Globalisierung auf dem Rückzug?

Globalisierung auf dem Rückzug?

Unterricht Wirtschaft + Politik | Ausgabe Nr. 3/2018

Welche Ursachen liegen dem „Brexit“ und  der „America first“-Politik Donald Trumps zugrunde und welche Folgen werden sie haben? Wer könnte Gewinner, wer Verlierer des wirtschaftspolitischen Umbruchs sein? Ist nun die Zeit der „schlummernden Supermacht“ China gekommen? Wie kann sich die Euro­päische Union mit Blick auf die Herausforderungen der Globalisierung posi­tionieren? Die Ausgabe bietet Hintergrundinformationen und Unterrichtsentwürfe zu diesen vielfältigen Fragen und Themenfelder.

Inhaltsverzeichnis
© Jesco Denzel/Bundesregierung via Getty Images
Dieses Bild des G7-Gipfels in Kanada ging im Juni 2018 um die Welt.
Globalisierung auf dem Rückzug?
Icon Premium-Beitrag der Zeitschrift Unterricht Wirtschaft + Politik Methode & Didaktik Schuljahr 5-13

Nachlassende Dynamik des Welthandels, Abkehr vom Multilateralismus, protektionistische Tendenzen, Rückzug in den vermeintlich sicheren Hafen des Nationalstaats – nicht erst seit der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten, sondern schon seit der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 mehren sich die Anzeichen für eine Krise der Globalisierung. Von „Globalisierungsdämmerung“ oder gar vom „Ende der Globalisierung“ ist die Rede. Selbst wer wie Thomas Straubhaar dieser Diagnose widerspricht, kommt nicht umhin, von einer „neuen Form der Globalisierung“ mit veränderten Akteuren, Interessenlagen und Kräfteverhältnissen zu sprechen. Der Beitrag zeigt auf, wie das Thema für den Unterricht aufbereitet werden kann und gibt Hinweise zum Einsatz der Materialien, Unterrichtsentwürfe und Informationstexte dieser Ausgabe.

Aus: Dani Rodrik, Das Globalisierungs-Paradox © Verlag C. H. Beck, München 2011; bearbeitet von Bernd Remmele
Eine Grafik zu Rodriks Trilemma der Weltwirtschaft.
Antiglobalismus - rational und populistisch?
Icon Premium-Beitrag der Zeitschrift Unterricht Wirtschaft + Politik Methode & Didaktik Schuljahr 5-13

Spätestens seit der Großen Rezession von 2008/09, die das erreichte Ausmaß globaler Integration und Interdependenz von Finanzmärkten, Banken und Industrie vor Augen führte, erscheinen Globalisierung und damit verknüpfte Migrationsbewegungen auch in Ländern des „globalen Nordens“ nicht mehr als Verheißung eines besseren Lebens, sondern zumindest für bestimmte Teile der Bevölkerung als Gefährdung von Wohlstand und kollektiven Identitäten. Der Basisartikel von Bernd Remmele beleuchtet verschiedene Formen antiglobalistischer Tendenzen in aller Welt mit besonderem Augenmerk auf aktuelle rechts- und linkspopulistische Strömungen.

pixabay.com/TheDigitalArtist
Eine kurze Geschichte der ökonomischen Globalisierung Die Welt als Markt
Icon Premium-Beitrag der Zeitschrift Unterricht Wirtschaft + Politik Unterricht (> 90 Min) Schuljahr 9-11

Ein tieferes Verständnis der gegenwärtigen Weltlage erscheint kaum möglich ohne grundlegende Kenntnisse geschichtlicher Zusammenhänge. Doch das notwendige Wissen um den langandauernden Prozess der Globalisierung kann der Geschichtsunterricht allein nicht leisten. Daher soll dieser Basisartikel für die Hand der Schülerinnen und Schüler den Prozess der Globalisierung so zu erzählen, dass er auch von jugendlichen Leserinnen und Lesern ab dem 9. Schuljahrgang nachvollzogen werden kann. Der Beitrag ist auch als PDF downloadbar. Der sich darauf beziehende Praxisbeitrag in dieser Ausgabe von Karl-Josef Burkard enthält einige Anregungen für den unterrichtlichen Einsatz dieser „kurzen Geschichte der ökonomischen Globalisierung“.

© imago/Kyodo News
Abb. 2: Ein Symbol für die neue Seidenstraße – am 11. Mai 2017 fotografieren Passanten in Peking eine Brücke, die in der Nähe des Tagungsortes für das „One Belt and Road Forum“ aufgestellt wurde. Auf diesem internationalen zweitägigen Treffen erläuterte Chinas Staatspräsident Xi Jinping seine Pläne für das Projekt „One Belt, One Road“.
Fortsetzung der wirtschaftlichen Globalisierung oder geostrategische Grundlage für die neue Supermacht China? Die neue Seidenstraße
Icon Premium-Beitrag der Zeitschrift Unterricht Wirtschaft + Politik Unterricht (> 90 Min) Schuljahr 11-13

Der Beitrag initiiert projektorientierten Unterricht durch forschendes Lernen: Lernziel ist es, "Macht" als politisches, ökonomisches und militärisches Instrument vergleichend bewerten, begründen und in Kontextwissen einordnen zu können. Es erfolgt eine Datenanalyse durch Onlinewerkzeuge und digital sowie auf den Arbeitsblättern verfügbare Informationen. Der Beitrag richtet sich an Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen in heterogenen Oberstufenkursen. Zwei Schüler bilden eine Arbeitsgruppe, pro Gruppe ist ein Rechner/Notebook/iPad erforderlich.

© Maksym Yemelyanov/stock.adobe.com
Europäische Antworten auf die Globalisierung Die Globalisierung meistern
Icon Premium-Beitrag der Zeitschrift Unterricht Wirtschaft + Politik Unterricht (> 90 Min) Schuljahr 10-11

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich in diesem Beitrag mit der Rolle der Europäischen Union im Globalisierungsprozess auseinander. Sie ­erkennen einerseits die wirtschaftlichen Erfolge dank eines weltoffen ausgerichteten Europas, sehen andererseits aber auch die Risiken und Ambivalenzen im Falle eines zukünftig stärker nationalstaatlich abgeschotteten Europas.

Aus: Ulrich Schnakenberg „Politik in Karikaturen II“, 2017, Seite 91 © Mit freundlicher Genehmigung vom Wochenschau Verlag, Schwalbach
M1 Globale Handelsungleichgewichte – Protektionismus als Ausweg?
Grundsätzliche Überlegungen und ausgewählte Beispiele zum Heftthema Karikaturen im politisch-ökonomischen Unterricht
Icon Premium-Beitrag der Zeitschrift Unterricht Wirtschaft + Politik Methode & Didaktik Schuljahr 9-13

Die Arbeit mit Karikaturen bietet Chancen für einen motivierenden, abwechslungsreichen, inhaltlich anspruchsvollen und ertragreichen Politik- und Wirtschaftsunterricht. Dennoch treten beim Einsatz im Unterrichtsalltag oft Probleme auf: Schülerinnen und Schüler übersehen wichtige Details oder erkennen Anspielungen und Metaphern nicht; eine lediglich oberflächliche Betrachtung führt zu vorschnellen, unreflektierten Urteilen und Fehlinterpretationen. Wie kann man diese Schwierigkeiten überwinden und die Potenziale der Karikatur besser nutzen? Der Beitrag widmet sich diesen Fragen anhand zweier praxisbewährter Beispiele zum Heftthema.