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Geschichte in Wiss. u. Unterr. Nr. 3/1992

Erscheinungsdatum:
März 1992
Schulstufe / Tätigkeitsbereich:
Sekundarstufe
Schulfach / Lernbereich:
Geschichte & Gesellschaft, Geschichte
Bestellnr.:
523087
Medienart:
Zeitschrift
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Aus dem Inhalt:
Heinz Thomas:
Das Identitätsproblem der Deutschen im Mittelalter

Rainer Walz:
Der Hexenwahn im Alltag

Hans-Jürgen Perrey:
Der "Fall Emil Ludwig"

Literaturbericht: Kurt Jürgensen:
Zur Geschichte Frankreichs

Abstract

Autor: Thomas, Heinz
Titel: Das Identitätsproblem der Deutschen im Mittelalter.
Quelle: In: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht,(1992) 3, S. 135–156

Abstract: Der Artikel reflektiert das Identitätsproblem der Deutschen im Mittelalter. Das in den Tagen Karls des Großen, vielleicht sogar von diesem selbst kreierte lateinische Adjektiv theodiscus (= volkssprachig) wird in Italien zur Bezeichnung der nach unseren Begriffen germanisch-sprachigen Bewohner des Frankenreiches entwickelt. Seit der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts wird der Name auch von den damit Bezeichneten aufgegriffen. Er enthält zunächst keinerlei politische und historische Bedeutungskomponenten. Seinen spezifisch mittelalterlichen Gehalt gewinnt der Name im Zusammenhang des Streites zwischen Gregor VII. und Heinrich IV.: Er steht in engstem Konnex mit dem Römertum. Julius Caesar wird im deutschen Geschichtsbild des Mittelalters zu einer maßgeblichen Leitfigur. Im Thronstreit nach 1198 wird die römische Komponente im Selbsbewußtsein der Deutschen zum ersten Mal erschüttert, jedoch ohne dauerhafte Folgen. Das Aufkommen des Begriffs Hl. Römisches Reich deutscher Nation steht auch im Zusammenhang mit hussitischer Terminologie. In nachhaltig wirkender Weise wird die römische Komponente im Selbstbewußtsein der Deutschen durch humanistische Studien, vor allem aber durch den antirömischen Affekt der Reformation in Frage gestellt. (HIBS/RT).

Schlagwörter: Funktion , Bedeutung, Deutsches Reich, Geschichtsunterricht, Identitätsbildung, Sprache, Leitbild, Arminius, Luther, Martin, Caesar, Gaius Julius, Karl , Nationale Identität, Nationalbewusstsein, Mittelalter, Begriff, Begriffsbildung, Volk, Geschichtswissenschaft, Heinrich VII., Identität, Heinrich IV., Gregor VII., Sachinformation, Name, Einwohner


Autor: Walz, Rainer
Titel: Der Hexenwahn im Alltag.
Quelle: In: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht,(1992) 3, S. 157–168

Abstract: In dem Aufsatz wird der Ablauf der Verfolgungen im Dorf vor dem Eingreifen obrigkeitlicher Instanzen analysiert. Das Vorgehen der Dorfbevoelkerung entsprach den ueblichen Angriffsritualen einer stark am Kampf um die Ehre orientierten Gesellschaft. Vor allem am Beispiel der Wasserprobe wird gezeigt, dass die verdaechtigen Frauen oft in eine Lage kamen, die der von Watzlawick u. a. beschriebenen pragmatischen Paradoxie gleicht. Die Frauen behielten die erlernten Verteidigungsmechanismen bei, z. B. den Gegner retorsiv der Hexerei zu beschuldigen. Dies vergroesserte ihre Gefahr. Angehoerige tendierten dazu, eine in den Ruf der Hexerei gekommene Frau schnell fallen zu lassen. Weibliche Solidaritaet gab es so gut wie nicht. Die ungeheure Grausamkeit gegenueber den Opfern und ihren Angehoerigen war typisch fuer die doerfliche Interaktion. Die Existenz ausgefeilter Rituale zeigt, dass der Wahn nicht ins Dorf hineingepredigt werden musste, sondern den doerflichen Kommunikationsstrukturen entsprach.

Schlagwörter: Verhalten, Geschichtsunterricht, Rechtsordnung, Interpretation, Landbevölkerung, Geschichte , Hexenverfolgung, Sozialgeschichte, Soziales System, Hexe, Volkskultur, Mittelalter, Politisches System, Geschichtswissenschaft, Rechtsgeschichte, Geschichtsquelle, Sachinformation, Frau, Dorf


Autor: Perrey, Hans-Jürgen
Titel: Der Fall Emil Ludwig – Ein Bericht über eine historiographische Kontroverse der ausgehenden Weimarer Republik.
Quelle: In: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht,(1992) 3, S. 169–181

Abstract: Emil Ludwig gehört zu den vergessenen Schriftstellern, dessen Bücher 1933 verboten und verbrannt wurden. In den zwanziger Jahren jedoch war er einer der ganz Großen, dessen historische Biographien weltweit Beachtung fanden. Als Plutarch der Republik gefeiert, verkörperte er gerade für das Ausland das andere, das demokratisch-humanistische Deutschland. Daß der Künstler und Literat Emil Ludwig die öffentliche Diskussion durch Bücher zur Kriegsschuldfrage oder über Wilhelm II. anheizte, machte ihn nicht nur für das deutschnationale Lager zum Ärgernis. Auch die Historikerzunft empörte sich über den Dilettanten, der das anpackte, was sie versäumt hatte: eine Aufarbeitung der Vergangenheit. (Verlag).

Schlagwörter: Literatur, Kultur, Vergangenheit, Kontroverse, Geschichtsunterricht, Belletristik, Historiografie, Thema, Ludwig, Emil, Kriegsschuldfrage, Biografie, Weltkrieg I, Sinn, Krise, Bewältigung, Geschichtswissenschaft, Deutschland , Weimarer Republik, Wilhelminische Ära, Sachinformation


Autor: Juergensen, Kurt
Titel: Literaturbericht: Zur Geschichte Frankreichs.
Quelle: In: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht,(1992) 3, S. 186–196

Schlagwörter: Geschichtsunterricht, Literaturbericht, Frankreich, Landeskunde, Geschichte , Geschichtswissenschaft, Sachinformation


Autor: Juergensen, Kurt
Titel: Zur Geschichte Frankreichs. 1.
Quelle: In: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht,(1992) 3, S. 186–196

Schlagwörter: Literaturbericht, Frankreich, Geschichte , Bibliografie


Bisher erschienene Ausgaben:

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