Science Fiction

Der Deutschunterricht Nr. 2/2008

Bestellnummer: 520140
Medienart: Zeitschrift
Erscheinungsdatum: Juli 2008
Schulstufe / Tätigkeitsbereich: Sekundarstufe
Schulfach / Lernbereich: Deutsch
Preis: 20,50 € *
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Science Fiction – ein beliebtes literarisches und filmisches Genre, das lange Zeit wissenschaftlich kaum beachtet wurde. Eine Ursache für die Popularität und die Faszination dieses Genres sind sicherlich die Entwürfe fiktionaler Welten mit fantasievollen technischen Erfindungen, die häufig linguistisch interessante Sprach- und Wortbildungsphänomene aufweisen.

Die Entwicklung und Ausdifferenzierung des Genres

Die Autoren dieser Ausgabe betrachten exeplarisch Phänomene der Science Fiction aus literatur-, film- und sprachwissenschaftlicher Perspektive. Das typische Motiv des künstlichen Menschen wird z.B. an zwei Erzählungen E.T.A. Hofmanns problematisiert, fiktionale Sprachen werden beispielhaft an der Filmreihe "Star-Trek" und George Orwells Roman "1984" untersucht.

Science Fiction – ein attraktiver Unterrichtsgegenstand

Sowohl im Schul- als auch im Universitätskontext können Science Fiction-Texte und -Filme mitunter von lebensweltlicher Bedeutung sein. Dafür stellen Ihnen die Autoren Short Short Storys vor, arbeiten gesellschaftskritische Aspekte der filmischen Space Opera am Beispiel von "Star Wars" heraus und untersuchen Wortbildungsneologismen.

Autor: Innerhofer, Roland
Titel: Science Fiction – Glanz und Elend eines Genres.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2008) 2, S. 2–12

Abstract: Als eine Ausprägung der Phantastik lässt der Medienverbund Science Fiction das oft in der Zukunft angesiedelte und technisch hergestellte Neue wissenschaftlich plausibel und rational begründet erscheinen. [Medienverbund wird verstanden als intermediale Verschränkung von Film, Fernsehen, Buch etc.] Historisch betrachtet erweist sich Science Fiction aber als ein Genre, das seine Vitalität aus proteischer Wandlungsfähigkeit durch Vermischung, aus der Lust an der De- und Rekonstruktion ihrer Grenzen bezieht. Der Autor unternimmt einen Streifzug durch die Sciencefiction-Literatur vom späten 19. Jahrhundert bis Anfang 21. Jahrhundert, stellt Beispiele vor und erörtert Science Fiction als Spezialfall der Fantastischen Literatur. (DIPF/Orig./AS).

Schlagwörter: Deutschland, Typologie, Innovation, Fantastik, Literatur, Science-Fiction-Literatur, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaft, Science-Fiction, Wissenschaft


Autor: Rüster, Johannes
Titel: Das Blasrohr im Arsenal.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2008) 2, S. 13–26

Abstract: Die Science Fiction ist, wie jedes andere literarische Genre, ein ernstzunehmender Unterrichtsgegenstand. Allerdings bedarf sie aufgrund gewisser Idiosynkrasien eines besonderen literarischen und didaktischen Augenmerks. Dieser Aufsatz widmet sich der Frage, inwieweit die Reduktion auf das Essentielle, insbesondere in der Short Short Story, Möglichkeiten bietet, die Science Fiction innerhalb des Literaturunterrichts angemessen und gewinnbringend zu behandeln. Als Arbeitsmaterial sind vier Short Short Stories beigefügt. (DIPF/Orig.).

Schlagwörter: Deutschland, Lehrer, Schüler, Science-Fiction-Literatur, Kurzgeschichte, Text, Textanalyse, Literaturunterricht, Deutschunterricht, Lektüre, Lesekompetenz


Autor: Kreuzer, Stefanie
Titel: Künstliche Menschen und menschliche Künstlichkeit.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2008) 2, S. 28–40

Abstract: Das Motiv des künstlichen Menschen ist rypisch für das Genre der Science Fiction. Der Motivkomplex taucht allerdings auch in anderen Texten auf, und die Tradition der Androiden, Humanoiden, Homunculi und Maschinenmenschen reicht wesentlich weiter zurück, als die Anfänge des Science-Fiction-Genres für gewöhnlich angesetzt werden. Im Rekurs auf prominente Vorläufertexte – insbesondere E.T.A. Hoffmanns Automatenerzählungen Der Sandmann (1816) und Die Automate (1814) – wird [in diesem Beitrag] die Bedeutung solcher Texte als Proto-Science-Fiction exemplarisch untersucht und im Hinblick auf das sciencefictionspezifische Motivarsenal sowie rezeptionsgeschichtliche Verschiebungen erörtert. (DIPF/Orig.).

Schlagwörter: Ovidius Naso, Publius, Hoffmann, Ernst Theodor Amadeus, Leibniz, Gottfried Wilhelm, Deutschland, Typologie, Thema, Mensch, Literatur, Science-Fiction-Literatur, Literaturgeschichte, Text, Textanalyse, Menschenbild, Bibel, Mythos


Autor: Voss, Torsten
Titel: Space Opera.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2008) 2, S. 41–50

Abstract: Anhand der STAR-WARS-Filme von George Lucas solll die Bedeutung des Epischen und Tragischen für den populären Science-Fiction-Film herausgearbeitet werden. Darüber hinaus wird deutlich, dass narrative Strukturen bei Lucas eine Verknüpfung mit einer mythologischen Symbolsprache erfahren, worin auch der eigentliche Reiz für eine breite Rezipientengemeinde attestiert wird, da eben diese Sprache das kollektive und kulturelle Gedächtnis assoziativ mit anspricht. Die Bezüge der Filme zu den verschiedenen Bildarsenalen, zu historischen Kontexten und zu klassischen Erzählmustern festzustellen, ist nicht nur Aufgabe dieses Beitrags, sondern soll auch in Anregungen für den Deutschunterricht der gymnasialen Oberstufe einfließen. (DIPF/Orig).

Schlagwörter: Deutschland, Interpretation, Vergleich, Rezeption, Filmanalyse, Film, Sekundarstufe II, Science-Fiction-Literatur, Text, Textanalyse, Deutschunterricht


Autor: Schlobinski, Peter; Siebold, Oliver
Titel: Sprachwelten, Mensch-Alien-Kommunikation und fiktionale Sprachen.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2008) 2, S. 51–64

Abstract: Sprache und Kommunikation gehören zu grundlegenden Themenbereichen der Science Fiction, wobei [die Autoren des Beitrags] zwei Aspekte hervorheben wollen. Zum einen thematisieren [sie] Mittel und Wege, die von Autoren entwickelt wurden, um fiktionale Kommunikationsbarrieren zu überwinden und intergalaktische Kommunikation zu ermöglichen. Zum anderen gehen [sie] auf die Konzeption fiktionaler Sprachen in Science-Fiction-Texten ein, auf das Klingonische als eine Alien-Sprache und auf das Neusprech in dem Klassiker 1984 von George Orwell, das vor dem Hintergrund des sprachlichen Relativitätsprinzips zu sehen ist. (DIPF/Orig.).

Schlagwörter: Deutschland, Kommunikation, Literatur, Science-Fiction-Literatur, Sprache, Sprachbarriere, Textanalyse


Autor: Mathias, Alexa
Titel: ... Welten, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2008) 2, S. 65–73

Abstract: Texte der Science Fiction zeichnen sich zumeist durch ein hohes Aufkommen an Wortneubildungen aus. Diese Neologismen bezeichnen Gegenstände und abstrakte Sachverhalte, welche in der realen Welt nicht existieren. Der fiktive Referent zu solchen sprachlichen Zeichen muss daher durch den Leser erst konstruiert werden. Dies geschieht durch den Aufbu mentaler Modelle im Verlauf der Textrezeption. An diesem Konstruktionsprozess sind die durch den Text zur Verfügung gestellten Informationen gleichermaßen beteiligt wie bereits vorhandenes und inferiertes Weltwissen des Lesers. Einleitend stellt die Autorin diesen Sachverhalt in direkten Bezug zu einer interessenmotivierten sprachlich kreativen Literaturarbeit an Sciencefictiontexten mit Jugendlichen im Deutschunterricht der gymnasialen Oberstufe. (DIPF/Orig.).

Schlagwörter: Deutschland, Kommunikation, Rezeption, Kreativität, Sekundarstufe II, Motivation, Science-Fiction-Literatur, Sprache, Literaturwissenschaft, Semantik, Text, Linguistik, Textanalyse, Deutschunterricht


Autor: Stocker, Christa
Titel: Genderisierte Kollokationen.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2008) 2, S. 78–85

Abstract: Die Autorin beschäftigt sich in ihrem Beitrag mit der Funktion von Stereotypen im kognitiven Bereich, in der Konzeption von Wirklichkeit sowie im Zusammenhang mit sprachlicher Kommunikation. An Geschlechterstereotypen zeigt die Autorin auf, wie sprachliche und kategorialkognitive Erwartungshorizonte aussehen und belegt ihre Wirkung anhand von genderisierten Kollokationen in Textbeispielen. (DIPF/AS).

Schlagwörter: Mädchen, Deutschland, Konzeption, Realität, Erwartung, Kommunikation, Kognitiver Prozess, Junge, Geschlechtsspezifischer Unterschied, Geschlecht, Sprache, Soziologie


Autor: Michalek, Ruth
Titel: Perspektiven der internationalen Jungenforschung und Folgerungen für die pädagogische Professionalisierung.
Quelle: In: Der Deutschunterricht,(2008) 2, S. 86–92

Abstract: [Es] zeigt sich, unter Berücksichtigung von Gender im Deutschunterricht, dass die Diskussion um Jungen der um Mädchen Mitte der 1990er Jahre ähnelt. Die Autorin widmet sich in diesem Beitrag der Diskussion um Jungen in der Schule im Kontext angelsächsischer Forschung, sie bezieht sich auf Studien, die das Inszenieren des Jungeseins unter Jungen thematisieren, erörtert das Jungesein im Zusammenspiel mit anderen Kategorien und denkt nach über Perspektiven für Professionalisierung Pädagogischer Fachkräfte insbesondere im Hinblick auf Deutschdidaktik. (DIPF/AS).

Schlagwörter: Mädchen, Deutschland, Forschung, Gesellschaft, Verhalten, Rollenkonflikt, Rollenerwartung, Junge, Geschlechterbeziehung, Deutschunterricht, Professionalisierung, Pädagoge, Internationaler Vergleich


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