In sechs Schritten zum Medienkonzept

Das Medienkonzept

Wer sich als Schulleiterin oder Schulleiter noch nicht auf den Weg gemacht hat, über seinen Digitalisierungsprozess nachzudenken, sollte jetzt damit anfangen. Viele Schulen warten immer noch auf eine Breitbandanbindung, Baufirmen, einen digitalen Hausmeister oder auf Lehrende, die sich der Thematik annehmen. Als Schulleitung sollten Sie den Digitalpakt als Chance nutzen, um einen Prozess der Modernisierung und Erneuerung Ihrer Schule zu beginnen. Diese sechs Schritte können bei der Planung und Umsetzung eines Medienkonzepts helfen.

© Gerd Altmann/Pixabay

Schritt 1: Bilden Sie eine Task-Force

Eine Task-Force oder auch Steuerungsgruppe führt den gesamten Prozess. Sinnvoll ist es auch, das motivierte erste Drittel ihres Kollegiums in den Digitalisierungsprozess mit einzubeziehen, denn es gibt viel zu tun. Wichtig: Binden Sie Ihren Schulträger ein. Er muss nicht nur die Bundesgelder beantragen, sondern ist auch für Beschaffung, Support und Technik zuständig.

Tipp: Finden Sie Ihren „Probanden“. Der Proband ist die Person aus Ihrem Kollegium, die der Digitalisierung grundsätzlich positiv gegenübersteht, jedoch von sich selbst behauptet, kaum über IT-Wissen zu verfügen. Diese Person wird gebraucht, um neue Medientechniken für den Unterricht auszuprobieren, bevor sie angeschafft werden. Wenn Sie den Probanden überzeugt haben, haben Sie große Teile Ihrer Kolleginnen und Kollegen schon auf Ihrer – digitalen – Seite. Nutzen Sie diese Gelegenheit.

Mit dem Medienkonzept zu besserem Unterricht

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Schritt 2: Erarbeiten Sie eine Vision für das Medienkonzept

„Wo wollen wir hin?“ und „Was ist für uns digitale Bildung?“ – stellen Sie diese Fragen offen im Kollegium und erarbeiten Sie gemeinsam eine Vision, was Sie als Schule erreichen wollen.

Folgende Diskussionsschwerpunkte können helfen: Wie soll unser Unterricht in Zukunft aussehen? Inwiefern ändert sich die Rolle des Lehrenden? Welche Kompetenzen sollen in welcher Form vermittelt werden? Wie kommunizieren wir untereinander und mit unseren Schülerinnen und Schülern? Soll es eine Lern- und Kommunikations­plattform geben? Welche Endgeräte sind für uns die passenden? Wie sieht das zukunftsgerichtete Schulprofil aus?

Schritt 3: Nehmen Sie alle mit und vernetzen Sie sich

Ob es klappt, als Team an einem Strang zu ziehen, ist eine Frage der Zeit. Ziel sollte es jedoch sein, möglichst viele Lehrerinnen und Lehrer von Beginn an mitzunehmen. Da Digitalisierung der Schule neue Arbeitsweisen und Methoden erfordert, ist es wichtig, ein passendes Lehrerfortbildungskonzept zu entwickeln. Gibt es Nachbarschulen in Ihrer Stadt oder Gemeinde, die sich auch auf den Weg machen wollen oder schon gestartet sind? Kann man hier zusammenarbeiten oder etwas lernen? Auch Hospitationen an anderen Schulen helfen oft konkret weiter und bieten die Möglichkeit, Fragen zu stellen und zögerliche Kollegen und Kolleginnen für den digitalen Weg zu gewinnen.

Schritt 4: Verbinden Sie die Pädagogik mit der Technik

Jetzt sind Sie als Schulleitung mit Ihrem Schulträger in einem Boot. Für Sie ist die Grundvoraussetzung für eine zeitgemäße, digital gestützte Pädagogik die passende Technik vor Ort zu haben, die von den Lehrenden auch eingesetzt und genutzt wird. Der Schulträger muss auf die Kosten und das Wartungs- und Betriebskonzept dahinter achten. Er muss auf Standards und Interoperabilität der Systeme setzen.

Schritt 5: Planen Sie Investitionen sorgfältig

Spätestens jetzt ist es Zeit, die Investi­tionen zusammenzutragen und zu überprüfen, wofür genau die Fördergelder eingesetzt werden können. Wer übernimmt den First-, Second- und Third-Level-Support? Und welche Folgekosten muss die Kommune bzw. die Stadt einplanen?

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Schritt 6: Schreiben Sie Ihr Medienkonzept auf

Schreiben Sie Ihr Medienbildungskonzept unter Berücksichtigung des Medienentwicklungsplanes Ihres Schulträgers. Der DigitalPakt Schule folgt dem Grundsatz „Keine Ausstattung ohne Konzept“. Es ist die Grundlage dafür, überhaupt Geld aus dem DigitalPakt abrufen zu können. Denn: Wer zu spät kommt … geht leer aus. In den meisten Bundesländern ist die letzte Möglichkeit eines Antrages 2024.

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