Sport

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Unterricht Wirtschaft + Politik | Ausgabe Nr. 1/2018

Wie alltäglich und gleichzeitig gesellschaftsrelevant der Sport für unser Leben ist, will diese UWP-Ausgabe aufzeigen. Sie macht die ökonomischen und politischen Aspekte des Sports zum Gegenstand unterrichtspraktischer Auseinandersetzung für die Sek I und II.

Inhaltsverzeichnis
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Sportliche Großereignisse machen Investitionen in Stadien und Verkehrswege nötig. In Nizhny Nowgorod (Russland) etwa entsteht eine neue Arena, die nach der WM die Heimat eines Zweitligisten wird. Zu den größten Profiteuren des Bau-Booms gehören deutsche Unternehmen, die Logistik und Infrastruktur realisieren und bereitstellen.
Basisartikel Höher – schneller – reicher
Icon Premium-Beitrag der Zeitschrift Unterricht Wirtschaft + Politik Methode & Didaktik Schuljahr 5-13

Der Basisiartikel führt fundiert und knapp in die Thematik des Heftes ein. Er fokussiert auf zentrale Probleme der Kommerzialisierung des Sports. So zeigen insbesondere die großen Fußballligen, dass die Verteilung der gemeinsamen Einnahmen eine komplexe Aufgabe darstellt, da hier u. a. Vermarktungsinteressen und Fairnessaspekte in Konflikt geraten. Die einzelnen Clubs schwanken in der Frage, wie sie mit ihren Fans umgehen sollen, zwischen einem Anhänger- und einem Kundenmodell. Der Beitrag analysiert diese Spannung sowohl in Hinsicht aktiven wie auch passiven Sportkonsums.

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Sport ist Wettkampf und Spiel gleichermaßen und weist gerade durch seinen kompetitiven Charakter immer wieder Ähnlichkeiten zum wirtschaftlichen Wettbewerb auf. Eine Hürde überwinden, einen Meilenstein vor Augen haben oder als Erster ein Ziel erreichen – dieses Denken ist sprichwörtlich für beide gesellschaftlichen Felder wichtig.
Sport im Politik- und Wirtschaftsunterricht
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Der Artikel gibt einen Einblick in die Systematik der Beiträge in diesem Heft. Die Praxisbeiträge machen die ökonomischen und politischen Aspekte des Sports zum Gegenstand unterrichtspraktischer Auseinandersetzung und nutzen die sportlichen Phänomene exemplarisch zur Veranschaulichung und Vermittlung grundlegender ökonomischer und politischer Prozesse und Strukturen. Sie fokussieren dabei auf unterschiedliche Aspekte. Zwei Beiträge nutzen die Sportthematik, um naheliegende spieltheoretisch-formalisierte Konzepte zu veranschaulichen. Vier Beiträge richten ihren Blick vorrangig auf die am Sportgedanken nagende Problematik der Kommerzialisierung.

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Material 6: Der Entscheidungsbaum – es bietet sich an, diese Grafik als Folie vorzubereiten.
Die Auswirkungen intransparenter Entscheidungssysteme in hochkommerzialisierten Sportarten am Beispiel der Vergabe von Fußball-Weltmeisterschaften Korruption im Fußball
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Markus Allbauer und Frank-Michael Henn erschließen eines der im Vorfeld der Fußballweltmeisterschaft 2018 heiß diskutierten Themen: Korruption im Fußball. Im Zentrum der Einheit steht ein Experiment zur Korruptionsproblematik. Mit Hilfe unabhängig von der anstehenden Weltmeisterschaft nutzbaren Materialien zielt dieses Experiment darauf ab, die mögliche Komplexität der Beziehung zwischen einem Bestechenden und einem Bestochenen transparent zu machen. Allbauer und Henn führen dabei auch in einfache formale Mittel der Spieltheorie ein.

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Borussia Dortmund und Bayern München – seit der Saison 2009/2010 hat stets eine der beiden Mannschaften die Deutsche Meisterschaft gewonnen. Im Bild ein Zweikampf aus der Spielzeit 2011/2012, in der Dortmund noch die Oberhand hatte. Seitdem konnten die Münchner ihre Dominanz ausbauen und jedes Jahr weit vor Ende der Spielzeit die Meisterschaft gewinnen.
Sportlicher Wettbewerb als ordnungspolitische Aufgabe Damit es spannend bleibt …
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Stephan Friebel-Piechotta arbeitet am Beispiel der Bundesliga die Problematik von Marktkonzentrationen heraus. Aus Sicht der Konsumenten ist es wichtig, dass zwischen den Anbietern –  seien es Unternehmen des Einzelhandels oder Fußballvereine – tatsächlicher Wettbewerb herrscht. Marktkonzentration schwächt den Preismechanismus oder führt zu einem langweiligen Ligaalltag. Vor diesem Hintergrund ist es für die Schülerinnen und Schüler interessant zu sehen, wie sich die Einnahmenseite eines Profivereins zusammensetzt und wie sich Lösungen für einen weniger langweiligen Wettbewerb entwickeln lassen.

© game – Verband der deutschen Games-Branche;Quelle: https://www.game.de/marktdaten/esports-ueberblick-2016/– (zuletzt abgerufen am 21.03.2018)
Eine Unterrichtssequenz für die Sekundarstufe I zu den ökonomischen Dimensionen des Phänomens eSport Vom Kinderzimmer zum globalen Massenphänomen
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Michael Koch und Dirk Schlagentweith widmen sich dem relativ neuen und insbesondere von Jugendlichen gestützten Phänomen des eSports, also dem professionalisierten Wettbewerb von Computerspielern. Neben der Frage, inwieweit der Sportbegriff hier tatsächlich zum Tragen kommt, stellen sie insbesondere die Schwierigkeiten hinsichtlich der Abgrenzung unternehmerischer Marketingstrategien und „sportlicher“ Events in den Fokus. Der starke Alltagsbezug ermöglicht den Schülerinnen und Schüler hierbei die strukturierte Einordnung eigener Beobachtungen und Erfahrungen in ökonomische Zusammenhänge, die auf den ersten Blick im Verborgenen bleiben. Hiermit geht im Idealfall eine Stärkung der eigenen Verbraucherrolle einher.

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Das Dopingproblem bei Radrennen ist ein besonders anschauliches Beispiel für die Tragweite von sozialen Dilemmata im Sport.
Soziale Dilemmata am Beispiel unfairen Verhaltens im Sport Gewinnen um jeden Preis?
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Vivian Conrad nutzt den im Sport beheimateten Wettbewerbscharakter dazu, dieses schülernahe Feld zur Vermittlung des immer wieder auf Verständnisschwierigkeiten stoßenden Themas soziale Dilemmata zu nutzen. Bei einem so komplexen Konzept ist es wichtig, vor dem Hintergrund spieltheoretischer Analyse den Transfer zu üben. Neben ausgearbeiteten Beispielen aus dem Bereich des Motor- und Radsports nutzt sie ein treffendes Beispiel aus „Asterix bei den Olympischen Spielen“.

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Jugendliche halten Handys in die Höhe.
Ziele der Sponsoren und kommunikationspolitische Gegenmaßnahmen der Konkurrenz am Beispiel der Fußball-WM 2018 Warum treten Unternehmen als Sponsoren von Sportevents auf?
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Christoph Hertrich behandelt vor dem Hintergrund der Fußballweltmeisterschaft einen zentralen Aspekt der Kommerzialisierung des Sports. Konkret geht es um die Frage, wie gut Sportmarketing funktioniert. Es gelingt ihm, den Kampf um die Aufmerksamkeit der potentiellen Kunden von Unternehmen aus den verschiedensten Bereichen in Form eines Fußballfelds zu visualisieren. Der Beitrag ist damit auch für niedrige Klassen der Sekundarstufe geeignet.

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Jugendsport im Verein.
Die regionalwirtschaftliche Bedeutung des Sports „Im Team stark?“
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Tobias Appelt beschäftigt sich mit der Bedeutung des Wirtschaftsfaktors Sport für die Region. Ausgehend von der Frage, wie Sport der Persönlichkeitsentwicklung dienen kann, werden im Rahmen dieser Einheit die komplexen wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Sportvereinen, Unternehmen und Interessen der Region herausgearbeitet. Der Beitrag bietet dabei unter anderem Materialien, die eine Befragung von Praxiskontakten und eine Leistungsdifferenzierung ermöglichen.

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Ein Mann mit Visionen: Hermann Schüller bei der Saisoneröffnung der EWE Baskets Oldenburg.
Interview mit Hermann Schüller, dem geschäftsführenden Gesellschafter des Basketball-Bundesligisten EWE Baskets ­Oldenburg „Für uns spielen Werte eine ganz große Rolle“
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Das Thema Wirtschaft und Sport wird durch das Interview von Michael Koch mit Hermann Schüller, dem geschäftsführenden Gesellschafter des Basketball-Bundesligisten EWE Baskets Oldenburg (Deutscher Pokalsieger 2015, Deutscher Vizemeister 2017), vertieft. Schüller gewährt einen Blick „hinter die Kulissen“ des Leistungssports im Spannungsverhältnis von sportlichem Wettbewerb, der Pflege der Fankultur und dem Umgang mit ökonomischen Zwängen. Besonders interessant sind dabei die herausgearbeiteten Parallelen und ­Analogien zwischen Profisport und Unternehmens­aktivitäten, beispielsweise im Hinblick auf notwendige Führungsaufgaben und Personalpolitik.

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Eine Job-Checkliste wird an einem Schreibtisch geschrieben.
Grundlegende Herausforderungen und konkrete Angebote Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen in der ökonomischen Bildung
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Der Beitrag thematisiert Möglichkeiten und Herausforderungen der Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften im Feld der ökonomischen Bildung, in dem eine Vielzahl der Lehrkräfte den Unterricht fachfremd erteilt. Hierbei werden zwei Projekte exemplarisch vorgestellt: Die ­Onlinegestützten ­Qualifizierungsangebote  zur schulformübergreifenden­ Einführung des ­Faches ­„Wirtschaft/Berufs- und ­Studienorientierung“ in Baden-Württemberg und die Internetgestützte ­Zertifikats-Weiterbildung für das Fach „Wirtschaft“ in der ­Sekundarstufe I in Niedersachsen.