Krisenmanagement – Kühler Kopf im Kollektiv

Krisenmanagement – Kühler Kopf im Kollektiv

Schule leiten | Ausgabe Nr. 18/2019

Unfälle, Krisen und Katastrophen können jede Schule treffen, und zwar ohne Vorankündigung. Da gilt es, vorbereitet zu sein, um in hitzigen Situationen mit kühlem Kopf handeln zu können. Jede Krise anders ist und erfordert neben dem schematischen Handeln entlang eines Notfallplans auch die individuelle Reaktion der Schulleitung. Die Unsicherheit, die nach jeder Krise bleibt, kann auch als Chance gesehen werden, um die Weichen auf Prävention zu stellen.

Inhaltsverzeichnis
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Zwei Lehrerinnen, ein Lehrer
Erkennen der Lage als erster Schritt zur Bewältigung Notfälle im schulischen Bereich
Friedrich+ Kennzeichnung Schuljahr 1-13

Notfälle in Schulen sind trotz bester Prävention unvermeidbar und erfordern sofortiges, planvolles Handeln von Schulleitungen und Pädagogen – in Kooperation mit Rettungskräften und Unterstützern. Die Ereignisse können von Unfällen im Chemie- oder Sportunterricht über Wegeunfälle bis hin zu sog. zwischenmenschlich verursachten Notfällen reichen, etwa angedrohte oder vollendete Suizide und Amokläufe. Schulgemeinschaften werden hiervon mitunter massiv belastet, der Schulalltag gravierend beeinträchtigt. Für jedes dieser Ereignisse ist die wichtigste Aufgabe von Schulleitungen das Erkennen und die Analyse der Situation sowie ein sofortiges Einleiten nötiger Stabilisierungsmaßnahmen zur Verhinderung langfristiger Belastungen und Einschränkungen der Betroffenen.

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Lehrerin vor Tafel
Wie sich Schulen für den Notfall wappnen Schulisches Krisenmanagement
Friedrich+ Kennzeichnung Schuljahr 1-13

Ein gutes, professionelles Krisenmanagement unterstützt die gesamte Schulgemeinde in der Bewältigung schwer belastender Ereignisse und fördert persönliche Ressourcen und Lösungsstrategien. Dabei geht es nicht nur um wichtige Sofortmaßnahmen nach Eintritt eines Notfalls, auf die der Artikel eingeht. Wichtige Aufgabe der Schulleitungen ist auch, sich mit dem Kollegium in ruhigen Zeiten auf mögliche Notfälle vorzubereiten, schulbezogene Notfallpläne zu erarbeiten, Schulungen durchzuführen und anhand möglichst realistischer Fallbeispiele Handlungskompetenz zu erlangen, um im Notfall schnell und adäquat reagieren zu können. Schulpsychologische Dienste sind hier wichtige Unterstützer und Begleiter.

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Gruppe von Lehrern
Mehr Sicherheit durch Vernetzung Krisenmanagement braucht Unterstützung
Friedrich+ Kennzeichnung Schuljahr 1-13

Schulen werden häufig von größeren und kleineren Krisen gebeutelt. Dabei gilt es zunächst abzuwägen, ob und falls um welche Art von Krise es sich handelt. Maßgeblich bei der deren Bewältigung ist schließlich die präventive Einrichtung von Besprechungszirkeln, die sich um die Sorgen und Nöte von Mitgliedern der Schulgemeinde kümmern. Hierbei sind multiprofessionelle Teams gefragt, die zum Fundament der Schule zählen sollten. Sie müssen Unterstützungssysteme auf allen Ebenen aufbauen und kennen.

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Zwei Lehrerinnen, ein Lehrer
Umgang von Schulen mit dem Suizid von Schülerinnen und Schülern Zwischen Trauerarbeit und Prävention
Friedrich+ Kennzeichnung Schuljahr 1-13

Suizide von Schülerinnen und Schülern gehören zu den schlimmsten Ereignissen, die eine Schule treffen können. Wie ist bei einem solchen Fall zu handeln: Kontakt zu den Eltern, Arbeit des Krisenteams, Überbringen der Nachricht an die Schülerschaft sind erste Schritte. Zur akuten Bewältigung gehört auch der Umgang mit der Presse, zur langfristigen der Übergang von der Trauer zu Postvention und Prävention.

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Gruppe von Lehrern
Auskünfte eines Schulleiters nahe des Evakuierungsgebiets Fund einer Fliegerbombe führt zur Zwangspause
Friedrich+ Kennzeichnung Schuljahr 1-13

Was tun, wenn in der Umgebung der eigenen Schule eine alte  Fliegerbombe gefunden wird? An einer Grundschule in Regensburg, die knapp außerhalb des Evakuierungsgebiets liegt, wurde eine Leitzentrale der Blaulichtorganisationen eingerichtet, Schulausfall war die Folge. Der Schulleiter berichtet in einem Interview, wie mit dieser Herausforderung in der Praxis umgegangen wurde.

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Junge Frau wehrt jemanden ab
Wie eine Schule mit störenden Schülerinnen und Schülern umgehen kann Zwischen Individualität und Konsequenz
Friedrich+ Kennzeichnung Schuljahr 1-13

Kinder und Jugendliche, die dauernd den Unterricht stören, sind ein häufiger Krisenfall. In einer Regelschule in Thüringen werden solche Lernenden engmaschig vom Schulteam betreut, zeitweilig in anderen Lerngruppen untergebracht und mit Lernverträgen und anderen Vereinbarungen wieder zum Lernen gebracht. (Vorlage für ein Anamnesegespräch mit Schüler/in und Eltern sowie für einen Lernvertrag als Tools.)