OLE CORDES

Spikeball

Netz Spikeball
Spikeball ist ein 360 Grad-Spiel, Fotos: Ole Cordes

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Der Trendsport aus den USA prädestiniert für die Schule

Spikeball ist ein „360-Grad-Spiel, wobei zwei Mannschaften mit je zwei bis drei Spielern gegeneinander um ein Netz am Boden spielen. Das Spielfeld kann mit Markierungshütchen abgegrenzt werden, sodass in einem Hallendrittel drei Spikeballfelder aufgebaut werden können. Je nach Teilnehmerzahl des Kurses können so bis zu 27 (mit einer wartenden Mannschaft je Feld) Teilnehmer versorgt werden.
Da Spikeball auf nahezu jedem Untergrund (Rasen, Sand, Schnee, Wasser etc.) gespielt werden kann, bietet es sich auch für den Unterricht außerhalb der Turnhalle bzw. als Bewegungsangebot bei Schulausflügen an.
Für den Aufbau benötigt man ein Spikeballnetz und einen Spikeball pro vier bis sechs Spieler sowie ggf. Markierungshütchen, Parteibänder oder Mannschaftshemdchen.
Spielverlauf
Das Spiel beginnt mit der Angabe. Nur hier ist eine Aufstellungsformation vorgeschrieben. Dabei stehen die Spieler einer Mannschaft nebeneinander, gegenüber dem gegnerischen Team. Die Angabe sollte 1,8 Meter vom Netz entfernt erfolgen. Der Ball wird mit einer Hand angeworfen und mit der anderen, flachen Hand ins Netz geschlagen, ohne dabei den Rand des Netzes zu berühren. Die Angabe sollte außerdem fair gespielt werden, sodass ein Spieler der gegnerischen Mannschaft den Ball erreichen kann. Da das Spiel grundsätzlich ohne Schiedsrichter gespielt wird, entscheidet das gegnerische Team, ob die Angabe den Voraussetzungen entspricht.
Nach der Angabe ist das Spiel eröffnet und jeder Spieler kann jede beliebige Position am Netz einnehmen; dies gibt dem Spiel den besonderen Reiz. Die Angabe muss nun vom gegnerischen Team angenommen werden und mit maximal drei Ballberührungen innerhalb der eigenen Mannschaft (wie im Volleyball) wieder ins Netz zurückgespielt werden. Wird der Ball an den Rand des Spikeballnetzes gespielt und erfährt der Ball dabei eine Richtungsänderung der Flugbahn, kann der Gegner auf Foul entscheiden und erhält den Punkt. Dies gilt ebenso bei einer Behinderung eines Spielers durch den Gegner. Berührt ein Spieler zweimal nacheinander den Ball oder springt der Ball zweimal im Netz auf, erhält ebenfalls das gegnerische Team einen Punkt. Gespielt wird bis elf oder 21 Punkte, mit zwei Punkten Abstand oder auf Zeit.
Erzielt die aufschlagende Mannschaft einen Punkt, so hat derselbe Spieler weiterhin Angabe, es wechselt aber der gegnerische annehmende Spieler (wie im Badminton-Doppel). Dies geschieht so lange, bis die andere Mannschaft einen Punkt erzielt. Dann schlägt diese nach den gleichen Regeln auf. Kommt die erste Mannschaft wieder zur Angabe, hat nun der zweite (bzw. dann ggf. der dritte) Spieler bis zum nächsten Punktverlust Aufschlag. Nach Erreichen der vereinbarten Punktezahl oder nach Ablauf der vereinbarten Zeit werden die Teams durchgewechselt oder ein neues Team eingewechselt. Dabei hat sich ein „King-of-the-Court-Turnier (2:2 in mehreren Teams) bewährt, da so sich nach kurzer Zeit homogene Gegnerteams zusammenfinden.
Fazit
Spikeball zeichnet sich durch seine dynamischen Spielabläufe und schnellen Ballwechsel aus. Es schult die Konzentration, das Auffassungsvermögen und fördert im besonderen Maße die Auge-Hand-Koordination. Mädchen und Jungen können problemlos miteinander konkurrieren und durch die oben genannten Regeln ist auch die Verletzungsgefahr beim Spikeball gering. Spikeball verbindet Elemente aus dem Volleyball, Tennis, Squash und ganz viel Neuartigem miteinander. Es gibt daher viele Gemeinsamkeiten mit den anderen Sportarten, aber auch wichtige Unterschiede, die Spikeball für ein breiteres Spektrum von Spielern, insbesondere Kinder, so interessant macht.

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Fakten zum Artikel
aus: Sport und Spiel Nr. 3 / 2019

Sport-Trends

Friedrich+ Kennzeichnung Unterricht (45-90 Min) Schuljahr 1-13
  • Thema: Spielen
  • Autor/in: OLE CORDES