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Der Altsprachliche Unterricht Nr. 6/1993

Erscheinungsdatum:
November 1993
Schulstufe / Tätigkeitsbereich:
Sekundarstufe
Schulfach / Lernbereich:
Altsprachlich
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Bernd Seidensticker
Non omnius moriar: Zum 27. November 1993

Herman Wiegand
Imago Turcae. Das Türkenbild der frühen neuzeit im Lateinunterricht der Oberstufe

Christine Trzaka-Richter
Das römische Germanenbild und wie man es benutzte

Helmut Storch
Feinddarstellung – Selbstdarstellung. Interpretierende Lektüre von B. G. IV 1–15

Eckart Schäfer
Das Selbstverständnis der Deutschen in seiner lateinischen Tradition

Ulrike Sumper
Kolumbus als epischer Held. Texte aus dem Epos "Plus ultra" des Alois Mickl

Abstract

Autor: Wiegand, Hermann
Titel: Imago Turcae.
Quelle: In: Der Altsprachliche Unterricht,(1993) 6, S. 12–30

Abstract: Ausgangspunkt der folgenden Beobachtungen sind zwei Fragen: zum einen die nach dem Bild des Fremden, das im fuenfzehnten und sechzehnten Jahrhundert die Konfrontation der Europaeer mit der fuer sie neuen Welt im Vorderen Orient ausloeste, nach seinen Konstituenten und Folgen, zum anderen die nach dem Einfluss, den diese Begegnung auf ihr Selbstverstaendis hatte. Mit diesen Fragestellungen und den Texten, aus denen Argumente zu ihrer Beantwortung gewonnen werden, soll keinesfalls bloss, antiquarisches Wissen erarbeitet werden. Angesichts der Aktualitaet der Auseinandersetzung mit Fremden im eigenen Land, die mit Stichworten wie Fremdenfeindlichkeit, Auslaender raus auf der einen, multikulturelle Gesellschaft auf der anderen gegeben sind, kann es hilfreich sein, sich mit der historischen Genese von Fremdenbildern zu beschaeftigen, deren Konstituenten z. T. noch heute unterschwellig die Vor- Urteile ueber Fremde bestimmen.

Schlagwörter: Literatur, Sozialkunde, Didaktische Grundlageninformation, Vorurteil, Sekundarbereich, Übersetzung, Deutsch, Textinterpretation, Erdkunde, Didaktische Erörterung, Grundkurs, Text, Sekundarstufe II, Fächerübergreifender Unterricht, Frühe Neuzeit, Latein, Politische Bildung, Textanalyse, Unterrichtsmaterial, Deutschunterricht, Leistungskurs, Gymnasium, Feindbild, Geschichtsquelle, Fremdheit, Türkenkriege, Bild


Autor: Trzaska-Richter, Christine
Titel: Das roemische Germanenbild und wie man es benutzte.
Quelle: In: Der Altsprachliche Unterricht,(1993) 6, S. 37–51

Abstract: Hier sollen die Vorstellungen der Roemer von den Germanen und der Einfluss dieser Vorstellungen auf militaerisches und politisches Handeln dargelegt werden. Aus der langen Geschichte der roemisch-germanischen Beziehungen werden die Phasen beruecksichtigt, die einerseits eine besondere Bedeutung fuer die Entwicklung bzw. Verfestigung des roemischen Germanenbildes haben, fuer die andererseits Quellen existieren, die fuer den Schulunterricht leicht zugaenglich sind. Das traditionelle Bild der Antike vom Fremden, vom Barbaren wurde fuer die Roemer durch die als katastrophal erlebte Begegnung mit Kimbern und Teutonen nur zu sehr bestaetigt. Diese Vorstellung instrumentalisierte Caesar fuer seine politischen Ziele beim Gallischen Krieg. Bei Tacitus schliesslich finden wir sogar die Anwendung des alten Barbarenbildes auf langvertraute Verbuendete, wiederum zu Zwecken der politischen Propaganda.

Schlagwörter: Altertum, Beeinflussung, Klischee, Geschichte , Politik, Caesar, Gaius Julius, Germane, Lebensweise, Latein, Gallischer Krieg, Militär, Feindbild, Römische Geschichte, Propaganda, Römer, Fremdheit, Sachinformation


Autor: Storch, Helmut
Titel: Feinddarstellung – Selbstdarstellung.
Quelle: In: Der Altsprachliche Unterricht,(1993) 6, S. 52–63

Abstract: Dass Caesars commentarii des Krieges in Gallien nicht allein der Kriegsberichterstattung, sondern vor allem der Selbstdarstellung vor dem teils skeptischen Senat dienen sollten, davon geht auch im Lektuereunterricht wohl jede Interpretation heute grundsaetzlich aus. In diesem Beitrag wird die aeusserst fragwuerdige Kriegshandlung gegenueber den Usipetern und Tencterern in einer detaillierten Textanalyse untersucht und gezeigt, wie Caesar das von ihm entworfene Feindbild als Negativfolie fuer ein Selbstbild pointiert, das er an der roemischen Wertetradition und der persoenlichen dignitas orientiert. Ein Leitfaden, der die Ergebnisse dieser Interpretation dem Lektuereverlauf zuordnet, und ein Arbeitsblatt zur Lernerfolgskontrolle schliessen sich an.

Schlagwörter: Altertum, Sekundarbereich, Übersetzung, Arbeitsauftrag, Textinterpretation, Text, Caesar, Gaius Julius, Germane, Latein, Gallischer Krieg, Selbsteinschätzung, Unterrichtsmaterial, Literaturunterricht, Gymnasium, Feindbild, Unterrichtsentwurf, Römische Geschichte, Römer


Autor: Schaefer, Eckart
Titel: Das Selbstverstaendnis der Deutschen in seiner lateinischen Tradition.
Quelle: In: Der Altsprachliche Unterricht,(1993) 6, S. 64–73

Abstract: Es war das von Tacitus gezeichnete Germanenbild, mit dem sich der fruehneuzeitliche Humanismus auseinandersetzte, um ein eigenes Deutschenbild zu entwickeln. In damals einflussreichen Schriften finden wir die einzelnen Wesensmerkmale der Germanen, die Tacitus herausgearbeitet und ueberwiegend positiv bewertet hat, in einer aus Eigeninteresse aktualisierten Form wieder. Das macht sie erst recht kritikwuerdig und gibt der Frage Gewicht, inwieweit man ueberhaupt einen National- oder Volkscharakter postulieren kann. Die kleine Sequenz von acht Texten, die hier vorgestellt wird, erschliesst die Thematik fuer den Lateinunterricht.

Schlagwörter: Humanismus, Didaktische Grundlageninformation, Sekundarbereich, Didaktische Erörterung, Text, Renaissance , Nationale Identität, Germane, Tacitus, Publius Cornelius, Latein, Textanalyse, Unterrichtsmaterial, Literaturunterricht, Selbstverständnis, Deutschland, Bild


Autor: Sumper, Ulrike
Titel: Kolumbus als epischer Held.
Quelle: In: Der Altsprachliche Unterricht,(1993) 6, S. 86–87, 94

Abstract: Wie sich in Europa Selbst- und Fremdenbilder in Spiegelungen zwischen der alten Macht Rom und den jungen Voelkern ausbildeten, so geschah es auch – mit noch schaerferer Akzentuierung – bei der Begegnung der Alten mit der Neuen Welt. Das Jubilaeumsjahr 1992 war bereits Anlass, diese Thematik anhand lateinischer Texte aufzugreifen. Hier nun wird eine kleine Sequenz von Texten zur Lektuere vorgeschlagen, die eine solche Spiegelung im Gewand des antiken Epos, in ausgepraegter Antike-Rezeption zeigen. Sie laesst sich daher an die Texte zur Eroberung Amerikas ebenso anschliessen wie an die Lektuere der Aeneis. Auf eine knappe Vorstellung von Autor und Werk folgen sechs ausgewaehlte Versgruppen, unter vier Teilthemen gestellt und als Arbeitsmaterial aufbereitet. UNTERRICHTSGEGENSTAND: Kolumbus als epischer Held

Schlagwörter: Altertum, Eroberung, Kolumbus, Christoph, Sekundarbereich, Mickl, Alois, Arbeitsauftrag, Rezeption, Amerikabild, Textinterpretation, Europa, Text, Amerika, Materialsammlung, Latein, Entdeckung, Indianer, Unterrichtsmaterial, Literaturunterricht, Bild


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Medienart:
Zeitschrift

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