Fitness Sekundarstufe I

Zirkeltraining mit Stationskarten

Effektiv und vielseitig: das Zirkeltraining. Wir stellen ihn ein Fitnesstraining vor, mit dem die Lernenden ihre eigene Leistungsfähigkeit bewerten und einzuschätzen lernen. Erfahren Sie hier mehr über den Kraftausdauerzirkels und die dazugehörigen Stationskarten.

Mädchen im Sportdress, das einen Ausfallschritt macht
Fitness verbessern mit Zirkeltraining im Sportunterricht. ©fizkes_istock

So macht Zirkeltraining Spaß: Ideen für Stationen und Aufwärmübungen

Fit zu sein, ist eine Herausforderung und hängt auch von Anstrengungsbereitschaft und Disziplin ab. Mit einem (Kraft-)Zirkeltraining mit Stationskarten kann jeder seine Fitness verbessern. Hier bekommen Sie Ideen für ein solches Unterrichtsvorhaben plus Zirkeltraining-Stationskarten zum Download.

Dieses Unterrichtsvorhaben wurde in einer heterogenen Lerngruppe der neuten Klasse entwickelt und durchgeführt. Das „Projekt Zirkeltraining“ inklusive Stationskarten umfasst fünf Doppelstunden, die sich wie folgt aufteilen.

Zirkeltraining mit Stationskarten: Überblick des Unterrichtsvorhabens

  • 1. Doppelstunde: Auseinandersetzung mit dem Fitnessbegriff und Bewusstheit für An- und Entspannung entwickeln. Erste bekannte Übungen korrekt ausführen.
  • 2. Doppelstunde: Ablauf und Organisation eines Zirkeltrainings zur Verbesserung der Kraft und Kraftausdauer: Wie führe ich die neuen Übungen korrekt aus?
  • 3. Doppelstunde: Die Bewertung und Einschätzung eigener Leistungsfähigkeit mittels eines Kraftausdauerzirkels
  • 4. und 5. Doppelstunde: Die Gestaltung eines individuell sinnvollen Trainings zur Verbesserung meiner eigenen Fitness. Gruppen entwickeln, erproben und präsentieren eine Übungsauswahl im Zirkeltraining.

Lernausgangslage für das Zirkeltraining

Neben der korrekten Ausführung der einzelnen Übungen, die insbesondere in der ersten und zweiten Doppelstunde thematisiert und geübt werden, ist für die Trainingswirksamkeit des Zirkeltrainings das stimmige Verhältnis aus objektivierbarer Belastung (insbesondere Bewegungsdauer, -umfang und Ausführungsgeschwindigkeit) und individueller Beanspruchung entscheidend.

Da die Schülerinnen und Schüler immer wieder Probleme haben, ihre Belastung so zu dosieren, dass genügend Energie für den gesamten Zirkeldurchgang übrig bleibt, wurde die Belastungszeit pro Station auf 30 Sekunden festgelegt. Dies erlaubt, je nach Übung, etwa 12–25 Wiederholungen/Belastungsintervall. Bei vier Stationen der Zirkeltraining-Stationskarten erreichten die Schülerinnen und Schüler meist hohe Wiederholungszahlen, sodass hier eher kraftausdauerorientiert gearbeitet wurde, während bei drei weiteren der Zirkeltraining-Stationskarten aufgrund weniger realisierbarer Wiederholungen eher nunmehr ein Krafttraining ausgeführt wurde.

Damit die Lernenden die Übungen korrekt ausführen, wird grundsätzlich in Partnerarbeit oder gar zu dritt gearbeitet, sodass immer mindestens eine Person beobachtet, ob die ausführende Person alles richtig macht.

sportpädagogik Nr. 6/2018 Training

Für viele Schülerinnen und Schüler spielt Training in der Freizeit eine bedeutende Rolle – ob im Vereinssport oder in informellen Settings. Doch das Thema ist auch relevant für den Sportunterricht. Denn hier werden Grundlagen gelegt, damit Lernende ihre motorischen Fähigkeiten auch außerhalb der Schule verbessern können sowie Kenntnisse über ein gesundheitsorientiertes Training erwerben.

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Durchführung des Zirkeltrainings mit Stationskarten

Nach dem Aufwärmen werden mit den Schülerinnen und Schülern die Stationen durchgegangen und wichtige Aspekte der korrekten Bewegungsausführung benannt. Somit wird an Vorwissen angeknüpft. Dies geschieht recht zügig. Der Aufbau mit den Übungen ist im hier genannten Beispiel aus den Vorstunden bekannt. Die Lerngruppe hat aus Motivationsgründen für jede Übung eigene Namen entwickelt. Auch auf Demonstrationen kann daher verzichtet werden. Bestehen noch Unsicherheiten, können die Bewegungsbeschreibungen auf den Stationskarten genutzt werden.

In Partnerarbeit wird jeweils 35 Sekunden abwechselnd an den Stationen der Zirkeltraining-Stationskarten gearbeitet. Partner, die nicht trainieren, haben die Aufgabe, die Bewegung zu beobachten und gegebenenfalls zu korrigieren. Innerhalb von 20 Sekunden soll der Stationswechsel erfolgen. Somit belastet sich jede Schülerin und jeder Schüler pro Station nur 35 Sekunden. Bei funktioneller Ausführung der Übungen zeigt sich, dass diese Belastungsdauer ausreichend ist.

Besonders hilfreich für die Organisation ist die gut sichtbare Nummerierung und somit die Reihenfolge der zu durchlaufenden Stationen. Außerdem entlastet ganz entscheidend die Runtastic-App, die in diesem Fall mittels Beamer auf ein als Leinwand dienendes Laken projiziert wurde. Denn neben der Visualisierung des Countdown wird über das Programm angesagt, wann die Belastungs- und wann die Erholungszeit beginnt und beendet ist.

Dies ermöglicht mir als Lehrkraft, wichtige Bewegungskorrekturen zu geben, ohne für den reibungslosen Ablauf sorgen zu müssen. Darüber hinaus hat sich die Lerngruppe in diesem Beispiel für motivierende Musik entschieden, die ebenfalls den Belastungsphasen zugeordnet werden kann und die Trainingsorganisation somit zusätzlich unterstützt. Der Zirkel wurde zweimal durchlaufen, jeweils 15 Minuten, sodass das Zirkeltraining mit Stationskarten nach etwa 35 Minuten beendet war.

Den kompletten Beitrag zum Unterrichtsvorhaben finden Sie hier:

Wie verbessere ich meine Fitness? Sportpädagogik 6/18

Fakten zum Artikel
Unterricht (> 90 Min) Schuljahr 8-10