Personennamen

Praxis Deutsch Nr. 122/1993

Bestellnummer: 52122
Medienart: Zeitschrift
Erscheinungsdatum: November 1993
Schulstufe / Tätigkeitsbereich: Sekundarstufe
Schulfach / Lernbereich: Deutsch
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Autor: Linke, Angelika
Titel: Sprache und Geschlecht.
Quelle: In: Praxis Deutsch,(1993) 122, S. 2–8

Abstract: Die Autorin ermoeglicht einen ersten Einblick in den Forschungsbereich Sprache und Geschlecht, indem sie zunaechst die aus dem vereinbarten Sprachsystem resultierende, meist maskuline Pesonenbezeichnung den heute teilweise schon ueblichen femininen Formen bzw. der Verwendung von Paarformeln gegenueberstellt. Im wesentlichen wendet sie sich aber der Geschlechtsbedingtheit des Sprachverhaltens zu, d.h., sie referiert Forschungsansaetze und -erkenntnisse, wie sowohl auf der Wort- als auch auf der Satzebene Unterschiede im Sprachgebrauch auf geschlechtsspezifisch gelerntes Sprachverhalten zurueckzufuehren sind.

Schlagwörter: Geschlecht, Sprachgebrauch, Sprachverhalten, Sprache, Geschlechterrolle, Deutsch, Geschlechtsspezifische Sozialisation, Linguistik, Mann, Sachinformation, Frau


Autor: Kuegler, Hans
Titel: Novemberland – Deutschland- Angstland.
Quelle: In: Praxis Deutsch,(1993) 122, S. 10–14

Schlagwörter: Literatur, Lyrik, Sonett, Grass, Günter, Deutsch, Textinterpretation, Politik, Gegenwartsliteratur, Gedicht, Sachinformation, Deutschland


Autor: Schober, Otto
Titel: Personennamen.
Quelle: In: Praxis Deutsch,(1993) 122, S. 16–23

Abstract: Im vorliegenden Grundsatzartikel zur Namensgebung und zum Gebrauch von Eigen/Personennamen weist der Autor auf sprachlich-semantische Besonderheiten von Namen als Identifikatoren hin, um dann die Bedeutung von Namen fuer deren Traeger zu erlaeutern. Weiterhin zeigt er am Beispiel des rassistisch gepraegten Sprachunterrichts der NS-Zeit auf, wie Namenkunde als Teil einer systematisch geplanten Ausgrenzungsstrategie missbraucht werden kann. Zum Schluss stellt er Moeglichkeiten vor, wie das Thema Namen im Unterricht verschiedener Altersstufen erarbeitet werden kann. (Fri).

Schlagwörter: Didaktische Grundlageninformation, Fachdidaktik, Persönlichkeit, Eigenname, Deutschunterricht, Identität, Sprachunterricht, Name


Autor: Roeber-Siekmeyer, Christa
Titel: Jana, Madeleine, Kenneth, Nadine.
Quelle: In: Praxis Deutsch,(1993) 122, S. 24–26

Abstract: Mittels konkreter Beispiele werden vielfaeltige Moeglichkeiten beschrieben, wie die Namen der Schueler einer Klasse dazu dienen koennen, bei Erstklaesslern eine erste Einsicht in die Struktur der Buchstabenschrift und in die Graphem-Phonem-Beziehung anzubahnen. UNTERRICHTSGEGENSTAND: Schuelernamen als Unterrichtsthema

Schlagwörter: Schüler, Spracherwerb, Schuljahr 01, Lernerfolg, Deutsch, Affektive Entwicklung, Lesenlernen, Schriftsprache, Grundschule, Unterrichtsmaterial, Primarbereich, Unterrichtsentwurf, Sprachunterricht, Name


Autor: Oomen-Welke, Ingelore
Titel: Eigennamen als Einstieg in Sprachaufmerksamkeit.
Quelle: In: Praxis Deutsch,(1993) 122, S. 27, 33–34

Abstract: Nach einer Einfuehrung ueber die Tradition und Bedeutung der Namensgebung in unterschiedlichen kulturellen und gesellschaftlichen Zusammenhaengen folgen Vorschlaege, wie anhand der Schuelernamen eine sprachliche Aufmerksamkeit hergestellt werden kann, die neben der eher formalen Beschaeftigung mit Sprachgleichheiten bzw. -unterschieden auch ein Interesse an interkulturellen Fragestellungen im Hinblick auf die Namensgebung wecken kann. UNTERRICHTSGEGENSTAND: Eigennamen der Schueler

Schlagwörter: Schuljahr 01, Schuljahr 02, Schuljahr 03, Deutsch, Interkulturelle Bildung, Text, Kulturelle Bildung, Grundschule, Unterrichtsmaterial, Primarbereich, Unterrichtsentwurf, Sprachunterricht, Name


Autor: Lueckel, Regine
Titel: Mein Name -das bin ich.
Quelle: In: Praxis Deutsch,(1993) 122, S. 35–38

Abstract: Lernbereich: Deutsch; Jahrgangsstufe: Schuljahr 3; Schulstufe: Primarbereich; Schultyp: Grundschule; Art des Textes: Unterrichtsentwurf; Unterrichtsgegenstand: Eigennamen als Identitaetsmerkmale. Ausgehend von der Ueberzeugung, dass der Eigenname Ausdruck der Persoenlichkeit ist und nur mit Zustimmung des Traegers veraendert werden darf, beschreibt die Autorin eine Unterrichtseinheit, in der die Schueler durch Uebungen zur Selbstwahrnehmung dafuer sensibilisiert werden, den Wert und die Bedeutung des eigenen Namens zu erkennen und zu erleben, dass die Veraenderung des eigenen Namens durch andere eine Verletzung des Selbstwertgefuehls darstellen kann. (Fri).

Schlagwörter: Schuljahr 03, Ich, Selbstbewusstsein, Sprachbetrachtung, Grundschule, Eigenname, Unterrichtsmaterial, Deutschunterricht, Primarbereich, Unterrichtsentwurf, Identität, Name


Autor: Franz, Kurt; Meier, Bernhard
Titel: Seltsame Namen.
Quelle: In: Praxis Deutsch,(1993) 122, S. 39–41

Abstract: Die Autoren beschreiben die sprachliche und literarische Erarbeitung der Kinderballade Das Koenigreich von Nirgendwo von James Kruess. Neben der sprachlichen Analyse des Gedichtes enthaelt der Artikel einen Vorchlag zur unterrichtlichen Realisierung des Vorhabens in einer vierten bis sechsten Klasse. UNTERRICHTSGEGENSTAND: Das Koenigreich von Nirgendwo von James Kruess

Schlagwörter: Sprachspiel, Lyrik, Schuljahr 04, Schuljahr 05, Schuljahr 06, Ballade, Deutsch, Textinterpretation, Kruess, James, Text, Motiv , Sprachbetrachtung, Humor, Unterrichtsmaterial, Literaturunterricht, Gedicht, Primarbereich, Unterrichtsentwurf, Sekundarstufe I, Nonsense-Dichtung, Name


Autor: Seidel, Brigitte
Titel: Mit Namen kosen, necken, spotten, schmaehen.
Quelle: In: Praxis Deutsch,(1993) 122, S. 42–49

Abstract: Namen dienen der Identifikation und der Kommunikation. Die offiziellen Personennamen sind formal, ohne Aussage ueber den Traeger und unterliegen gesetzlichen Regelungen. Inoffizielle Namen, wie Kose- oder Spottnamen, werden dagegen immer bewusst auf eine Person bezogen. Sie druecken ein besonderes Verhaeltnis zwischen Namensgeber und Namenstraeger aus, das von Vertrautheit und Zuneigung bis zu Rivalitaet, Aggressivitaet und Diskriminierung reichen kann. Die Bildungsmoeglichkeiten sind extrem vielfaeltig und offen fuer Kreativitaet und Sprachwitz. Im Schulalltag finden sich zahlreiche Spitznamen fuer Mitschueler und Lehrer, so dass sich bei der Behandlung des Themas im Unterricht Sprachreflexion und eigene Erfahrungen der Schueler verbinden. Vorsicht ist allerdings geboten bei persoenlicher Betroffenheit. Die Schueler sollen lernen, ihr Handeln als Vergeber, Traeger und Verwender inoffizieller Namen bewusst wahrzunehmen und so auszurichten, dass sie das Wohl anderer beruecksichtigen. Anhand von Texten werden zunaechst Motive der Vergabe von Spitznamen und ihre Wirkung erarbeitet, dann wird der eigenen Umgang mit solchen Namen reflektiert und Empfehlungen erarbeitet. UNTERRICHTSGEGENSTAND: Spitznamen

Schlagwörter: Sprachhandlung, Sprache, Schuljahr 08, Schuljahr 09, Schuljahr 10, Deutsch, Text, Sprachbetrachtung, Humor, Unterrichtsmaterial, Unterrichtsentwurf, Sekundarstufe I, Zwischenmenschliche Beziehung, Tafelbild, Kreativität, Name


Autor: Schuster, Karl
Titel: Erkundungen zum eigenen Vornamen – gemeinsam mit anderen.
Quelle: In: Praxis Deutsch,(1993) 122, S. 50–52

Abstract: Lernbereich: Deutsch; Schulstufe: Sekundarstufe I; Schultyp: Gymnasium; Art des Textes: Unterrichtsentwurf; Kontextmaterial: Text; Arbeitsbogen; Unterrichtsgegenstand: Vornamen. Die Auseinandersetzung mit dem eigenen Vornamen kann Jugendlichen bei der Identitaetsbildung hilfreich sein. Diese Namenskunde umfasst neben der persoenlichbiographischen die historisch-etymologische und die aktuell-gesellschaftliche Dimension. Die Schueler recherchieren zunaechst zu ihrem eigenen Vornamen Herkunft, Bedeutung und beruehmte Namenstraeger und erkunden innerhalb der Familie die Kriterien der Namensgebung. Damit werden auch Gespraeche innerhalb der Familie angeregt. Der Zusammenhang von Name und Person wird im Unterricht vertieft durch Kreatives Schreiben, wie z. B. Akrosticha und Selbstportraits. Der Lernzielschwerpunkt liegt im affektiven Bereich. Beispiele fuer Schuelerarbeiten sind mit abgedruckt. (Sud).

Schlagwörter: Schuljahr 08, Schuljahr 09, Schuljahr 10, Vorname, Kreatives Schreiben, Ichbewusstsein, Unterrichtsmaterial, Deutschunterricht, Jugendlicher, Gymnasium, Unterrichtsentwurf, Sekundarstufe I, Identität, Name


Autor: Paefgen, Elisabeth K.
Titel: Wie fangen Romane an? Lese-Orientierung durch Namen.
Quelle: In: Praxis Deutsch,(1993) 122, S. 53–60

Abstract: Lernbereich: Deutsch; Schulstufe: Sekundarstufe II; Art des Textes: Unterrichtseinheit; Kontextmaterial: Text; Arbeitsbogen; Unterrichtsgegenstand: Romananfaenge. Romananfaenge wollen den Leser einfuehren in die fiktionale Welt und ihn zum Weiterlesen verfuehren. Dazu pendeln sie zwischen Geben und Vorenthalten von Informationen. Schon der Titel und der erste Satz sind von besonderer Bedeutung. Der Einsatz von Namen hat weitreichende Folgen fuer Textverstaendnis und Leseerwartung. Textbasis der Unterrichtseinheit sind die Anfaenge von Musils Toerless, Johnsons Mutmassungen ueber Jakob und Manns Professor Unrat. Ohne Vorinformationen analysieren die Schueler zunaechst den jeweils ersten Satz nach den Orientierungen und Erwartungen, die die verwendeten Namen schaffen. Danach schreiben sie selbst zu einem Anfang eine Fortsetzung, die dann mit dem ersten Absatz des Originals verglichen wird. Erst dann erhalten sie die vollstaendige Anfangspassage der Romane mit Informationen zu Titeln und Autoren zur genauen Analyse. Die Auswertung macht Unterschiede wie Parallelen deutlich und vermittelt exemplarische Kenntnisse ueber alle Romananfaenge. Abschliessend sollen die Schueler selbst einen Romananfang schreiben. Arbeitsblaetter und Beispiele fuer Schuelerarbeiten sind abgedruckt. (Sud).

Schlagwörter: Unterrichtseinheit, Literaturanalyse, Roman, Johnson, Uwe, Musil, Robert, Einführung, Kreatives Schreiben, Sekundarstufe II, Lesen, Motivation, Unterrichtsmaterial, Literaturunterricht, Mann, Heinrich, Deutschunterricht, Gymnasium


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