Olfaktion und Emotion

Unterricht Biologie Nr. 295/2004

Bestellnummer: 53295
Medienart: Zeitschrift
Erscheinungsdatum: Mai 2004
Schulstufe / Tätigkeitsbereich: Sekundarstufe
Schulfach / Lernbereich: Naturwissenschaften, Biologie
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Lernen mit allen Sinnen
Das Riechen ist ein komplexer Prozess, der verschiedene Bereiche berührt: Chemie, Neurobiologie, Psychologie und Medizin. Gestalten Sie zu diesem Thema interessante Projekte und Unterrichtsstunden, die die Lebenswelt von Schülern einbeziehen!

Die Unterrichtsmodelle:

  • Die Bedeutung des Riechens bei Mensch und Tier
  • Das visuelle Primat – oder: "Sieht" man guten Geschmack?
  • Manipulation durch Düfte?
  • Riechen erzeugt Emotionen
  • Autor: Sebald, Franz
    Titel: Olfaktion & Emotion.
    Quelle: In: Unterricht Biologie,(2004) 295, S. 4–11

    Abstract: Die Nase dient nicht nur zum Atmen, sondern auch zur Aufnahme von Duftstoffen, die im Gehirn verarbeitet werden. Das Riechen hilft beim Wahrnehmen von Gefahren, Nahrung, Rivalen und Sexualpartnern. Weil ein Teil der Duftsignale im Limbischen System verarbeitet wird und nicht zur Großhirnrinde gelangt, können Gerüche unmittelbar Emotionen auslösen. Der Mechanismus der Duftreizrezeption und -verarbeitung ist inzwischen weitestgehend geklärt. Psychologen und Mediziner haben Zusammenhänge zwischen bestimmten Krankheitsbildern und dem Riechvermögen aufgedeckt. Nur in der Schule ist das Riechen bislang ein vergessener Sinn. (Orig.).

    Schlagwörter: Bedeutung, Riechen, Wahrnehmung, Naturwissenschaften, Sinneswahrnehmung, Physiologie, Biologie, Geruchssinn


    Autor: Prechtl, Helmut; Brauner, Klaus
    Titel: Die Bedeutung des Riechens bei Mensch und Tier.
    Quelle: In: Unterricht Biologie,(2004) 295, S. 12–20

    Abstract: Bei Tieren spielt der Geruchssinn bei Nahrungssuche und Sozialverhalten eine große Rolle. Dass das Riechvermögen auch für den Menschen große Bedeutung hat, wird den SchülerInnen bewusst, indem sie sich in die Situation einer Person versetzen, die nichts mehr riechen kann. Die SchülerInnen ermitteln ihre individuellen Riechschwellen für bestimmte Düfte und stellen fest, dass der Geruchssinn nach einiger Zeit adaptiert. Danach wenden sie sich den empfindlicheren Nasen der Tiere zu. Fallbeispielen entnehmen sie, wozu der Geruchssinn im Tierreich dient und wo sich der Mensch Tiernasen zunutze macht. (Orig.).

    Schlagwörter: Bedeutung, Riechen, Unterrichtseinheit, Schuljahr 05, Schuljahr 06, Schuljahr 07, Wahrnehmung, Naturwissenschaften, Biologieunterricht, Sinneswahrnehmung, Unterrichtsgestaltung, Mensch, Unterrichtsorganisation, Biologie, Erkennen, Tier, Unterrichtsmaterial, Naturwissenschaftlicher Unterricht, Geruchssinn, Arbeitsbogen, Sekundarstufe I


    Autor: Thomas, Bernd
    Titel: Das visuelle Primat – oder: Sieht man guten Geschmack?
    Quelle: In: Unterricht Biologie,(2004) 295, S. 21–25

    Abstract: Allein der Anblick eines Getränks oder einer Speise produziert ziemlich genaue Vorstellungen über deren Geschmack, noch bevor Geschmacks- oder Geruchssinneszellen überhaupt gereizt wurden. Den SchülerInnen werden intensiv gefärbte Lebensmittel oder entsprechende Anzeigen präsentiert. Die SchülerInnen diskutieren, welche Produkte sie gerne probieren würden und welchen Geschmack sie erwarten. Geschmackstests belegen, dass sich der Mensch bei Wahl und Identifizierung von Lebensmitteln mehr auf das visuelle System als auf Geruch und Geschmack verlässt. (Orig.).

    Schlagwörter: Bedeutung, Riechen, Unterrichtseinheit, Schmecken, Schuljahr 07, Schuljahr 08, Schuljahr 09, Naturwissenschaften, Biologieunterricht, Sinneswahrnehmung, Unterrichtsgestaltung, Sehen, Unterrichtsorganisation, Farbe, Biologie, Unterrichtsmaterial, Naturwissenschaftlicher Unterricht, Geruchssinn, Sekundarstufe I


    Autor: Büll, Lars; Lütjohann, Uwe
    Titel: Manipulation durch Düfte?
    Quelle: In: Unterricht Biologie,(2004) 295, S. 26, 31–38

    Abstract: Dass Duftstoffe oft nur als Hintergrundphänomen erlebt werden, gibt ihnen ein ganz besonderes manipulatives Potenzial. Schnuppernd erleben die SchülerInnen, dass Düfte bei ihnen stets Emotionen hervorrufen. Mit falschen Duft beimpfte Lebensmittel demonstrieren, dass es auch olfaktorische Täuschungen gibt. Nachdem die SchülerInnen selbst Düfte aus der Retorte produziert haben, werden die Möglichkeiten einer kommerziellen Nutzung von Düften diskutiert. Abschließend komponieren die SchülerInnen einen eigenen Marketing-Duft. (Orig.).

    Schlagwörter: Bedeutung, Verhalten, Unterrichtseinheit, Schuljahr 10, Schuljahr 11, Schuljahr 12, Schuljahr 13, Sekundarbereich, Wahrnehmung, Naturwissenschaften, Biologieunterricht, Beeinflussung, Sinneswahrnehmung, Unterrichtsgestaltung, Sekundarstufe II, Unterrichtsorganisation, Biologie, Unterrichtsmaterial, Naturwissenschaftlicher Unterricht, Geruchssinn, Sekundarstufe I, Manipulation


    Autor: Ruhs, Barbara
    Titel: Synästhesie.
    Quelle: In: Unterricht Biologie,(2004) 295, S. 27–30

    Abstract: Schätzungsweise bei jedem 2000. Menschen überschneiden sich die Sinneswahrnehmungen: So genannte Synästhetiker riechen, wenn sie etwas sehen, oder sehen, wenn sie eigentlich hören. Aber auch normale Menschen verspüren beim Anblick eines gelben Getränks unwillkürlich den aromatischen Duft und Geschmack einer Zitrone. Auf solche Erinnerungen und Assoziationen setzen zunehmend Marketing-Experten, wenn sie die Verbraucher an ihre Produkte binden wollen. Die vorliegenden Materialien stellen das Phänomen der Synästhesie vor und machen eigene sinnesübergreifende Wahrnehmungen bewusst. (Orig.).

    Schlagwörter: Nahrungsmittel, Wahrnehmung, Naturwissenschaften, Beeinflussung, Sinneswahrnehmung, Geschmackssinn, Phänomen, Farbe, Biologie, Sachinformation


    Autor: Sebald, Franz
    Titel: Riechen erzeugt Emotionen.
    Quelle: In: Unterricht Biologie,(2004) 295, S. 39–47

    Abstract: Selbst unbewusste Duftwahrnehmungen lösen körperliche Reaktionen aus. Mithilfe eines Hautwiderstand-Messgeräts lässt sich im Schülerversuch zeigen, dass bei der Präsentation eines Duftes die Hautleitfähigkeit aufgrund zunehmender Hautfeuchte steigt. Die SchülerInnen erfahren, dass Düfte über das Limbische System ohne Kontrolle durch das Großhirn unmittelbar bestimmte physiologische Reaktionen auslösen. Welche Bedeutung Düfte und Gerüche im Leben des Menschen hat, diskutieren die SchülerInnen anhand verschiedener Fallbeispiele. (Orig.).

    Schlagwörter: Bedeutung, Verhalten, Riechen, Haut, Feuchtigkeit, Wahrnehmung, Emotion, Naturwissenschaften, Experiment, Biologieunterricht, Beeinflussung, Sinneswahrnehmung, Physiologie, Veränderung, Sekundarstufe II, Biologie, Naturwissenschaftlicher Unterricht, Geruchssinn, Arbeitsbogen


    Autor: Hornung, Gerhard
    Titel: Fremd oder verwandt?
    Quelle: In: Unterricht Biologie,(2004) 295, S. 48–49

    Abstract: Bei den Belding-Erdhörnchen (Citellus beldingi) leben mehrere Generationen kooperativ zusammen. Die Weibchen nehmen auch fremde Jungtiere an und versorgen sie. Adulte Männchen wandern ab. Die SchülerInnen überprüfen anhand wissenschaftlicher Untersuchungsergebnisse, ob die Hörnchen verwandte von nichtverwandten Artgenossen unterscheiden können und ob ihr Sozialverhalten vom Verwandtschaftsgrad bestimmt wird. (Orig.).

    Schlagwörter: Verhalten, Verhaltensforschung, Sekundarbereich, Beobachtung, Zoologie, Naturwissenschaften, Experiment, Biologieunterricht, Soziales Verhalten, Sekundarstufe II, Biologie, Tier, Unterrichtsmaterial, Naturwissenschaftlicher Unterricht, Aufgabensammlung, Sekundarstufe I


    Autor: Ruhs, Barbara
    Titel: Kann man das Immunsystem konditionieren?
    Quelle: In: Unterricht Biologie,(2004) 295, S. 50–51

    Abstract: Das Interesse der Transplantation richtet sich auf Prozesse, die das Immunsystem herunterregulieren und damit Abstoßungsreaktionen vorbeugen. Erst seit einigen Jahren weiß man, dass Nerven- und Immunsystem über gemeinsame Botenstoffe in Verbindung stehen. Indem sie die Frage diskutieren, ob sich durch klassische Konditionierung eine Immunsuppression erreichen lässt. (Orig.).

    Schlagwörter: Bedeutung, Hormon, Immunsystem, Botenstoff, Naturwissenschaften, Experiment, Transplantation, Biologieunterricht, Beeinflussung, Konditionierung, Regulation, Sekundarstufe II, Biologie, Tier, Unterrichtsmaterial, Naturwissenschaftlicher Unterricht, Aufgabensammlung, Nervensystem


    Autor: Högermann, Christiane
    Titel: Regulation des Blutzuckerspiegels.
    Quelle: In: Unterricht Biologie,(2004) 295, S. 52–53

    Abstract: Ein konstanter Blutzuckerspiegel ist die Gewähr dafür, dass alle Zellen des Organismus ständig mit ihrem wichtigsten Energielieferanten, der Glucose, versorgt werden. Die SchülerInnen sollen den Regelmechanismus beschreiben und begründen, warum unbehandelte Diabetes-Patienten abmagern können. Außerdem sollen die SchülerInnen entscheiden, ob das Modell der Enzyminduktion auch auf die Insulinsynthese anzuwenden ist, und erklären, warum Schweineinsulin zwar lange Zeit in der Diabetes-Therapie fehlendes Humaninsulin ersetzte, aber kein optimaler Erdsatz ist. (Orig.).

    Schlagwörter: Bedeutung, Modell, Blutzucker, Naturwissenschaften, Biologieunterricht, Stoffwechsel, Biochemie, Regulation, Sekundarstufe II, Insulin, Biologie, Unterrichtsmaterial, Naturwissenschaftlicher Unterricht, Aufgabensammlung, Organismus


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