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Lernchance Kunst

Grundschule Kunst Nr. 3/2016

Lernchance Kunst

Grundschule Kunst Nr. 3/2016

Bestellnummer: ps1066064
Medienart: Zeitschrift
Erscheinungsdatum: August 2016
Schulstufe / Tätigkeitsbereich: Grundschule
Schulfach / Lernbereich: Kunst
  • nur Heft

    40 Seiten

  • nur Materialpaket

    Materialpaket

Preis: 34,90 € *
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Studierende mit Abonnement:
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Kunstunterricht ermöglicht es Kindern in besonderem Maße, sich entsprechend ihrer individuellen Vorlieben und Fähigkeiten zu entfalten. Exemplarisch zeigt diese Ausgabe, welch vielfältige Chancen zur Förderung der Kindesentwicklung in ästhetisch-gestalterischen Lernanlässen liegen können.

 „Fördern“ bedeutet im schulischen Kontext einerseits, Defizite auszugleichen, aber andererseits ebenso, Stärken und Begabungen herauszuarbeiten – nicht erst seit der Inklusionsdebatte. Im Kunstunterricht der Grundschule hat die Persönlichkeitsentwicklung und -stärkung jedes Kindes – über ästhetische Erfahrungen in ästhetischen Prozessen – eine besondere Bedeutung. Insofern ist Kunstunterricht im Sinne einer Ästhetischen Erziehung immer individuell und inklusiv. In dieser Ausgabe von GRUNDSCHULE KUNST wollen wir diese Thematik noch einmal verstärkt in den Fokus nehmen. Es geht nicht um Kunsttherapie – sondern um Sinnesschärfung und Persönlichkeitsbildung durch die Initiierung ästhetischer Erfahrungen.


Aus dem Inhalt:

  • Kunstwerkstatt: Erkundungen zum Thema „Blau“
  • Naturmaterial: Stöcke als Konstruktionsmaterial verwenden
  • Geräuschmaschinen: Klangeigenschaften verschiedener Materialien erkunden
  • Klassenkunstwerk: Gemeinsames Gestalten eines XXL-Totempfahls

 

Das Materialpaket enthält:

  • Das Heft „Kunst schärft die Sinne“ (DIN A4, 12 Seiten), welches am Beispiel verschiedener bereits in GRUNDSCHULE KUNST veröffentlichter Unterrichtsideen aufzeigt, welche Förderchancen im Hinblick auf die Sinnesschulung künstlerisch-ästhetischen Gestaltungsanlässe für einen inklusiven Unterricht an der Regelschule mit sich bringen.
  • Das beispielhafte Forschungstagebuch „Bleu Blau Blue – Station Nahrungsmittel“ (12 Seiten, DIN A5): Die eigenständige Arbeit der Kinder in einer Kunstwerkstatt ist in vielerlei Hinsicht gewinnbringend. Für den Einsatz in der im Themenheft beispielhaft beschriebenen Werkstatt „Bleu Blau Blue“ (S. 5 ff.) wurde dieses Heft konzipiert. Durch Impuls- und Reflexionsfragen unterstützt es die Kinder in ihren eigenständigen Erkundungen.
  • Zwei Wort- sowie zwei Bildkarten (DIN A4), welche ebenfalls im Rahmen der Kunstwerkstatt „Bleu – Blau - Blue“ eingesetzt werden können. Die Begriffe auf den zwei Wortkarten (DIN A4) unterstützen beim Formulieren von Erfahrungen und Eindrücken und können so die Kommunikation in der Klasse anregen. Blankokarten motivieren zur eigenen kreativen Begriffsbildung. Für den Einsatz an der Station „Kunst“ stehen vier Abbildungen (DIN A5) von Kunstwerken zur Verfügung:
    • Yves Klein: RE16 Do-Do-Do; Blue Sponge
    • Paul Klee: Zwitschermaschine; Blaue Nacht
       
  • Die Kartei „Art brut“: Die autodidaktische Kunst von Kindern und Laien oder von Menschen mit geistiger Behinderung, die für sich keine Beziehung zum Kunstbetrieb beanspruchen, wird als „Art brut“ oder auch „Outsider Art“ bezeichnet. Diese acht Karteikarten (DIN A4) zeigen beispielhaft auf, wie bildnerische Tätigkeit Menschen ohne Kunstanspruch eine Chance bietet, sich in ihrer Arbeit zu verorten und ggf. schmerzliche Erfahrungen oder Misserfolge zu kompensieren. Neben großformatigen Abbildungen bieten die Karten kurze Informationstexte, Anregungen zur Bildbetrachtung und Gestaltungsideen für die Hand der Kinder sowie Hintergrundinformationen für Lehrkräfte.
    Geprägt wurde der Begriff der Art brut vom französischen Maler Jean Dubuffet, der u.a. zusammen mit dem Surrealisten André Breton 1947 in Paris die Compagnie de l'Art brut gründete. Ihr Ziel war es, Kunstformen jenseits der gesellschaftlich anerkannten zu dokumentieren und zu sammeln. Kunst jenseits etablierter Kunstformen sehen wir auch schon bspw. in den Werken von Arcimboldo oder Hieronymus Bosch, jedoch nahm Dubuffet für sich in Anspruch, dass nur seine Sammlung, die bestimmten kunsttheoretischen Anschauungen entsprach (nämlich als subversive, "alternative" Kunstform, "Kunst ohne Wissen", abseits der erstickenden „kulturellen Künste"), diese Bezeichnung tragen dürfe. In einem als Manifest konzipierten Text betonte er auch, dass Art brut jenseits kultureller Normen nicht automatisch identisch mit psychopathologischen Schöpfungen sei. Im deutschsprachigen Raum veröffentlichte der Psychiater Walter Morgenthaler bereits 1921 das Buch "Ein Geisteskranker als Künstler" über Adolf Wölfli, das einen an Schizophrenie leidenden Patienten als Künstler ernst nahm. Weitere Bezeichnungen für marginalisierte künstlerische Ausdrucksformen sind z.B.  „Bildnerei der Geisteskranken“ (Hans Prinzhorn), „zustandsgebundene Kunst“ oder auch „naive Kunst“. Der Begriff Art brut setzte sich schließlich international durch und trug wesentlich zur Anerkennung marginalisierter Kunstformen bei. Als eine verwandte Spielart der Art Brut sind etwa Kunstwerke von aus Alltagsgegenständen, Abfall, Scherben, Muscheln zusammengesetzten Gebilden, Skulpturen, Verzierungen und Land Art zu sehen.
    In der vorliegenden Kartei wird ein Spektrum von Beispielen vorgestellt, die jeweils aufzeigen, auf welche Weise bildnerische Tätigkeit Menschen ohne Kunstanspruch eine Chance bietet, sich in ihrer Arbeit zu verorten und ggf. schmerzliche Erfahrungen oder Misserfolge zu kompensieren. Berücksichtigung finden hier nicht nur Künstlerinnen und Künstler mit (geistigem) Handicap, sondern auch gesellschaftliche Außenseiter, wodurch sich die Frage ergibt, inwiefern die Anerkennung großer Kunst durch gesellschaftliche Normen auch be- bzw. verhindert wird. Im Kontext des Heftthemas ist zu sehen, dass einerseits künstlerisches Talent ggf. erst durch eine - meist psychische - Erkrankung freigelegt wird und andererseits bildnerische Tätigkeit Menschen dazu verhelfen kann, psychische Beeinträchtigungen zu kompensieren. Dabei rückt die Prozesswirkung verstärkt in den Blick.  Folgende Künstlerinnen und Künstler werden vorgestellt:
    • Franz Gsellmann
    • Judith Scott
    • Ferdinand Cheval
    • Scottie Wilson
    • August Walla
    • Markus Meurer
    • Alois Wey
    • Paul Salvator Goldengruen

Archiv

Bisher erschienene Ausgaben:

4/2017 - Spiegel
3/2017 - Bäume
2/2017 - Werbung
1/2017 - Insekten
4/2016 - Weiß
3/2016 - Lernchance Kunst
2/2016 - Urban Art: Kunst an Mauern
1/2016 - Märchen
4/2015 - Romantik
3/2015 - Hände
2/2015 - Sammeln und Ordnen
1/2015 - Erde
4/2014 - Punkt und Linie
3/2014 - Expressionismus
2/2014 - Luft
1/2014 - Kunst und Mathematik
4/2013 - Engel (vergriffen)
3/2013 - Herbst
2/2013 - Köpfe
1/2013 - Häuser
4/2012 - Alles Zufall!?
3/2012 - Kunst der Gegenwart
2/2012 - Sommer
1/2012 - Wasser
4/2011 - Sagen und Legenden
3/2011 - Fotografie
2/2011 - Anderswo
1/2011 - Frühling
4/2010 - Licht
3/2010 - Blau
2/2010 - Leonardo da Vinci
1/2010 - Präsentieren
4/2009 - Winter
3/2009 - Arbeiten mit Abfall
2/2009 - Wassily Kandinsky
1/2009 - Schulräume
4/2008 - Textilien
3/2008 - Zahlen
2/2008 - Collage
1/2008 - Pflanzen
4/2007 - Ton
3/2007 - Bücher
2/2007 - Malen
1/2007 - Türme
4/2006 - Basteln
3/2006 - Wege und Karten
2/2006 - Holz
1/2006 - Familie
4/2005 - Essen
3/2005 - Zeichnen
2/2005 - Paul Klee
1/2005 - Kreise
4/2004 - Kunst und Geschichten
3/2004 - Tiere
2/2004 - Im Museum
1/2004 - Drucken
4/2003 - Steine (vergriffen)
3/2003 - Kunst und Musik (vergriffen)
2/2003 - Gärten
1/2003 - Schrift (vergriffen)
4/2002 - Fenster
3/2002 - Theater
2/2002 - Ich-Porträts (vergriffen)
1/2002 - Farbe (vergriffen)
4/2001 - Fantasiefiguren
3/2001 - Papier
2/2001 - Bewegung
1/2001 - Bauen
1/2000 - Märchen
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