Digitaler Unterricht

Was leisten Lern-Management-Systeme?

Lern-Management-Systeme (LMS oder auch: Lernplattformen) gibt es schon seit rund 20 Jahren. Aus Hochschulen und vielen beruflichen Schulen sind sie nicht mehr wegzudenken, an allgemeinbildenden Schulen setzen sie sich immer mehr durch. Im Rahmen des DigitalPakts wird der Aufbau und die Weiterentwicklung von pädagogischen Kommunikations- und Arbeitsplattformen gefördert, „soweit sie im Vergleich zu bestehenden Angeboten pädagogische oder funktionale Vorteile bieten“. Was leistet ein LMS im schulischen Alltag?

Mit einem LMS lassen sich Lern- und Unterrichtsabläufe gut strukturieren. © Bildquelle: monkeybusinessimages

Funktionen eines LMS

LMS (Lern-Management-Systeme) oder auch Lernplattformen ermöglichen die digitale Kommunikation zwischen Lehrenden und Lernenden. Alle Lern-Management-Systeme bieten Funktionen, um Dokumente abzulegen, zu organisieren und gemeinsam an diesen Dokumenten zu arbeiten. In den meisten LMS kann man:

  • Lerneinheiten (sogenannte Kurse) anlegen,
  • den Lerneinheiten Materialien (z. B. PDFs, Videos oder Links) zuordnen
  • und diese dann mit einer definierten Gruppe von Schülerinnen und Schülern teilen.

Einige LMS verfügen zudem über Funktionen, um gemeinsame Kalender zu führen, interaktive Aufgaben zu erstellen und auszuwerten, Tests zu erstellen, in einem Forum, via E-Mail oder Chat miteinander zu kommunizieren oder Hausaufgaben zuzuweisen.

Schlichte und komplexe Lern-Management-Systeme

Die Übergänge zu den Lern-Management-Systemen oder Bildungsclouds der Länder sind fließend. Sie sollten sich daher gut überlegen, was Sie an ihrer Schule bereits haben und was Sie darüber hinaus brauchen. Wenn Sie nur Dokumente verwalten und austauschen wollen, brauchen Sie ein eher schlichtes LMS. Wenn Sie hingegen möchten, dass alle Lehrkräfte den Lern- und Arbeitsprozess der Schülerinnen und Schüler über die Lernplattform mit Material und Feedback begleiten, dann suchen Sie nach einem LMS mit einem breiten Spektrum an Funktionen. Am Markt gibt es inzwischen eine große Zahl an Anbietern.

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Kostenfreie LMS

Die bekannteste und am weitesten verbreitete kostenfreie Open-Source-Lernplattform ist Moodle. Die Lernplattform ist sehr flexibel, bedarf aber Know-how, um sie gut an die Bedürfnisse der jeweiligen Schule bzw. Klasse anzupassen. Weitere Beispiele für Open-Source-Lernplattformen sind Ilias oder DiLer.

Kostenpflichtige LMS

Lern-Management-Systeme, die Ihre Schule pro Nutzer und Jahr bezahlt oder für die Ihr Schulträger eine entsprechende Lizenz erwerben kann, sind zum Beispiel itslearning oder WebWeaver. Es gibt speziell für Schulen entwickelte Lösungen, die einfach und sicher zu bedienen sind.

Auswahl des richtigen Lern-Management-Systems

Treffen Sie die Entscheidung für ein LMS nicht leichtfertig. Beraten Sie sich am besten mit dem für Sie zuständigen Medienberater. Erkundigen Sie sich bei anderen Schulen nach Erfahrungen mit deren LMS und lassen Sie sich die Lösung in der Praxis zeigen. Es gibt viele Erfahrungsberichte von Lehrkräften im Netz.

Beteiligen Sie mehrere Lehrkräfte an der Auswahl des LMS. Binden Sie dabei sowohl technisch affine Kolleginnen und Kollegen sowie eher skeptische Mitglieder Ihres Kollegiums und vielleicht sogar Schülervertreterinnen und -vertreter ein, damit „Ihr“ LMS die nötige Akzeptanz findet und von allen Beteiligten gut und gerne genutzt wird.

Fakten zum Artikel

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