Sven Heuer

Den beruflichen Übergang vorbereiten

Sven Heuer

Handlungshinweise für den leitungsorientierten Einsatz von Methoden

Ohne pädagogisch planvolles und systematisches Handeln innerhalb des beruflichen Übergangssystems scheint es bildungspolitisch wenig überzeugend zu sein, Integrationserfolge als „effektiv oder „zielorientiert zu bewerten.
Eine umfassende Konzeptentwicklung als Ausgestaltung von Bildungszielen einerseits und Methoden als konkrete Handlungspläne andererseits, sind zwei grundlegende Instrumente für eine erfolgreiche Praxisarbeit im Sinne eines professionalisierten Qualitäts-, Einrichtungs- oder Schulentwicklungsprozesses (vgl. Heuer 2018).
Der folgende Beitrag skizziert sieben methodische Handlungsimpulse für den Übergang mit „schwierigeren Kindern und Jugendlichen ins berufliche Übergangs- oder Ausbildungssystem. Für einen bedarfsorientierten Methodeneinsatz bauen die folgenden Handlungsimpulse zyklisch aufeinander auf (vgl. Abb. ).
Die professionelle Schlüsselaufgabe lautet: Was müssen wir konkret tun wie könnten wir handeln , um pädagogische Erfolge zu erzielen und vor allem mit welchen pädagogischen Mitteln können wir das?
Methoden innerhalb von Schulentwicklung
Nicht jede Methode passt zur fokussierten Zielgruppe und deren Förderbedarf. Es stellt sich folglich die Frage, welche funktionell-praktische Rolle ausgewählte Methoden im jeweiligen Schulkonzept einnehmen. Für die Arbeit mit „auffälligen Jugendlichen ist ein krisenfestes Professionalitätsverständnis erstrebenswert, um die praktischen Herausforderungen kompetent annehmen zu können.
Leitbildarbeit und die Verständigung auf gemeinsame Handlungsziele sind hier Vorstufen für eine methodische Auseinandersetzung mit flexiblen Lösungen für die „tatsächlichen sozialen Situationen der Zielgruppen. Methodeneinsatz kann hier als ein Instrument in der jeweiligen konzeptionellen Schul- oder Einrichtungskultur verstanden werden und ist eine moderierende Leitungsaufgabe.
Methoden müssen zum Grundgerüst des Schulkonzeptes passen und als Schulentwicklungsaufgabe verstanden werden.
Die Orientierungsfrage lautet: Gibt es gemeinsame und konsensfähige Zielmarken?
Folgende Handlungsschritte sind notwendig:
  • kooperative Abstimmung von Konzeptzielen des Gesamtpersonals;
  • Handlungskriterien entwickeln;
  • Ermittlung eines gemeinschaftlichen Professionalitätsverständnisses;
  • Klärung von schul- und einrichtungsinternen wie institutionellen Zuständigkeiten.
Bedarfsorientierung
Eine gezielte Methodenauswahl kann im nächsten Schritt als strategischer Sondierungsprozess wahrgenommen werden, der ein internes Kommunikationsmanagement verfolgt, das von den Schulleitungen verfolgt werden muss. Im ersten Schritt müssen die Ist-Zustände und die konkreten Prozesse der Schule dokumentiert werden. Diesem Schritt geht voraus, dass Konzeptentwicklung zur Moderationsaufgabe erhoben wird. Fachbereichsleiterinnen und -leiter oder externe Beratende müssen eine Diskussion über die Qualität der „eigenen Arbeit etablieren und vom Team autorisiert werden.
Im Hinblick auf konkrete Bedarfe kann der Soll-Zustand über einen konkreten konzeptionellen „Fahrplan etabliert werden. Dieser Schritt kann nur kollegial erfolgen, wenn es gelingt eine einrichtungsspezifische Arbeitsteilung die Implementierung von Interessen-, Arbeits-, Berufs- und Steuergruppen als gemeinschaftliche Aufgabe zu begreifen.
Welche Methode eingesetzt wird, richtet sich nach dem Bedarf der Schule. Dabei ist die zentrale Frage: Welche „konkreten Methoden decken sich mit dem Hilfebedarf und den konzeptionellen wie „idealisierten Zielen der Schule oder Einrichtung?
Folgende Handlungsschritte sind notwendig:
  • Bedarfsanalyse der Einrichtung und Schulkultur: Konkretisierung des Ist- und Soll-Zustandes;
  • Entwicklung von konkreten Handlungsschritten;
  • Ermittlung von Förderzielen und Hilfeaufträgen der Zielgruppe, z.B. das Nachholen eines Schulabschlusses, lebensweltlich-soziale Stabilisierung der Persönlichkeit;
  • ...

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Fakten zum Artikel
aus: Schule leiten Nr. 16 / 2019

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