Der Altsprachl. Unterr. Nr. 6/92

Femina docta (Schriftstellerin)

Bestellnummer: 521048
Medienart: Zeitschrift
Erscheinungsdatum: November 1992
Schulstufe / Tätigkeitsbereich: Sekundarstufe
Schulfach / Lernbereich: Altsprachlich
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Autor: Barie, Paul
Titel: Du hast keinen Anteil an den Rosen Pierias.... Ueberlegungen zu Sapphos Selbstbild.
Quelle: In: Der Altsprachliche Unterricht,(1992) 6, S. 5–18

Abstract: Auf der Folie literaturhistorischer und sozialgeschichtlicher Voraussetzungen interpretiert der folgende Beitrag Sapphos Selbstzeugnisse als einen wesentlichen Schritt zum Ich im Rahmen der altgriechischen Dichtung. Die Dichterin setzt sich – ohne Polemik – als Frau von maennlichen Selbstbildern ab und insistiert auf ihrer Bevorzugung durch Aphrodite und die Musen; ihre Werke sind ihr durch die Goetter vermittelt. Im sicheren Gefuehl des eigenen Wertes grenzt Sappho mit ihrem Kreis die amusischen Frauen aus und vindiziert fuer ihr eigenes Werk eine den Tod ueberdauernde Teilhabe am Schoenen. Der Aufsatz plaediert nachhaltig dafuer, griechische Texte zweisprachig zu lesen. UNTERRICHTSGEGENSTAND: Ueberlegungen zu Sapphos Selbstbild.

Schlagwörter: Altertum, Lyrik, Griechenland, Unterrichtsplanung, Schuljahr 12, Selbstbewusstsein, Übersetzung, Autor, Textinterpretation, Bilingualismus, Grundkurs, Sekundarstufe II, Unterrichtsmaterial, Literaturunterricht, Griechisch, Sappho, Lektüre, Frau


Autor: Probst, Susanne; Probst, Veit
Titel: Frauendichtung in Rom: Die Elegien der Sulpicia.
Quelle: In: Der Altsprachliche Unterricht,(1992) 6, S. 19–36

Abstract: Die Geschichte der Sulpicia, die im dritten Buch des Corpus Tibullianum ueberliefert sind, stellen eines der ganz wenigen weiblichen Selbstzeugnisse aus der roemischen Antike in lateinischer Sprache dar und lohnen schon als solches – zumal bei ihrem geringen Umfang – die Lektuere. Sie ergaenzen vortrefflich eine Lektuereeinheit, die die roemische Liebeselegie zum Thema hat, weil sie deren maennlich bestimmtem Frauenbild das Zeugnis einer jungen Frau entgegenstellen, die in stillschweigender Auseinandersetzung mit diesem Bild ihr stolzes Selbstbewusstsein als liebende Patriziertochter ueber die Normen der Gesellschaft stellt. Der Beitrag bietet auf der Basis einer eingehenden Forschungsgeschichte, die zur sachlichen und aesthetischen Urteilsfindung dienen kann, eine detaillierte Kommentierung, Uebersetzung und Interpretation aller Sulpicia-Gedichte im Zusammenhang, ohne einen Sulpicia-Roman konstruieren zu wollen.

Schlagwörter: Altertum, Lyrik, Literaturgeschichte, Selbstbewusstsein, Übersetzung, Autor, Textinterpretation, Didaktische Erörterung, Latein, Liebe, Unterrichtsmaterial, Literaturunterricht, Italien, Sulpicia, Gedicht, Dichtung, Elegie, Frau


Autor: Schibel, Wolfgang
Titel: Geziemt es dem weiblichen Geschlecht, heidnische Autoren zu lesen? Humanismus und Frauenbildung in der fruehen Neuzeit.
Quelle: In: Der Altsprachliche Unterricht,(1992) 6, S. 37–59

Abstract: Moeglichkeiten und Grenzen weiblicher Bildung im Zeitalter des Humanismus untersucht der folgende Beitrag am Beispiel dreier Texte bedeutender Erziehungstheoretiker, die jeweils fuer verschiedene Adressaten schreiben: Waehrend Leonardo Bruni sich an die gebildete Fuerstin wendet, die er – ebenso wie ihren Gatten – fuer die neue Bewegung zu gewinnen sucht, entwirft Juan Luis Vives ein Erziehungsprogramm fuer junge Maedchen, das Nonnen- und Hausfrauenbildung im Zeichen der Sozialdisziplinierung des fruehmodernen Staates verschmilzt. Unter religioesem Vorzeichen fordert der grosse Paedagoge Jan Amos Comenius eine Verbesserung der Frauenbildung, ohne an gesellschaftliche Konsequenzen fuer die Stellung der Frau zu denken. Die ausgewaehlten Texte eignen sich vorzueglich als Diskussionsgrundlage fuer eine Debatte um eine besondere weibliche Bildung: Andersgeartete historische Verhaeltnisse helfen den Blick schaerfen fuer die Problematik der Frauenbildung in unserer Zeit.

Schlagwörter: Bildungstheorie, Humanistische Bildung, Mädchenbildung, Geschichte , Text, Frauenbildung, Frühe Neuzeit, Latein, Sachinformation


Autor: Wiegand, Hermann; Stancic, Pia
Titel: Quadriga feminarum doctarum. Vier gelehrte Schriftstellerinnen in der Fruehen Neuzeit.
Quelle: In: Der Altsprachliche Unterricht,(1992) 6, S. 60–87

Abstract: In der auf die Antike bezogenen internationalen Gelehrtenrepublik der Neuzeit bilden in griechischer und lateinischer Sprache schreibende Frauen (feminae doctae) eine von den Zeitgenossen vielbeachtete Ausnahmeerscheinung, die indessen von der Literaturgeschichtsschreibung bald vergessen wurde. Authentische Zeugnisse von vier solchen gelehrten Frauenzimmern in Prosa und Vers will dieser Aufsatz vorstellen und so einen Beitrag zur Wiederentdeckung wichtiger humanistischer Autorinnen der fruehen Neuzeit auch fuer einen Lateinunterricht leisten, der von maennlichen Themen zu sehr bestimmt wird. Gerade Maedchen werden in Auseinandersetzung mit weiblichen Vorgaengerinnen Lateinunterricht in hoeherem Mass als ihre Sache begreifen. Die vorgeschlagene Lektuereeinheit kann mit einer Sequenz ueber schreibende Frauen in der Antike ohne weiteres verbunden werden und zeigt Bedeutung und Kontinuitaet der antiken Literatur bis in die Vorgeschichte der Moderne, zu der trotz aller Behinderung gelehrte Frauen nicht unwesentlich beigetragen haben.

Schlagwörter: Humanismus, Prosa, Autor, Didaktische Erörterung, Text, Frauenbildung, Altsprachlicher Unterricht, Frühe Neuzeit, Latein, Vers, Unterrichtsmaterial, Griechisch, Frauengeschichte, Wissenschaftler, Lektüre, Frau


Autor: Weddigen, Klaus
Titel: Johannes Amos Comenius.
Quelle: In: Der Altsprachliche Unterricht,(1992) 6, S. 88–106

Abstract: In diesem Aufsatz wird keine wuerdigende Beschreibung des Paedagogen Comenius versucht – derlei wird immer wieder von dazu berufenen Fachleuten geleistet, die sich ein Wissenschaftsleben hindurch mit dem barocken Denken bschaeftigen. Aus solchen Beschaeftigungen koennen wir Praktiker Anregungen entnehmen, aber wir koennen uns nicht mehr in die gelehrte Reihe der speziellen Kenner eingliedern. hier geht es um etwas anderes: Es soll versucht werden, einen Denker, der sich auch intensiv mit paedagogischen Fragen beschaeftigt hat, in einer Art Gespraech ueber die Jahrhunderte hinweg, die uns von ihm trennen, zu befragen; dabei werden wir die Begrenzungen, die dieser Abstand mit sich bringt, immer wieder spueren. Aber die in wichtigen Punkten ganz anderen Ausgangspositionen, die uns von Comenius trennen, sind uns gerade noetiger Zwang zur Korrektur seiner Gedanken, ein Zwang, nicht rezeptiv oder historisch wuerdigend ein Werk aus wissenschaftlicher Distanz zu betrachten, sondern uns zu fragen, ob auch wir noch Ausgangspositionen besitzen, die uns berechtigen, die Sprache Latein zu lehren – und sie so zu lehren, wie wir es tun.

Schlagwörter: Spieltheorie, Lateinunterricht, Konzeption, Schulbuch, Pädagoge, Methodik, Latein, Unterricht, Comenius, Johann Amos, Sachinformation


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