für die Entstehung des Lebens auf der Erde und die Entwicklung höherer Lebensformen.

Der Mond bremst die Rotation der Erde

Durch die relative Größe unseres Mondes im Vergleich zur Erde wirkt er stabilisierend auf die Erde. Der Mond hat die Rotation der Erde im Laufe der Zeit abgebremst. Früher dauerte ein Jahr länger als 365,25 Tage. In der Anfangszeit unseres Planetensystems war die Tageslänge der Erde bedeutend kürzer (Rotationsdauer = Tageslänge lag vermutlich bei etwa neun Stunden). Belege dafür sind in einigen Fossilien zu finden.

Bei einer schnelleren Rotation der Erde würden gewal­tige Stürme parallel zum Äquator entstehen (vergleichbar mit den Stürmen auf Jupiter/Neptun). Es würden sich wesentlich weniger Temperaturunterschiede ergeben und Wolken würden sich nur in Ost-West-Richtung bewegen. Das bedeutet, es würde kein Wetter, wie wir es kennen, entstehen. Kontinentale Gebiete wären wesentlich trockener, da sich die Wolken kaum vom Äquator weg bewegen würden.

Die Erde hat mit ihrer größeren Masse auch den Mond bereits in seiner Rotation so stark abgebremst, dass er für eine Umdrehung um sich selbst 27,3 Tage benötigt – dieselbe Zeit wie für seine Bewegung um die Erde. Er hat eine gebundene Rotation.

Zeitschrift
geographie heute Nr. 329/2016 Die Erde im Weltraum

Neben der Beziehung zwischen Erde und Mond, finden Sie in diesem Heft auch Unterrichtsbeiträge zu Meteoriteneinschlägen, Satelliten und anderen kosmischen Themen.

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Mond und Sonne lassen die Gezeiten auf der Erde entstehen

Zwischen Erde und Mond gibt es eine gravitative Wechselwirkung. Die Gezeiten sind Ausdruck dieser Wechselwirkung. Je nach Stellung der beiden Himmelskörper zur Erde, kommt es zu Nipp- bzw. Springtiden. Wahrscheinlich ist aufgrund der Gezeiten das Leben vom Meer aufs Land gekommen. Nach und nach haben Pflanzen und Tiere durch das ständige Vor- und Zurückdrängen des Wassers das Festland erobert.

Das Thema im Unterricht

Der Mond und sein Einfluss auf die Erde ist ein Thema, das viele Schülerinnen und Schüler interessiert. Es ist relevant für tägliche Beobachtungen und erweitert den geistigen Horizont über einen eng begrenzten Bereich hinweg. Die Schülerinnen und Schüler lernen die Wechselwirkungen zwischen Erde und Mond an einem Beispiel kennen, den Gezeiten. Das Arbeitsblatt zum Download thematisiert die Entstehung der Gezeiten und deren Wirkung auf die Erde. Es bietet sich an, zunächst ein Modell zur Darstellung der Gezeiten einzusetzen. Die Bewegung des Mondes und die Mitbewegung der Flutberge kann mit dem Modell besser gezeigt werden als mit jeder Zeichnung. Mit einem Lehrbuch oder anderen Medien werden Aussagen zu unterschiedlichen Tidenhüben zusammengestellt und bewertet. 

Anschließend erklären die Schülerinnen und Schüler die Entstehung von Ebbe und Flut am Beispiel einer Zeichnung. Hier können auch die aus dem gezeigten Modell gewonnenen Erkenntnisse einfließen.

Kostenloses Arbeitsblatt: Entstehung der Gezeiten

Fakten zum Artikel
Unterricht (45-90 Min) Schuljahr 7-8
  • Thema: Klima & Wetter
  • Autor/in: Volker Möckel und Wolfgang Gerber (bearbeitet von Claudia Imwalle)