Der Altsprachl. Unterr. Nr. 5/90

Caesar als Erzählstratege

Bestellnummer: 521034
Medienart: Zeitschrift
Erscheinungsdatum: August 1990
Schulstufe / Tätigkeitsbereich: Sekundarstufe
Schulfach / Lernbereich: Altsprachlich
Preis: 17,90 € *
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Lieferstatus: Vergriffen ohne Neuauflage

Autor: Ruepke, Joerg
Titel: Gerechte Kriege – geraechte Kriege. Die Funktion d. Goetter in Caesars Darstellung d. Helvetierfeldzuges.
Quelle: In: Der Altsprachliche Unterricht,(1990) 5, S. 5–13

Abstract: Der Beitrag befasst sich mit dem erstaunlichen Phaenomen, dass Caesar in seiner Darstellung des Bellum Gallicum offensichtlich ganz bewusst auf die in der antiken Kriegsberichterstattung sonst uebliche Funktion der eingreifenden Goetter (Goetterepiphanie im Krieg) verzichtet. Angesichts dieses nahezu vollstaendigen Fehlens der religioesen Dimension in der Gesamtdarstellung verdient die Passage des Helvetierfeldzuges (B. G. I 15–18), in der sich auch Caesar ausdruecklich auf den Ratschluss der unsterblichen Goetter beruft, besondere Beachtung: Im Kontext der explizit formulierten Kriegsmotive und vor dem Hintergrund des roemischen Fetialrechts wird die mit der Erwaehnung der Goetter an dieser Stelle verfolgte spezifische Aussageabsicht eingehend diskutiert.

Schlagwörter: Funktion , Bericht, Textinterpretation, Text, Caesar, Gaius Julius, Götter, Krieg, Latein, Römische Geschichte, Gottesvorstellung, Sachinformation


Autor: Auffahrt, Christoph
Titel: Gott mit uns. Eine gallische Niederlage durch Eingreifen d. Goetter in d. augusteischen Geschichtsschreibung (Pompeius Trogus 24.6–8).
Quelle: In: Der Altsprachliche Unterricht,(1990) 5, S. 14–38

Abstract: Der Beitrag befasst sich mit der ueblichen Funktion der Goetter in den Kriegsdarstellungen antiker Autoren und stellt als repraesentatives Beispiel die Schilderung des Pompeius Trogus vom Angriff des Brennus auf das delphische Heiligtum (Iustinus 24.6–8) vor. Neben didaktisch- methodischen Erlaeuterungen zur Interpretation des Textes im schulischen Lateinunterricht finden sich Ueberlegungen, die die vergleichende Lektuere von Passagen aus Caesars De Bello Gallico anregen: ein Werk, das – abweichend von der herkoemmlichen Form antiker Kriegsberichterstattung – ganz bewusst auf die Funktionalisierung der Goetter (Goetterepiphanie im Krieg) und die religioese Dimension verzichtet.

Schlagwörter: Altertum, Bericht, Textinterpretation, Pompeius Trogus, Text, Krieg, Latein, Römische Geschichte, Gottesvorstellung, Sachinformation


Autor: Siebenborn, Elmar
Titel: Bellum iustum. Caesar in d. abendlaend. Theorie d. Gerechten Krieges.
Quelle: In: Der Altsprachliche Unterricht,(1990) 5, S. 39–55

Abstract: Ausgehend von der herkoemmlichen Fachinterpretation, Caesar habe mit seinen Commentarii ueber den Gallischen Krieg die Rechtfertigung seiner politisch- militaerischen Massnahmen beabsichtigt, untersucht der Beitrag, inwieweit er sich dabei auf die Theorie des bellum iustum – des Gerechten Krieges – beruft. Nach einer Retrospektive auf die historische Entwicklung der Theorie bis zur Gegenwart Caesars wird ausfuehrlich dargelegt, auf welche Weise sie fuer die Legitimierung insbesondere des Helvetierfeldzuges herangezogen wird. Neben allgemeinen Ueberlegungen zum Lektuereunterricht der Sekundarstufe II in diesem Zusammenhang, der die Kontinuitaet der bellum iustum-Lehre in der gesamten abendlaendischen Geistesgeschichte sichtbar machen sollte, finden sich konkrete didaktisch- methodische Hinweise fuer einen Caesarkurs in der Sekundarstufe I zu der komplexen und nach wie vor aktuellen Thematik.

Schlagwörter: Bericht, Sekundarbereich, Textinterpretation, Text, Caesar, Gaius Julius, Krieg, Latein, Staatsphilosophie, Römische Geschichte, Berechtigung, Sachinformation


Autor: Lohmann, Dieter
Titel: Leselenkung im Bellum Helveticum. Eine kriminologische Studie zu Caesar, B.G.I 15–18.
Quelle: In: Der Altsprachliche Unterricht,(1990) 5, S. 56–73

Abstract: Der Beitrag befasst sich mit der erzaehlerischen Absicht Caesars in seiner Darstellung des Bellum Gallicum. In diesem Zusammenhang werden exemplarisch die Handlungs- und Erzaehlstrukturen einer ausgewaehlten Textstelle (B. G. I 15–18) analysiert und in ihrem Verhaeltnis zur Erzaehlperspektive und Erzaehlabsicht des Autors interpretiert. Unter Bezugnahme auf die Literaturtheorie des Detektivromans wird dabei deutlich herausgearbeitet, wie sehr die Disposition des Stoffes, die Art der Argumentationsfuehrung und die Wahl der sprachlichen Ausdrucksmittel der gezielten Leserlenkung dienen.

Schlagwörter: Kriminalliteratur, Erzählperspektive, Textinterpretation, Beeinflussung, Text, Erzählforschung, Literaturtheorie, Caesar, Gaius Julius, Leser, Latein, Erzähltechnik, Sachinformation


Autor: Gluecklich, Hans-Joachim
Titel: Soldaten fuer Caesar? Vier Szenen aus d. Commentarii.
Quelle: In: Der Altsprachliche Unterricht,(1990) 5, S. 74–81

Abstract: Der Beitrag untersucht die erzaehlerischen Mittel, die Caesar in seinen Commentarii anwendet, um dem Leser seine Sicht der Dinge zu vermitteln. Am Beispiel zweier Soldatenauftritte aus dem Bellum Gallicum (4, 25, 3- 6) und aus dem Bellum Civile (3, 91) werden die caesarischen Darstellungsziele und -absichten herausgearbeitet; die Besonderheit seiner Erzaehltechnik wird anhand eines Vergleichs mit zwei weiteren Szenen deutlich, die in anderen Werken des Corpus Caesarianum enthalten, aber wohl nicht von Caesar selbst verfasst sind.

Schlagwörter: Erzählperspektive, Textinterpretation, Text, Caesar, Gaius Julius, Latein, Erzähltechnik, Sachinformation


Autor: Suerbaum, Werner
Titel: Caesaris Bellum Helveticum picturis narratum. Zum Caesar-Comic d. Grafen von Rothenburg.
Quelle: In: Der Altsprachliche Unterricht,(1990) 5, S. 82–95

Abstract: Der Beitrag befasst sich mit dem Verhaeltnis und der unterschiedlichen Aussagekraft von Bildgeschichte und Worterzaehlung und diskutiert in diesem Zusammenhang zusaetzliche didaktisch-methodische Moeglichkeiten, Caesars Bellum Helveticum im Unterricht zu behandeln. Dabei werden an ausgewaehlten Beispielen zunaechst charakteristische Merkmale und Vorzuege von Bildern im Vergleich zum erzaehlenden Text herausgearbeitet und im Anschluss die caesarische Erzaehlstrategie der eines Comics (Caesar-Comic zum Bellum Helveticum von Karl- Heinz Graf von Rothenburg) gegenuebergestellt: Auf welche Weise koennen Bilder durch ihre offensichtliche Anschaulichkeit zu einem vertieften Textverstaendnis heutiger Rezipienten beitragen?

Schlagwörter: Bildergeschichte, Anschauungsmaterial, Textinterpretation, Text, Caesar, Gaius Julius, Latein, Sachinformation, Comic


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