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Textkohärenz

Der Deutschunterricht Nr. 6/1988

Bestellnummer: 520024
Medienart: Zeitschrift
Erscheinungsdatum: Juni 1988
Schulstufe / Tätigkeitsbereich: Sekundarstufe
Schulfach / Lernbereich: Deutsch
Preis: 20,50 € *
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Lieferstatus: Vergriffen ohne Neuauflage

Autor: Beck, Goetz
Titel: Funktionale Textmuster und die Formen ihrer internen Verknuepfung.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(1988) 6, S. 6–27

Abstract: Auf grammatischer Ebene sind drei Satzmodalitaeten moeglich: Frage-, Imperativ- und Aussagesaetze. Auf internationaler Ebene koennen drei Aeusserungsmodalitaeten unterschieden werden, und zwar eine dominant subjektive, intersubjektive und eine objektive. In der Aufsatztypenlehre gibt es fuer die subjektive Modalitaet schildernde, erzaehlende und reflexionshafte Texte, der objektiven Modalitaet entsprechen beschreibende, berichtende und eroerternde Texte. Vernachlaessigt ist der interaktive Aspekt, dessen Schreibmoeglichkeiten in das Reklamehafte (anpreisend), Propagandahafte (ueberredend) und Disputatorische (ueberzeugend) klassifiziert werden koennen. Den unterschiedlichen Textmustern sind besondere logisch-syntaktische Merkmale eigen, die bestimmte typische Satzarten und deren Verknuepfungsweise betreffen. Untersucht sind asyndetische und durch und verknuepfte Saetze, die Struktur zeitdimensionaler Verknuepfungen, wenn-Saetze und kausale Strukturen. Schliesslich geht es in einem Exkurs um die Bedeutung finaler Strukturen fuer die Rekonstruktion von Geschichte. Wir sind gewohnt, kausal zu denken, auch wenn die Fragerichtung final sein muesste: Warum – statt wozu – wurde Deutschland geteilt?

Schlagwörter: Kohärenz, Typologie, Grammatik, Deutsch, Textlinguistik, Aufsatz, Satzbau, Satzgefüge, Struktur, Sachinformation


Autor: Linke, Angelika; Nussbaumer, Markus
Titel: Kohaerenz durch Praesuppositionen.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(1988) 6, S. 29–51

Abstract: Ein Text ist mehr als die Summe seiner Teile, d. h. mehr als die Summe der ihn konstituierenden Saetze. Die Bedeutung eines Satzes fuer einen Text ergibt sich aus seiner Form, seinem Inhalt und seiner kommunikativen Funktion. Eine weitere Ebene ist die jeweilige Ausdeutung aufgrund unserer Weltkenntnis. Dass die Organisiertheit eines Textes qualitativ nie ganz zu erfassen ist, ist kein Mangel der linguistischen Theorie, sondern eine Eigenart des Textes als sprachlicher Organisationsform. Die sprachlichen Mittel der Kohaerenz wirken struktursignalisierend, schaffen aber keine Kohaerenz. Die Textproduzenten praesupponieren jeweils fuer den Text Wesentliches. Zu unterscheiden sind logische bzw. semantische Praesuppositionen, Implikationen und Konnotationen, die textuell relevant sind. Durch die Grammatik nicht zu erfassen sind sprachsystematisch nicht eingebundene Praesuppositionen wie konzeptuelle Ausdeutungen oder konversationelle Implikaturen. Die Frage, wie viele Praesuppositionen noetig und moeglich sind, laesst sich nur adressaten- und situationsbezogen beantworten. Aber die Praegnanz eines Textes haengt auch ab vom geschickten Umgang mit Praesuppositionen.

Schlagwörter: Kohärenz, Satz , Grammatik, Deutsch, Textlinguistik, Wort, Sachinformation, Präsupposition


Autor: Buscha, Joachim
Titel: Satzverknuepfung durch Konjunktionen.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(1988) 6, S. 53–64

Abstract: Lehrende und Lernende haben ein besonderes Interesse an der systematischen Beschreibung von Form, Bedeutung und Gebrauch der Konkunktionen. Diese sind in morphologischer Hinsicht als unveraenderliche Worteinheiten zu definieren, die mit einer bestimmten Bedeutung – je nach Verknuepfungsart – Saetze (daneben auch Satzglieder und Satzgliedteile) untereinander verbinden. Die Subklassifizierung der Konjunktionen ist unter formalen, syntaktischen oder semantischen Gesichtspunkten moeglich. Die syntaktischen Bedingungen fuer den Gebrauch von Konjunktionen sind durchaus in Regeln differenziert erfassbar. Schwierig ist jedoch die semantische Beschreibung von Konjunktionen. Die Frage, ob die jeweilige Satzverknuepfungsbedeutung allein durch die Konjunktion oder in Zusammenhang mit weiteren Partikeln konstituiert wird, ist nur im Einzelfall zu entscheiden. Zu dieser Problematik wird ein Lexikon der deutschen Konjunktionen erarbeitet, das neben expliziten Regelbeschreibungen umfangreiches Beispielmaterial enthaelt und 1989 erscheinen soll.

Schlagwörter: Kohärenz, Satz , Grammatik, Deutsch, Textlinguistik, Wortart, Satzbau, Konjunktion, Satzgefüge, Sachinformation


Autor: Meraner, Rudolf
Titel: Satzverknuepfung durch Pronomen. Die Bedeutung d. Pronomens im Text.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(1988) 6, S. 69–83

Abstract: Zu den haeufigsten sprachlichen Mitteln der Satzverknuepfung gehoeren die Pronomen, die durch ihren Wortinhalt und die grammatische Funktion auf vorhergehende Woerter verweisen oder deren Inhalt aufnehmen. Daneben koennen auch andere sprachliche Mittel wie Verweiswoerter oder Lexeme die Funktion der Verknuepfung uebernehmen. Fuer die Textkohaerenz spielen jedoch die Pronomen eine besondere Rolle. Eine Fehleranalyse zeigt, dass Schueler vor allem Schwierigkeiten in der Verwendung von Demonstrativ-, Interrogativ- und Indefinitpronomen haben. Deshalb sollte im Unterricht die Analyse der semantischen Relationen angemessen beruecksichtigt werden. Sie erleichtert den Schuelern die Interpretation von Texten, verbessert das argumentative Schreiben und foerdert des Sprachverstaendnis. Wichtig ist auch die textsyntaktische Funktion des Artikels. Waehrend der unbestimmte Artikel die Aufmerksamkeit des Lesers auf eine folgende Information lenkt, verweist der bestimmte Artikel auf die Vorinformation. Die verschiedenen Moeglichkeiten der Wiederaufnahme durch Personal-, Demonstrativ-, Possessiv-, Relativ-, Reflexiv- und Indefinitpronomen werden am Text Die drei Soehne von Tolstoi erlaeutert.

Schlagwörter: Grammatikunterricht, Kohärenz, Satz , Artikel , Deutsch, Text, Fachdidaktik, Wortschatz, Satzbau, Pronomen, Satzgefüge, Unterrichtsmaterial, Aufsatzunterricht


Autor: Michel, Paul
Titel: Textkommentierende Signale zur Verbesserung der Verstaendlichkeit.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(1988) 6, S. 86–98

Abstract: Der Leser bzw. Hoerer muss gleichzeitig den Inhalt von Saetzen aufnehmen und deren Funktion erschliessen. Der Autor bzw. Sprecher kann Missverstaendnisse vermeiden und zur Verstaendlichkeit beitragen, wenn er die Funktion einzelner Textelemente benennt. Textkommentierende Signale machen das Gemeinte transparent. Ihrer Funktion nach praezisieren sie das Thema, erhellen den Textablauf, stellen logische Bezuege her usw. Als Realisierungsformen sind z. B. typographische oder syntaktische Mittel, einzelne Woerter, Floskeln oder Fragen denkbar. Anhand von Beispieltexten, die fuer die Schueler mit entsprechenden Aufgaben versehen sind, wird deutlich, wie eine Sensibilisierung fuer textkommentierende Signale erreicht und wie eine aktive Verwendung geuebt werden kann. Ziel der Uebungen ist, adressatenbezogen zu schreiben und beim Schreiben Disziplin zu halten. Die Beispiele stammen aus einem Kurs zur Verbesserung des schriftlichen Ausdrucks bei Lehrerstudenten (Universitaet Zuerich), sie sind aber auch fuer die Oberstufe des Gymnasiums verwendbar. UNTERRICHTSGEGENSTAND: Verbesserung des schriftlichen Ausdrucks.

Schlagwörter: Deutsch, Verständlichkeit, Handreichung, Text, Aufsatz, Sekundarstufe II, Unterrichtsmaterial, Schriftlicher Ausdruck, Gymnasium, Textkohärenz


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3/2012 - "Man kann nicht lernen, nicht zu lernen."
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