Burkhard Will

Glossar zur Inklusion

Burkhard Will

ADS/ADHS
Störung der Aufmerksamkeit, Konzentrations- und Selbstregulation, teilweise mit einer Hyperaktivität verbunden.
Oft Ursache für Lern- und Verhaltensauffälligkeiten.
Autismus
Eine gravierende Beeinträchtigung meist mehrerer Entwicklungsbereiche, die zu Schwierigkeiten im sozialen Umgang und der Kommunikation führt. Oft verbunden mit sich wiederholenden stereotypischen Verhaltensweisen.
Behinderung
Physische oder psychische Beeinträchtigung, die in Wechselwirkung mit umweltbedingten und gesellschaftlichen Barrieren die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erschweren bzw. verhindern.
Förderplan
Verbindliche Dokumentation der nächsten Lernziele und den zu ergreifenden Maßnahmen.Wird meist vom gesamten Klassenteam erstellt (z.B. Förderplanung nach KEFF).
Geistige Behinderung/Unterstützungsbedarf Geistige Entwicklung
Deutlich unterdurchschnittliche kognitive Fähigkeit, die zu erheblichen Beeinträchtigungen in der Kommunikation, Selbstfürsorge und Selbstbestimmung führen.
Körperbehinderung
Die Teilhabe und Selbstverwirklichung wird durch eine Beeinträchtigung des motorischen Apparates erschwert. Menschen mit einer chronischen Krankheit werden schulisch dazugezählt.
Lese-Rechtschreibschwäche (oft auch Legasthenie)
Der Aneignungsprozess im Lesen und Schreiben ist so erschwert, dass es zu stark unterdurchschnittlichen Leistungen im Lesen und der Rechtschreibung kommt.
Nachteilsausgleich
Nachteilsausgleich bezeichnet alle notwendigen und geeigneten unterstützenden Maßnahmen, die den Schülerinnen und Schülern einen Zugang zu dem Lerngegenstand bzw. zu der Aufgabenstellung ermöglichen. Maßnahmen des Nachteilsausgleichs ermöglichen ihnen in Prüfungssituationen, ihre Kompetenzen nachzuweisen.
Es werden die gleichen Leistungsanforderungen gestellt, der Schwierigkeitsgrad der zu erbringenden Leistung bleibt erhalten.
Grundlage ist Artikel 3.3 des GG „Niemand darf wegen einer Behinderung benachteiligt werden.
Pädagogische Mitarbeiter
Pädagogische Fachkräfte zur Unterstützung der Lehrkraft in der inklusiven Schule oder in der Förderschule. Sie sind Teil des multiprofessionellen Teams.
Präventionsprogramme
Als vorbeugende Maßnahme zur Verhinderung von Auffälligkeiten. Die Programme sollten in der ganzen Schule gelten.
Bekannte Programme:
  • KlasseKinderSpiel (Hillenbrand/Pütz; s. a. Toolbox )
  • Classroommanagement (Eichhorn)
  • Lubo aus dem All (Hillenbrand)
  • Gut arbeiten/zusammen leben (Grüner)
  • Oder das aus den USA stammende Gesamtkonzept response to intervention (RTI)
Es gibt auch Programme für einzelne kleine Gruppen, die meist nach Auftreten erster Probleme angewendet werden. Hier werden oft kognitiv-behavioristische Programme, wie z.B. das „Training für aggressive Jugendliche von Petermann/Petermann, eingesetzt.
Rechenschwäche (oft auch Dyskalkulie)
Andauernde stark unterdurchschnittliche Leistungen im Fach Mathematik. Besonders eine Beeinträchtigung in der Arithmetik.
Schulbegleiter/Einzelfallhelfer/Integrationshelfer
Begleiten und unterstützen einzelne Kinder im Unterricht, die sonst nicht ihren Fähigkeiten entsprechend gefördert werden könnten.
Sonderpädagogischer Unterstützungsbedarf
Von der KMK 1994 eingeführter Begriff. Sonderpädagogischer Förderbedarf (manchmal auch Unterstützungsbedarf) beschreibt die Art und den Umfang notwendiger Maßnahmen, um Bildungsziele und Teilhabe zu ermöglichen.
Sprachbehinderung
Ist eine Störung im Spracherwerb. Sie zeigt sich durch unzureichende sprachliche Strukturen und beim Sprechen bzw. Redefluss (z.B. Stottern).
Sprache, leichte
Bewusste Vereinfachung der Sprache mit kurzen Sätzen und einem einfachen und leichten Wortschatz, um ein Verstehen zu erleichtern.
SPU
Sonderpädagogischer Unterstützungsbedarf.
Teamteaching/unterrichtliche Kooperation
Zusammenarbeit von Regel- und Förderschullehrkräften im Unterricht der Regelschule. Der Unterricht wird gemeinsam, meist in einer verbindlichen Planungszeit,...

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Fakten zum Artikel
aus: Schule leiten Nr. 16 / 2019

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