Schulische Kommunikation

Wie schwierige Gespräche auch digital gelingen können

Die Coronakrise verändert unser aller Alltag. Abstandhalten oder Social Distancing ist angesagt, privat wie beruflich. Digitale Technologien sind dabei eine große Hilfe. Natürlich können sie analoge Kommunikation auf Dauer und in Gänze nicht ersetzen. Damit schwierige Gespräche über technische Hilfsmittel gelingen, gilt es, auch für diese schulische Kommunikation einige Regeln zu beachten.

Klare Regeln für virtuelle Kommunikation
Klare Regeln für virtuelle Kommunikation Foto: ©fizkes/stock.adobe.com

Digitale Kommunikationstechnologien unterstützen uns derzeit dabei, in der Coronakrise vieles aufrechtzuerhalten, was analog zurzeit nicht geht: vom Homeoffice mit Videokonferenzen bis zum Schulunterricht von zu Hause aus. Technik macht den Verlust von Gemeinschaft und die soziale Isolierung für eine gewisse Zeit zwar leichter erträglich, bleibt aber je länger die Abschottung anhält, desto deutlicher wird: Sie bietet nur einen schwachen Ersatz für echte menschliche Begegnung. Organisatorische Besprechungen laufen recht gut über die digitale Technik. Aber eine Familienfeier oder der Besuch eines Konzertes sind Erlebnisse, deren digitale Surrogate nicht dieselben Qualitäten haben.

Digitale und analoge Kommunikation an der Schule mischen

Ob sich unser Arbeitsleben über die Zeiten von Corona hinaus dauerhaft verändern wird, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch sicher. Viele von uns wagen sich unter den aktuellen Gegebenheiten eher an digitale Werkzeuge. Manche haben ihren Widerstand, den sie lange aufrechterhalten haben, aufgegeben, aufgeben müssen. So hat auch die Digitalisierung in der Schule einen ungeahnten Schub erfahren. Manche Lehrkräfte übertragen die neuen Fertigkeiten auch auf Privates. Und allgemein dürfte klarer werden, welche Vor- und Nachteile analoge und digitale Formate haben. Das trifft auf digitalen Unterricht genauso zu wie auf berufliche und private Kommunikation. Höchstwahrscheinlich werden die jetzt erworbenen oder vertieften Kompetenzen bessere Kombinationen von analog und digital auch in Nach-Corona-Zeiten weiterwirken.

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Regeln für gute Kommunikation in schwierigen Fällen

Kurze Absprachen funktionieren gut per Telefonkonferenz oder Skype. Heikel werden kann es bei inhaltlich komplexen Diskussionen. Dialog, Austausch, Brainstorming, das Ringen um das beste Argument oder auch ein Konfliktgespräch sind nicht so einfach – analog nicht, digital noch weniger. Daher sollte man bei schwierigen Gesprächen, die nicht im persönlichen Rahmen, sondern z.B. mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Homeoffice stattfinden, besonders sorgfältig sein:

  1. Verwenden Sie ein geeignetes Videokonferenz-Tool, um Blickkontakt mit dem/r Gesprächspartner/in zu halten. Mimik, Gestik und Tonfall spielen auch eine gewichtige Rolle bei der Kommunikation. 
  2. Für ein Mitarbeitergespräch in Ihrem Büro würden Sie eine ruhige und ungestörte Atmosphäre schaffen. Tun Sie das auch für ein Videotelefonat. Suchen Sie sich dafür ein ruhiges Plätzchen und bitten Sie auch Ihr Gegenüber, einen Ort ohne Ablenkungen aufzusuchen.
  3. Virtuelle Besprechungen sind vor technischen und anderen Störungen nicht gefeit. Deshalb ist es besonders wichtig, sich klar und detailliert auszudrücken. Notizen dazu, was Sie sagen wollen, sind hilfreich.

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