Mit Konflikten umgehen – Auf Krawall gebürstet

Mit Konflikten umgehen – Auf Krawall gebürstet

Schule leiten | Ausgabe Nr. 10/2017

Wo Menschen sich begegnen, treffen sie mit ihren Meinungen, Interessen und Ansichten aufeinander. Konflikte sind da programmiert. Konflikte sind also normal, müssen aber gelöst oder beigelegt werden, um zu einem gedeihlichen Miteinander zu kommen. Konfliktmanagement ist ein wichtiger Teil des Führungshandelns, auch einer Schulleitung. Und dazu sind Kenntnisse nötig über rollenbedingte Konflikte, Interaktionsmuster, Schlichtungsverfahren und kreative Strategien, um Dauerclinch und Eskalation zu vermeiden.

Inhaltsverzeichnis
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Drei Erwachsene lernen
Verhaltensweisen verstehen und reagieren lernen Kleine Geometrie für Konflikte
Friedrich+ Kennzeichnung Schuljahr 1-13

Menschen verhalten sich bei Streit und Konflikten unterschiedlich. Eine Organisationsberaterin gibt Ihnen ein Modell an die Hand, mit dem sich drei Interaktionsmuster - Quadrat, Dreieck und Kreis - unterscheiden lassen. Wer das Verhaltensmuster seines Gegenüber erkennt, kann besser darauf reagieren und Konflikte leichter bearbeiten. (Tool zur Deeskalation gemäß der Konflikttypern)

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Besprechung im Lehrerzimmer
Eine Orientierung auch für Führungskräfte Konfliktbearbeitung mit "Neuer Autorität"
Friedrich+ Kennzeichnung Schuljahr 1-13

Als Führungskraft im Sinne der „Neuen Autorität“ (H. Omer) behauptet sich eine Person nicht mehr über einsame Entscheidungen an der Spitze, über Kontrolle, Durchsetzung oder Macht, sondern über eine Verantwortungsübernahme für Veränderungen im schulischen Miteinander, die sich um Verbundenheit, beharrliche Präsenz und Transparenz den Beteiligten im System gegenüber bemüht.

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Schulleiterin bei Einschulung
Anregungen für ein lösungsorientiertes Schulleitungshandeln Konflikte zwischen Schülern und Lehrkräften
Friedrich+ Kennzeichnung Schuljahr 1-13

Immer wieder werden Konflikte, die Lernende und Lehrende miteinander haben, an die Schulleitung herangetragen. Nicht immer lassen sie sich an die Beteiligten zurückspielen. Für eine lösungsorientierte Reaktion der Schulleitung ist es wichtig, auf schulinterne Strukturen zur Konfliktlösung zurückzugreifen, die am besten partizipativ erarbeitet werden.

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Schild mit Schulleitung etc.
Konflikte mit Eltern durch Beschwerdemanagement regulieren Miteinander reden hilft
Friedrich+ Kennzeichnung Schuljahr 1-13

Mit vielen Anliegen und Beschwerden sind Eltern bei der Schulleitung nicht an der richtigen Adresse. Am Beispiel eines Hamburger Gymnasiums wird gezeigt: Sind klare Zuständigkeiten festgelegt und die Lehrkräfte gesprächsbereit, können Eltern ihre Fragen und Probleme auf den richtigen Ebenen besprechen und lösen. Das Verfahren vermittelt Müttern und Vätern Sicherheit und entlastet Lehrkräfte und Schulleitung.

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Drei Erwachsene lernen
Die Perspektive des Personalrats Konflikte mit der Schulleitung
Friedrich+ Kennzeichnung Schuljahr 1-13

Wenn sich Schulleitung und Personalrat immer einig wären, käme mindestens einer der beiden Beteiligten seiner Aufgabe nicht angemessen nach. Der Umgang muss vertrauensvoll und partnerschaftlich sein. Bei der Konfliktbearbeitung müssen alle Beteiligten das Personalvertretungsgesetz beachten. Das formale Vorgehen nach den Vorgaben des Gesetzes führt nicht nur zu der notwendigen Lösung, es schützt auch die Beteiligten als Personen.

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Drei Erwachsene lernen
Produktiv statt konfrontativ Arbeit mit dem Personalrat
Friedrich+ Kennzeichnung Schuljahr 1-13

Eine Schulleitung tut gut daran, die Anliegen, die der Personalrat vorträgt, ernst zu nehmen.Bei Konflikten hilft es zudem, sich gegenseitig in der professionellen Rolle anzunehmen. Das Personalvertretungsgesetz fordert einen vertrauensvollen und partnerschaftlichen Umgang. Dieser trägt zur Professionalisierung der Auseinandersetzung bei, sodass Streitigkeiten nicht auf die persönliche Ebene geraten.

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Schulleiter und Lehrerinnen
Provozierender Erklärungsansatz für viele Konflikte und Probleme Von kompliziert zu komplex
Friedrich+ Kennzeichnung Schuljahr 1-13

Komplexe Situationen, wie sie in der Schule vorherrschen, lassen sich nicht mit mechanistischem Handeln steuern. Angemessene Reaktionen erfordern Probieren, Erkenntnisse und Reaktion darauf. Dies ist die Kernaussage des Buches "Komplexithoden" von N. Pflägung und S. Herrmann. Die Rezension arbeitet heraus, welche der darin vorgestellten Methoden sich für die Schule eignen.