Geld und Geldpolitik

Geld und Geldpolitik

Unterricht Wirtschaft + Politik | Ausgabe Nr. 3/2017

Geld regiert bekanntlich die Welt! Wir brauchen es täglich in verschiedenen Formen. Aber was ist Geld und warum nutzen wir es eigentlich?

Inhaltsverzeichnis
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Im Euroraum liegt die Verantwortung für die Geldpolitik seit 1999 beim Eurosystem, das von der Europäischen Zentralbank (EZB) und den nationalen Zentralbanken der Euro-Länder gebildet wird.
Geld und Geldpolitik
Icon Premium-Beitrag der Zeitschrift Unterricht Wirtschaft + Politik Methode & Didaktik Schuljahr 5-13

Heute haben wir es mit Geld in zwei Erscheinungsformen zu tun: zum einen jenes konkret zum Anfassen (Bargeld), zum anderen dasjenige in stoffloser Form (Buchgeld). Bargeld ist in Deutschland weiterhin das beliebteste und meistgenutzte Zahlungsmittel beim Einkauf (vgl. Deutsche Bundesbank 2015a). In den meisten Ländern wird Bargeld ausschließlich von der staatlichen Zentralbank in Umlauf gebracht, in Deutschland also von der Bundesbank. Sie stellt den Geschäftsbanken jederzeit ausreichend Bargeld in hoher Qualität zur Verfügung. Die Banken geben es dann an Unternehmen und private Haushalte weiter, zum Beispiel über das Auszahlen am Geldautomaten oder am Bankschalter. So gelangt das Bargeld in den Wirtschaftskreislauf.

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Im Unterricht ist das Thema „Geld“ bisher in der Regel unterbewertet.
Geld und Geldpolitik – Herausforderung für den Unterricht
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Ein für mündige Verbraucher, Erwerbstätige und Wirtschaftsbürger unerlässliches Grundverständnis der Funktionen und Erscheinungsformen des Geldes sowie der Ziele, Institutionen, Instrumente und Wirkungen der Geldpolitik lässt sich nicht im Schnelldurchgang vermitteln. Es muss im Rahmen eines spiralcurricular organisierten Wirtschaftsunterrichts sukzessive entfaltet werden – ansetzend bei alltagsweltlichen Erfahrungen mit Zahlungsformen und Zahlungsmitteln, fortschreitend über lebensnahe Beispiele für Änderungen des Binnen- und Außenwerts von Währungen (Inflation und Deflation; Aufwertung und Abwertung) oder für die Auswirkungen von Zinserhöhungen und -senkungen auf Geldanleger und Kreditnehmer bis hin zu den Konstruktionsprinzipien und Problemen der Währungsunion.