Baustelle Leistungsbeurteilung

Baustelle Leistungsbeurteilung

Lernende Schule | Ausgabe Nr. 84/2018

Im aktuellen Diskurs zur Leistungsbeurteilung geht es vor allem um den alltäglichen Umgang mit Schulleistungen sowie um die Frage der Passung von Unterrichtsgestaltung mit Leistungserhebung und -bewertung. Aber die neue Lern- und Förderkultur mit offenen, schüleraktiven und kooperativen Unterrichtsformen steht im Spannungsverhältnis zur traditionellen Leistungskultur. Wie Schulen darauf mit ergänzenden und angepassten Formen des Umgangs mit Schülerleistungen reagieren, zeigt das Heft.

Inhaltsverzeichnis
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Prüfung in Schule
Von pädagogischer Innovation und diagnostischer Qualität Ewige Baustelle?
Friedrich+ Kennzeichnung Schuljahr 1-13

Seit Jahrzehnten ist Leistungsbeurteilung ein Thema pädagogischer Praxis und innovativer Schulentwicklung.

Typische „Baustellen“ sind Alternativen zur Notengebung (z. B. verbale Beurteilungen)

und veränderte Konzepte innerhalb der Notengebung (z. B. differenzierte oder kompetenzorientierte

Klassenarbeiten). Welche Argumente und Probleme aktuell diskutiert werden, zeigt dieser Beitrag.

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Kinder in Schulmensa
Fragen zur Zukunft der Leistungsbeurteilung an den Schulen Auslagern oder integrieren?
Friedrich+ Kennzeichnung Schuljahr 1-13

Die Leistungsbeurteilung an den Schulen verändert sich rasch. Ihre Ausgestaltung und Weiterentwicklung

wird nachhaltige Auswirkungen auf den Erfolg des Unterrichts haben. Ja, sogar die Frage

einer demokratischen Gesellschaft ist davon berührt. An zwei Szenarien wird deutlich gemacht, in

welche Richtungen die Leistungsbeurteilung in Zukunft entwickelt werden könnte.

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Prüfung in Schule
Alternative Leistungserbringung und -beurteilung in der gymnasialen Oberstufe Individualisierung wagen
Friedrich+ Kennzeichnung Schuljahr 1-13

Die Hildegardis-Schule in Hagen nutzte den in NRW seit 2012 eröffneten Spielraum der Prüfungspraxis,

um in einem Schulentwicklungsvorhaben Leistungserbringung und Leistungsbeurteilung

in der Oberstufe zu individualisieren und den Anforderungen eines Studiums anzupassen. Der

Erfahrungsbericht des Instituts für Schule, Erziehungs- und Fachwissenschaften zeichnet auch die

Auswirkungen auf die Unterrichtsgestaltung nach.

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Junge Frau wehrt jemanden ab
Zur Beurteilungspraxis an bayerischen Montessori-Schulen Wortgutachten, Zeugnisbriefe und Rasterzeugnisse
Friedrich+ Kennzeichnung Schuljahr 1-13

Der Beitrag gibt einen Einblick in die Beurteilungspraxis bayerischer Montessori-Schulen. Die Verwendung

verschiedener Formen verbaler Beurteilung erscheint zum einen als Kompromiss zwischen

reformpädagogischem Selbstverständnis und Vorgaben der Schulaufsicht, zum anderen

jedoch auch als anregend im Hinblick auf die Weiterentwicklung der Schulpraxis insgesamt.

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Handgeschriebenes
Erfahrungen eines langen Entwicklungsprozesses Schulisches Modell der Leistungsbeurteilung
Friedrich+ Kennzeichnung Schuljahr 1-13

Die Implementation eines schulweit gültigen Konzepts zur Leistungsbewertung setzt eine zielgenaue

Fortbildungsarbeit sowie Diskussionen in den Fachschaften und der Lehrerkonferenz ‚

voraus. Entsprechende Beschlüsse entfalten erst dann einen hohen Grad an Verbindlichkeit, wenn

möglichst weite Teile des Kollegiums in seinen spezifischen Bedürfnissen, Erfahrungen und Kompetenzen

ernstgenommen bzw. wertgeschätzt werden.

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Gruppe von Lehrern
Ein schulisches Konzept zum Umgang mit Leistung entwickeln Erheben, bewerten und besprechen
Friedrich+ Kennzeichnung Schuljahr 1-13

Lernen, leisten, leben – das sind die großen Kategorien der Schule. Zu allen Kategorien eröffnen

sich eine Vielzahl unterschiedlicher Verwirklichungsmöglichkeiten, die die Einzigartigkeit einer

Schule ausmachen. Damit die einzelnen Initiativen nicht zufällig bleiben und nur abhängig vom

Engagement der einzelnen Lehrkraft sind, damit Bewährtes weitergeführt und verbessert werden

kann, entwickeln und verwirklichen Schulen Konzepte.