Beobachten und Fördern

Lernchancen Nr. 16/2000

Bestellnummer: 59040
Medienart: Zeitschrift
Erscheinungsdatum: August 2000
Schulstufe / Tätigkeitsbereich: Sekundarstufe
Schulfach / Lernbereich: Fächerübergreifend, Pädagogik
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Basisartikel Beobachten und Fördern
Florian Lies/Rolf Werning Praxis Allgemein
Annäherung an innere Welten und Pfade aus dem Dickicht
Warum es so schwierig ist, schwieriges Verhalten zu beobachten
Helmut Reiser

Allgemein
Förderdiagnostische Beobachtung des Lernens
Gerald Matthes

Mathematik
Rechenschwäche jenseits der Grundschule
Beobachtungs- und Förderkompetenzen im Bereich Mathematik
Karlheinz Jetter/Axel Mittelberg

Mathematik
Rechenzüge
Spiele für den Mathematikunterricht
Reinhard Kutzer/Dorothea Waniek

Deutsch
Betreuungs- und Förderkompetenzen im Bereich der Schriftsprache
Rudolf Kretschmann

Deutsch
Schreibbeobachtung als Schreibförderung
Leitfaden und Anregungen für den Unterricht
Inge Blatt Material extra: In der Heftmitte zum Heraustrennen: Prozessorientierte systemische Diagnostik
Monika Willenbring

  • Prozessorientierte systemische Diagnostik als Prävention
  • Beobachtungsinventar zur Lernsituation in einer Schulklasse
  • Ausgangssituation
  • Allgemeine Lernsituation

Autor: Werning, Rolf; Lies, Florian
Titel: Beobachten und Fördern.
Quelle: In: Lernchancen,(2000) 16, S. 2–9

Abstract: In diesem Beitrag soll die Bedeutung von Beobachtungskompetenz und ihre Auswirkungen auf pädagogische Förderung von Schülerinnen und Schülern aufgezeigt und konkretisiert werden. Dazu ist es zunächst einmal notwendig, aufzuzeigen, wie unterschiedliche Beobachterstandpunkte unterschiedliche Wahrnehmungen von pädagogischen Situationen erzeugen. Dies geschieht durch die Kontrastierung einer individuumzentrierten mit einer ökologischen bzw. systemischen Sichtweise. Abschließend werden spezifische Orientierungen für eine pädagogische Beobachtungskompetenz dargestellt. (Orig.).

Schlagwörter: Hypothese, Modell, Kompetenz, Einstellung , Ressourcenorientiertes Lernen, Beobachtung, Systemischer Ansatz, Test, Lernbehinderung, Lehrer, Verhaltensstörung, Förderdiagnostik, Pädagogik, Intelligenztest, Kritik, Kind-Umfeld-Diagnose, Diagnostik


Autor: Reiser, Helmut
Titel: Annäherungen an innere Welten und Pfade aus dem Dickicht. Warum es so schwierig ist, schwieriges Verhalten zu beobachten.
Quelle: In: Lernchancen,(2000) 16, S. 10–17

Abstract: Viele Lehrer achten zwar auf das Sozialverhalten, das Arbeitsverhalten und auf die Lernfortschritte ihrer Schülerinnen und Schüler, können aber nicht erkennen, warum sich Kinder schwierig verhalten. Der Artikel soll dazu beitragen, auf diese Art von Beobachtung eine systematische Sorgfalt zu verwenden und somit zu experimentell verwendbaren Hypothesen und zu Förderideen zu kommen. Es werden dazu vier Arbeitsschritte ausgeführt, die anhand von Beispielen illustriert werden.

Schlagwörter: Verhaltensauffälligkeit, Sonderpädagogik, Lernpsychologie, Schülerverhalten, Lernförderung, Beobachtungsfähigkeit, Verhaltensbeobachtung


Autor: Matthes, Gerald
Titel: Förderdiagnostische Beobachtung des Lernen.
Quelle: In: Lernchancen,(2000) 16, S. 18–23

Abstract: In das pädagogische Handeln integriert werden können die Analysen des Lernhandelns. Diesen Weg der Erfassung des Vorwissens, der Diagnostik von Lernprozessen und ihrer Niveaustufen gehen z. B. Kretschmann, Dobrindt & Behring (1998) und Probst (1999) für unterschiedliche Lernbereiche. Ergänzend dazu werden in diesem Beitrag für Lernhandlungen von Schülerinnen und Schülern allgemein gültige Beobachtungsgesichtspunkte vorgeschlagen. Im Unterschied zu den Vorschlägen der genannten Autoren sind sie nicht auf bestimmte Inhalte zugeschnitten. Trotzdem dienen sie der Förderung; wären anderenfalls unbrauchbar. Die Beobachtungsgesichtspunkte wurden für einen Schulversuch im Land Brandenburg zur flexiblen Arbeit in der Eingangsstufe der Grundschule entwickelt und darüber hinaus in anderen Klassenstufen eingesetzt. (Orig.).

Schlagwörter: Diagnosebogen, Lernmotivation, Kompetenz, Analyse, Beobachtung, Kind, Aufgabe, Aufmerksamkeit, Lehrer-Schüler-Beziehung, Förderdiagnostik, Lernen, Handlungskompetenz, Problemlösen, Psychologie, Diagnostik


Autor: Mittelberg, Axel; Jetter, Karl-Heinz
Titel: Rechenschwäche jenseits der Grundschule.
Quelle: In: Lernchancen,(2000) 16, S. 24–27

Abstract: Kinder auf weiterführenden Schulen haben mindestens 4 Jahre Mathematikunterricht hinter sich. Viele haben dennoch große Probleme mit dem Lösen mathematischer Aufgaben, weil ihnen die Voraussetzungen als auch die Routine der Rechenwege fehlen. Am Beispiel eines Schülers aus der 8. Klasse wird gezeigt, wie eine Förderdiagnostik, aussehen könnte. Dabei ist eine Analyse seiner kognitiven Prozesse unerlässlich.

Schlagwörter: Sonderpädagogik, Lernpsychologie, Fallbeispiel, Lernprozess, Förderdiagnostik, Lernförderung, Mathematikunterricht, Dyskalkulie


Autor: Willenberg, Monika
Titel: Prozessorientierte systemische Diagnostik als Prävention.
Quelle: In: Lernchancen,(2000) 16, S. 28–29; 37

Abstract: Unter pädagogischer Diaganostik wird im herkömmlichen Sinn Testdiagnostik mit dem Ziel verstanden, die Defizite eines Kindes festzustellen. Einen erweiterten Blickwinkel schafft die Förderdiagnostik mit ihrer ganzheitlichen und prozessorientierten Vorgehensweise. Sie ist allerdings weiterhin nur auf das Individuum gerichtet. Die /[K systemische /[A /[K Diagnostik /[A hingegen, auf die an dieser Stelle eingegangen wird, versucht darüber hinaus, Fähigkeiten und Ressourcen hervorzuheben, Strukturen, Zusammenhänge und Beziehungsmuster aufzudecken, um so die Entwicklung von Lernprozessen nachzuvollziehen und präventiv zu wirken. (Orig.).

Schlagwörter: Prozessorientierung, Kompetenz, Beobachtung, Systemischer Ansatz, Gespräch, Lehrer, Unterricht, Diagnostik, Systemisches Denken


Autor: Korte, Bettina; Willenbring, Monika
Titel: Beobachtungsinventar zur Lernsituation in einer Schulklasse.
Quelle: In: Lernchancen,(2000) 16, S. 30–36

Abstract: Dieses Beobachtungsinventar ist für Lehrer und Lehrerinnen konzipert, die im Rahmen des gemeinsamen Unterrichts behinderte und nichtbehinderte Kinder unterrichten. Es dient der allgemeinen Beobachtung und Reflexion der Lernsituation einer Klasse und ist unterteilt in drei Schwerpunktbereiche: 1. Allgemeine Lernsituation (Kontextbedingungen) 2. Beziehungsstrukturen 3. Problem- und Konfliktsituationen. (Orig.).

Schlagwörter: Konflikt, Schulklasse, Lehrer, Beobachtungsbogen, Soziale Beziehung, Lernen, Integrierender Unterricht, Rahmenbedingung, Schulische Integration


Autor: Kutzer, Reinhard; Waniek, Dorothea
Titel: Rechenzüge. Spiele für den Mathematikunterricht.
Quelle: In: Lernchancen,(2000) 16, S. 38–43

Abstract: Der vorliegende Beitrag weist auf einige Groblernziele des elementaren Mathematikunterrichts hin, bei denen nach unserer Erkenntnis didaktische Fehlentscheidungen und Unzulänglichkeiten heutiger diagnostischer Verfahren am mangelnden Lernerfolg der Kinder mitbeteiligt sind. Am Beispiel der Erarbeitung der Struktur zweistelliger Zahlen soll durch die Darstellung von Groblernschritten ein Alternativvorschlag zur jetzigen Praxis unterbreitet werden, der nach unseren Untersuchungen die Forderung nach einem kind-, sach- und lernstrukturgemäßen Unterricht besser einlöst. (Orig.).

Schlagwörter: Sonderpädagogik, Lernpsychologie, Lernprozess, Förderdiagnostik, Lernförderung, Unterrichtsmaterial, Mathematikunterricht, Spiel, Dyskalkulie


Autor: Kretschmann, Rudolf
Titel: Beobachtungs- und Förderkompetenzen im Bereich Schriftsprache.
Quelle: In: Lernchancen,(2000) 16, S. 44–51

Abstract: Sehr ausführlich beschäftigt sich der Beitrag mit Diagnostik und Förderung im Anfangsunterricht Deutsch. Der Aufsatz enthält einen Protokollbogen zur klassenweisen Registrierung von Lese- und Schreibleistungen. (BIL/Kr).

Schlagwörter: Kompetenz, Schuljahr 01, Beobachtung, Förderung, Anfangsunterricht, Lesenlernen, Schreiben, Lernen, Schriftsprache, Grundschule, Deutschunterricht, Diagnostik


Autor: Blatt, Inge
Titel: Schreibbeobachtung als Schreibförderung.
Quelle: In: Lernchancen,(2000) 16, S. 52–60

Abstract: Zur Bestimmung von Schreibfähigkeiten und -schwierigkeiten muss dem Lehrenden ein Instrument an die Hand gegeben werden, um so Einblick in den Schreibprozess der Schülerinnen und Schüler zu erhalten. Die Autorin stellt einen Leitfaden zur Schreibbeobachtung vor. Dieser Leitfaden soll den Blick schärfen für den Gesamtkomplex Schreiben und Lehrerinnen und Lehrern helfen, positive Ansätze bei den Schreibenden zu entdecken. Bei einer reduzierten Wahrnehmung auf inhaltliche Stimmigkeit und sprachliche Korrektheit können wichtige Imformationen übersehen werden. Wie Lehrerinnen und Lehrer an solchen ermutigenden Beobachtungen mit ihren Aufgabenstellungen und systematischen Lernangeboten anknüpfen können, wird im vorliegenden Beitrag beispielhaft aufgezeigt.

Schlagwörter: Schüler, Didaktische Grundlageninformation, Beobachtung, Sonderpädagogik, Schreiben, Förderdiagnostik, Prozess, Deutschunterricht


Autor: Blatt, Inge
Titel: Schreibbeobachtung als Schreibförderung. Leitfaden und Anregungen für den Unterricht.
Quelle: In: Lernchancen,(2000) 16, S. 52–60

Abstract: Ich entnehme dem Schreibprozessmodell Kategorien und Beobachtungskriterien und stelle daraus den folgenden Leitfaden zur Schreibbeobachtung zusammen (Kasten 1, S. 54). Der Leitfaden hat nicht die Funktion, alle Kriterien bei jedem Textschreiben abzuhaken. Er soll vielmehr den Blick schärfen für den Gesamtkomplex Schreiben und Lehrerinnen und Lehrern insbesondere helfen, positive Ansätze bei den Schreibenden zu entdecken. Bei einer reduzierten Wahrnehmung auf inhaltliche Stimmigkeit und sprachliche Korrektheit können wichtige Informationen (originelle Ideen oder eigene Ziele) übersehen werden. Wie Lehrerinnen und Lehrer an solchen ermutigenden Beobachtungen mit ihren Aufgabenstellungen und systematischen Lernangeboten anknüpfen können, zeige ich im Folgenden beispielhaft auf. Um schreiben zu lernen, sollten Schülerinnen und Schüler gezielt bei der Ausübung des Schreibprozesses unterstützt werden. Dies gibt ihnen die Möglichkeit, sich auf bestimmte Bereiche zu konzentrieren und somit Teilfertigkeiten zu automatisieren und den Schreibprozess erfolgreich zu koordinieren. Lehrerinnen und Lehrer können anhand der Schreibbeobachtung Bereiche dafür auswählen und die Lernumgebung entsprechend gestalten: – Themen- und Aufgabenstellung – Beratung – Schreibwerkzeuge – Sozialformen – Einüben von Teilfertigkeiten. Ausgewählte Aussagen von Zehntklässlern geben Auskunft über die Anfangsphase des Schreibprozesses. Anschließend vergleiche ich drei Schülertexte aus einer 5. Klasse hinsichtlich der zugrundeliegenden und auszubauenden Schreibfähigkeiten. Abschließend gebe ich unterrichtspraktische Anregungen, wie Schreibbeobachtung und Gestaltung der Lernumgebung im Verlauf der Sekundarstufe aufeinander bezogen werden können. (Orig.).

Schlagwörter: Freies Schreiben, Projekt, Schuljahr 10, Beobachtung, Leitfaden, Förderung, Gestalten, Orientierungsstufe, Text, Lernprozess, Schreiben, Briefwechsel, Lernumgebung, Deutschunterricht, Sekundarstufe I


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77/2010 - Ganzschriften / Lehrerkooperation
75/76 2010 - Soziales Lernen fördern
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71/2009 - Lernlandkarten / Eltern gewinnen
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67/2009 - Lerngruppe werden / Selbstgesteuert Lernen
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