Briefe

Praxis Deutsch Nr. 117/1993

Bestellnummer: 52117
Medienart: Zeitschrift
Erscheinungsdatum: Januar 1993
Schulstufe / Tätigkeitsbereich: Sekundarstufe
Schulfach / Lernbereich: Deutsch
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Autor: Hurrelmann, Bettina; Schikorsky, Isa
Titel: Briefe.
Quelle: In: Praxis Deutsch,(1993) 117, S. 17–26

Abstract: Ausgehend von der Feststellung, dass das Telefonieren das Briefeschreiben keineswegs verdraengt hat, stellen die Autorinnen die historische Entwicklung des Briefes seit dem 19. Jahrhundert dar. Wird der Brief als Kommunikationsform durch die drei Merkmale Definitheit der Kommunikationspartner, Schriftlichkeit sowie Indirektheit und Phasenverschobenheit wesentlich bestimmt, so zeichnen sich im Verlauf der Entwicklung deutliche Tendenzen zur Differenzierung, Formalisierung, Reduzierung, Inszenierung und Veroeffentlichung der Briefform ab, was die Autorinnen jeweils an Beispielen belegen. Fuer die Schule ergeben sich daraus nicht nur Perspektiven fuer die Schreibdidaktik, sondern auch fuer den Literaturunterricht. So regen die Autorinnen das Lesen von Frauenbriefen des 18. Jahrhunderts und der Romantik sowie von Briefen kleiner Leute im 19. Jahrhundert als sinnvolle Verflechtung von Literaturgeschichte und Briefpraxis der SchuelerInnen an.

Schlagwörter: Brief, Textsorte, Kommunikation, Didaktische Grundlageninformation, Beispiel, Literaturgeschichte, Deutsch, Didaktische Erörterung, Fotografie, Text, Sozialgeschichte, Telefon, Romantik, Schriftsprache, Textanalyse, Unterrichtsmaterial, Literaturunterricht, Aufsatzunterricht


Autor: Weinrebe, Helge
Titel: Ih hap Post vuer dih.
Quelle: In: Praxis Deutsch,(1993) 117, S. 27–30

Abstract: Die Beschreibung eines lanjaehrigen Briefkontaktes zwischen Lehrerin und Schuelern gibt Anregungen dafuer, wie bereits Kinder des 1. Schuljahres dazu motiviert werden koennen, Informationen zu dokumentieren, d. h. Mitteilungen auch in schriftlicher Form zu machen. Dies koennen gemalte Bilder sein, von den Kindern erdachte Raetsel, selbst erfundene Geschichten etc. Wichtig fuer eine langanhaltende Motivation ist vor allem, dass die Kinder individuelle Antwortbriefe erhalten. Der Artikel gibt Auskunft darueber, wie ein solches Vorhaben mit vertretbarem Arbeitsaufwand realisiert werden kann. UNTERRICHTSGEGENSTAND: Mit Grundschulkindern Briefe schreiben

Schlagwörter: Schreibunterricht, Brief, Lernmotivation, Kommunikation, Deutsch, Schreiben, Schriftsprache, Grundschule, Unterrichtsmaterial, Primarbereich, Unterrichtsentwurf, Aufsatzunterricht


Autor: Korte, Claudia M.
Titel: Ich freue mich schon sehr auf Deinen naechsten Brief! .
Quelle: In: Praxis Deutsch,(1993) 117, S. 31–32

Abstract: Beschrieben wird das Vorhaben und die Realisation einer schriftlichen Korrespondenz zwischen einer ungarischen und einer deutschen Grundschulklasse. Neben der hohen Motivation durch die Tatsache, Post aus einem fremden Land zu bekommen, lernten die Kinder, mit der Kommunikationsform Brief und deren formalen Aspekten umzugehen, sie machten Erfahrungen mit dem informativen Gehalt von Schriftsprache und nicht zuletzt zeigten sie staktes Interesse an dem Land Ungarn und der Lebensweise der ungarischen Kinder. UNTERRICHTSGEGENSTAND: Briefeschreiben mit Grundschulkindern

Schlagwörter: Brief, Textsorte, Partnerklasse, Kommunikation, Internationale Beziehungen, Schuljahr 04, Deutsch, Interkulturelle Bildung, Europa, Schreiben, Briefwechsel, Gebrauchstext, Schriftsprache, Grundschule, Unterrichtsmaterial, Primarbereich, Unterrichtsentwurf, Aufsatzunterricht


Autor: Foerster, Marianne
Titel: Vertrautes – Vertrauliches.
Quelle: In: Praxis Deutsch,(1993) 117, S. 37–40

Abstract: Ausgehend von der Beobachtung, dass der Brief bei Schuelern immer noch ein beliebtes Kommunikationsmittel ist, das vor allem der Artikulation von Gefuehlen dient, zeigt die Autorin in einer kurzen Skizze, wie ueber einen fitkiven Briefwechsel eine andere Art der Auseinandersetzung mit literarischen Texten ermoeglicht werden kann. Dazu eignen sich besonders Texte, die von Gleichaltrigen handeln oder verfasst wurden. Die als Reaktion darauf entstandenen Schuelerbriefe zeichnen sich im Gegensatz zu sonstigen Schreibaufgaben durch besondere Vertraulichkeit, Dialogbereitschaft, Solidaritaet, Identifikation und Selbstanalyse aus. Die Darstellung wird durch den Abdruck einiger Texte von Jugenelichen und den dazu entstandenen Schuelerbriefen ergaenzt. UNTERRICHTSGEGENSTAND: Brieflicher Dialog mit einem fiktiven Gleichaltrigen

Schlagwörter: Realschule, Brief, Schüler, Kommunikationsmittel, Schuljahr 09, Subjektivität, Deutsch, Interpretationsmethode, Unterrichtsmaterial, Literaturunterricht, Jugendlicher, Unterrichtsentwurf, Sekundarstufe I, Aufsatzunterricht, Dialog


Autor: Haerle, Gerhard; Popp, Wolfgang
Titel: Briefe an Franz Kafka.
Quelle: In: Praxis Deutsch,(1993) 117, S. 41–46

Abstract: In ihrer Projektskizze zeigen die Autoren, wie die Auseinandersetzung mit privaten Briefen, insbesondere dem Briefwechsel zwischen Eltern und Kindern, spezifische Zugaenge zu kultur- und literaturhistorischen Epochen und Persoenlichkeiten eroeffnen kann. Am Beispiel der Behandlung des Briefes Franz Kafkas an seinen Vater wird dargestellt, wie die Annaeherung an einen Autor schrittweise ueber das Vorlesen des (gekuerzten) Brieftextes, die Arbeit in Gruppen zu Fragen des Erziehungsverhaltens, ein Autorenquiz sowie das Verfassen eines fiktiven Antwortbriefes des Vaters an den Sohn erfolgen kann. Literaturhinweise, eine gekuerzte Fassung des Kafkabriefes, die Vorlage fuer das Quiz und Auszuege aus Schuelerbriefen ergaenzen die Darstellung. UNTERRICHTSGEGENSTAND: Franz Kafkas Brief an seinen Vater

Schlagwörter: Realschule, Brief, Verhalten, Literaturgeschichte, Schuljahr 09, Schuljahr 10, Autor, Deutsch, Vater-Kind-Beziehung, Text, Biografie, Erziehung, Unterrichtsmaterial, Literaturunterricht, Kind-Eltern-Beziehung, Arbeitsbogen, Unterrichtsentwurf, Sekundarstufe I, Bild


Autor: Hurrelmann, Bettina
Titel: Einschleimend oder eine Frechtheit? Schillers Brief an den Herzog Karl Eugen.
Quelle: In: Praxis Deutsch,(1993) 117, S. 47–52

Abstract: Die Autorin zeigt in ihrer Unterrichtsskizze, wie Schillers Brief von 1782 an seinen Herzog Karl Eugen einen anschaulichen Zugang zu seinem literarischen Fruehwerk Die Raeuber eroeffnen kann. Der an einen absolutistischen Fuersten gerichtete Bittbrief, in dem Schiller um die Erlaubnis zur Publikation literarischer Schriften ersucht, ist nur auf den ersten Blick unterwuerfig. Durch den Vergleich mit dem normativen Muster eines Bittbriefes aus dem 19. Jahrhundert wird deutlichl dass die Schillers Brief zugrundeliegende Provokation durch eine Beachtung der historischen Schreibkonventionen lediglich verdeckt wird. Fotos, Brieftexte und Literaturangaben vervollstaendigen den Aufsatz. UNTERRICHTSGEGENSTAND: Schillers Brief an den Herzog Karl Eugen

Schlagwörter: Brief, Literaturgeschichte, Autor, Deutsch, Textinterpretation, Fotografie, Text, Biografie, Sekundarstufe II, Vorbereitung, Unterrichtsmaterial, Literaturunterricht, Unterrichtsentwurf, Schiller, Friedrich von


Autor: Kaltwasser, Vera
Titel: Ein Briefbuch.
Quelle: In: Praxis Deutsch,(1993) 117, S. 53–62

Abstract: In ihrem Aufsatz stellt die Autorin dar, wie die romantische Schriftstellerin Bettina von Arnim anhand der Herausgabe eines fiktiven Briefwechsels mit der Dichterin Karoline von Guenderrode ihre eigene Subjektivitaet, ihr Emanzipationsstreben und ihren literarischen Gestaltungswillen zum Ausdruck brachte. Als Grundlage fuer das 1840 erschienene Briefbuch diente der Schriftstellerin zwar u. a. ein tatsaechlicher Briefwechsel mit der Guenderrofe, der sie eine Zeitlang durch eine nicht unproblematische Freundschaft verbunden war. Durch den Vergleich von Originalbriefen und ihrer literarischen Verarbeitung im Briefbuch soll im Unterricht deutlich werden, dass die eigentliche Intention der Dichterin war, ihren persoenlichen Gedanken zu Bildung und Poesie in einer angemessenen Form Ausdruck zu verleihen. Fotos, Textauszuege aus den Briefen sowie Literaturhinweise zu Textausgaben und Biographien ergaenzen die Darstelung. UNTERRICHTSGEGENSTAND: Bettina von Arnim: Die Guenderode(1849) – Ein Briefbuch

Schlagwörter: Prosa, Unterrichtseinheit, Günderode, Karoline von, Subjektivität, Arnim, Bettina von, Autor, Deutsch, Text, Briefwechsel, Sekundarstufe II, Frauenbildung, Romantik, Unterrichtsmaterial, Literaturunterricht, Emanzipation, Bild


Autor: Vogt, Ruediger
Titel: Einsendungen sind willkommen! Leserbriefe analysieren – Leserbriefe schreiben.
Quelle: In: Praxis Deutsch,(1993) 117, S. 63–68

Abstract: Obwohl Leserbriefe heute kaum noch einen echten Anteil an der oeffentlichen Meinungsbildung haben, zeigt der Autor in seiner Darstellung, dass die Behandlung dieser Textsorte im Rahmen einer allgemeinen Zeitungsanalyse dazu beitragen kann, das Profil und Oeffentlichkeitskonzept einer Zeitung zu bestimmen. Dabei sind Leserbriefe nicht nur als Analyseobjekte, sondern auch als Anstoss zur eigenen Produktion geeignet. Ausgehend von ersten Schreibversuchen und den dabei gewonnen Erkenntnissen, lernen Schueler Leserbriefe als eine Form argumentativer Texte kennen, die ihnen selbst eine, wenn auch relativ eingeschraenkte Moeglichkeit der Partizipation erschliesst. Materialien, Literaturhinweise und Textbeispiele vervollstaendigen die Darstellung des Unterrichtsversuchs. UNTERRICHTSGEGENSTAND: Leserbriefe analysiren und schreiben

Schlagwörter: Brief, Textsorte, Sachtext, Öffentliche Meinung, Leserbrief, Analyse, Zeitung, Unterrichtseinheit, Deutsch, Grundkurs, Text, Sekundarstufe II, Meinungsbildung, Argumentation, Unterrichtsmaterial, Beteiligung, Bild


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