Literatur und Geschichte

Geschichte in Wiss. u. Unterr. Nr. 9/1998

Bestellnummer: 523165
Medienart: Zeitschrift
Erscheinungsdatum: September 1998
Schulstufe / Tätigkeitsbereich: Sekundarstufe
Schulfach / Lernbereich: Geschichte & Gesellschaft, Geschichte
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Aus dem Inhalt:
Peter Schumann:
Theodor Fontane und die Juden

Bernd Weisbrot:
Kriegerische Gewalt und männlicher Fundamentalismus

Autor: Schumann, Peter
Titel: Theodor Fontane und die Juden.
Quelle: In: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht,(1998) 9, S. 530–543

Abstract: Fontanes Verhältnis zum Judentum und zu den Juden seiner Zeit ist facettenreich, keineswegs klar. Die Wissenschaft ist dieser Frage bisher aus erklärbarer Scheu kaum ausreichend nachgegangen. Zahlreiche Äußerungen des Dichters – vor allem in der umfangreichen Korrespondenz – suggerieren Nähe zum Antisemitismus. Doch Fontane war sowenig ein Antisemit wie ein Philosemit. Seine heute irritierende Nichteindeutigkeit in der Judenfrage hat tief in seiner Künstlerpersönlichkeit liegende Ursachen. (Verlag).

Schlagwörter: Reformierte Kirche, Prosa, Geschichtsunterricht, Einstellung , Literaturgeschichte, Literaturwissenschaft, Textinterpretation, Christentum, Jude, Biografie, Fontane, Theodor, Charakterisierung, Protestantismus, Skeptizismus, Geschichtswissenschaft, Schriftsteller, 19. Jahrhundert, Glaube, Sachinformation


Autor: Weisbrod, Bernd
Titel: Kriegerische Gewalt und männlicher Fundamentalismus.
Quelle: In: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht,(1998) 9, S. 544–560

Abstract: Ernst Jünger, der gefeierte Künstler des soldatischen Nationalismus und Vordenker der Konservativen Revolution in der Weimarer Republik, kam durch die literarische und politische Verarbeitung des Kriegserlebnisses zu sich selbst als Autor, als Propagandist und als Mann. Seine Erfahrung der kriegerischen Gewalt und seine Identität als männlicher Held sind als Suche nach dem sicheren Geschlecht und dem heiligen Mythos der Nation zu lesen. In Stahlgewitter und Der Kampf als inneres Erlebnis öffnen als Ego-Dokumente den Zugang zu jenem Männlichkeitsprogramm, das den politischen Kern seines entschlossenen Nationalismus ausmachte: Die Sehnsucht nach der männlichen Eindeutigkeit im blutigen Exorzismus des Krieges, im heroischen Realismus des nationalen Wollens, in der Zuspitzung und Scheidung des deutschen Wesens von der jüdischen Art, im Lobpreis von Opfersucht und Tatbereitschaft in der totalen Mobilmachung, all das macht aus Ernst Jünger einen Protagonisten des männlichen Fundamentalismus. Ungeachtet seines späteren literarischen OEuvres liegt der Kern seines Erfolgs in diesem Deutungsangebot: Es lieferte seine männliche Begründung für die spätere Sehnsuch der bürgerlichen Nachkriegsgeneration und ein bleibendes Programm für die moralische Selbstentstellung der deutschen Gesellschaft, auch in der zweiten Nachkriegszeit. (Verlag).

Schlagwörter: Heldentum, Geschichtsunterricht, Einstellung , Juenger, Ernst, Leitbild, Nationalismus, Politik, Weltkrieg I, Krieg, Gewalt, Fundamentalismus, Militär, Mann, Mythos, Politische Einstellung, Konservatismus, Sachinformation


Autor: Neugebauer-Wölk, Monika
Titel: Absolutismus und Aufklärung.
Quelle: In: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht,(1998) 9, S. 561–578

Schlagwörter: Bildungswesen, Deutsches Reich, Aufklärung , Geschichtsunterricht, Literaturbericht, 18. Jahrhundert, Friedrich , Geschichtsepoche, Absolutismus, Modernisierung, 17. Jahrhundert, Ideengeschichte, Rationalismus, Internationale Politik, Politische Geschichte, Staat, Militärgeschichte, Brandenburg-Preußen, Frühe Neuzeit, Feudalismus, Deutsche Geschichte, Geschichtswissenschaft, Ancien Régime, Sachinformation


Archiv

Bisher erschienene Ausgaben:

1/2 2020 - Urteilsbildung im Geschichtsunterricht
11/12 2019 - Reichtumsgeschichte
9/10 2019 - Holocaustgeschichte in Forschung und Unterricht
7/8 2019 - DDR-Geschichte vermitteln
5/6 2019 - Friedensschlüsse
3/4 2019 - Standardthemen des Geschichtsunterrichts revisted
1/2 2019 - Disability History
11/12 2018 - Kompetenzorientierung im Geschichtsunterricht – eine Bestandsaufnahme
9/10 2018 - Ding-Geschichte
7/8 2018 - Empirische Studien
5/6 2018 - Selbstzeugnisse
3/4 2018 - Tourismusgeschichte
1/2 2018 - Skandalgeschichte
11/12 2017 - Curriculumentwicklung
9/10 2017 - Reformation
7/8 2017 - Personalentscheidungen
5/6 2017 - Osmanisches Europa
3/4 2017 - Geschichtsunterricht in anderen Ländern
1/2 2017 - Museumspädagogik heute
11/12 2016 - Elemente
9/10 2016 - Konjunkturen des Mittelalters
7/8 2016 - Geschichte der Wohlfahrtsstaaten
5/6 2016 - Deutsche Auslandsschulen
3/4 2016 - Geschichtslehrerausbildung in der ersten Phase
11/12 2015 - Sound History
9/10 2015 - Lehrerforschung – Schulbuchforschung
7/8 2015 - Literatur und Geschichte
5/6 2015 - Geschichte der Sklaverei
3/4 2015 - Angewandte Geschichte
1/2 2015 - Menschenrechte und Humanitarismus
11/12 2014 - Geschichtslehrerausbildung in der zweiten Phase
9/10 2014 - "Nehmen" im Mittelalter
5/6 2014 - Erster Weltkrieg
3/4 2014 - Intellektuellengeschichte im Kalten Krieg
1/2 2014 - Gendergeschichte
11/12 2013 - Handlungsorientierte Lehr- und Lernarrangements
9/10 2013 - Bürgerproteste in der Geschichte
7/8 2013 - Geschichte im Film
1/2 2013 - Internationale Schulbuchforschung
11/12 2012 - Historische Ausstellungen- neue Herausforderungen
3/4 2012 - Archäologie in Forschung und Unterricht
1/2 2011 - Erinnerungsorte
9/2010 - Empirische Forschung – Filmrezeption
5/6 2010 - Weltwirtschaftskrise
4/2010 - Raum und Karte
3/2010 - Globalgeschichte der Antike
2/2010 - Geschichte lehren an der Hochschule
12/2009 - Konstruktivismus
11/2009 - Orientierungswissen im Geschichtsunterricht
5/6 2009 - Nationalsozialismus
4/2009 - Kreatives Schreiben im Geschichtsunterricht
3/2009 - "Einheit der Geschichte"?
5/6 2008 - Olympische Spiele
2/2008 - Medizingeschichte
1/08 2007 - Lernen mit Medien
7/8 2007 - Bilder und ihre Wahrnehmung
3/2007 - Erinnern an den Nationalsozialismus
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