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Krankenhaus

pflegen: Demenz Nr. 39/2016

Erscheinungsdatum:
Juni 2016
Schulstufe / Tätigkeitsbereich:
Pflege
Schulfach / Lernbereich:
Demenz
Bestellnr.:
ps1032039
Medienart:
Zeitschrift
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Für demenzkranke Patienten ist ein Aufenthalt in einem Krankenhaus extrem verstörend. Ihnen fehlen vertraute Räumlichkeiten und Personen. Sie wissen oft nicht, wo sie sind und weshalb sie hier sind. Demenzkranke Patienten können sich oft nicht richtig artikulieren. So bleibt dem Personal verborgen, ob der Patient Schmerzen oder Angst hat, Hunger leidet oder seine Angehörigen sprechen möchte. Die Gefahr ist groß, dass diese Patienten einen Delir entwickeln und nach dem Krankenhausaufenthalt kognitiv und körperlich noch eingeschränkter sind. Hilfe für Pflegende im Krankenhaus und in der Vorbereitung auf einen Krankenhausaufenthalt gibt dieses Heft.

Für das Personal stellen demenzkranke Patienten eine große Herausforderung dar. Sie verhalten sich nicht kooperativ, antworten nicht oder nicht sinngemäß auf Fragen und kommen Aufforderungen nicht nach. Häufig kann das Personal ihr Verhalten nicht einordnen, da die Diagnose Demenz gar nicht gestellt wurde und keine Kenntnisse über die Krankheit vorhanden sind.

Die Krankenhaus-Ausgabe von pflegen: Demenz greift diese Problematik auf und schlägt unter anderem folgende Lösungsmöglichkeiten vor:

  • Die Qualifizierung von Krankenhaus-Mitarbeitern in punkto Demenz
  • Die Einrichtung von Demenz-Schwepunkt-Stationen in Krankenhäusern
  • Die Etablierung von Beratungsstrukturen
  • Eine demenzgerechte Umgebungsgestaltung in Krankenhäusern
  • Die Zusammenarbeit mit und Beratung von Angehörigen
  • Fallbegleitung
  • Konsiliar- und Liasondienst
  •  Das Konzept des Demenz-Pflegebündels
  • Umfassendes Assessment
  • Interventionen zur Delir-Prophylaxe
  • Einsatz von Ehrenamtlichen -> Aktivierung betroffener Patienten 
  • Der Patientenkoffer
  • Das demenz balance-Modelle ®  

Die Ergebnisse dieser Verbesserungsideen sind u.a.: 

  • Verminderte Delirgefahr und vermindertes Mortalitätsrisiko demenzkranker Patienten
  • Erhöhtes Verständnis von Seiten des Krankenhauspersonals -> ein verbessertes Miteinander zwischen Personal und demenzkranken Patienten
  • Verminderter Einsatz von Psychopharmaka und Beruhigungsmitteln
  • Vermeidung von Fixierungen
  • verbesserter Gesundheitszustand des Patienten nach Entlassung
  • bedarfsgerechte Behandlung durch Einbindung des Angehörigen-Know-Hows

Die Materialbeilage zu diesem Heft besteht aus drei abwaschbaren Info-Tafeln „Im Krankenhaus“. Diese können im Zimmer des demenzkranken Patienten aufgehängt und täglich mit neuen Daten aktualisiert werden. Sie informieren über Zeit und Ort, den Grund des Aufenthaltes, die Telefonnummern der Angehörigen und die nächsten Untersuchungstermine. Die Tafeln geben Orientierung und dienen als Anlass zu Gesprächen.

 

TIPP: Um den Übergang ins Krankenhaus zu erleichtern, können Sie zusätzlich auch mit unserem "Informationsbuch zu ..." arbeiten. Es bietet Platz für viele wichtige Informationen über einen Patienten.

Bisher erschienene Ausgaben:

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