Ingrid Wrede

Bei guter Pflege hohe Wirkung

Ingrid Wrede

Social Media in der Schul-Öffentlichkeitsarbeit

Social Media bieten Kommunikationskanäle, die mittlerweile nahezu von allen Unternehmen in der Wirtschaft genutzt werden. Interaktivität, Kommunikation, Publikation in Echtzeit das sind die Schlagworte dazu. Kommunikation ist keine Einbahnstraße mehr. Bestehende Botschaften werden multipliziert, verändert und eigene Inhalte in Umlauf gebracht.
Wie aber sieht es in unseren Schulen aus. Gelten hier die gleichen Gesetze wie für die freie Wirtschaft?
Demografischer Wandel und Digitalisierung
Gezeichnet vom demografischen Wandel stehen die Schulen heute untereinander im starken Wettbewerb. Durch ein kompetentes Auftreten in den verschiedenen sozialen Netzwerken haben sie eine gute Möglichkeit, sich bekannt zu machen und in ihrem Angebot besser wahrgenommen zu werden. Dabei ist zu bedenken: Jede Schule ist gewollt oder nicht bereits im Web 2.0 vertreten. Über Blogs, Twitter- und Facebook-Accounts wird sich täglich auch über schulische Themen ausgetauscht. Die Schüler kommunizieren über das Internet miteinander, wodurch ein Teil der Schule zwangsläufig öffentlich wird.
Die Welt ist digital! Das Internet bietet mit seinen Netzwerken einen sehr effizienten Weg, potenzielle Schüler und deren Eltern anzusprechen. Informationsbeschaffung und Angebotsorientierung erfolgen heutzutage in allen Bereichen fast ausschließlich über das Netz. Geht es um die Schulwahl, haben Eltern und Kinder hohe Anforderungen und vielschichtige Erwartungen. Auch eine Schule muss sich deshalb von der Masse absetzen und durch Alleinstellungsmerkmale und Anreize Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Einige Schulen haben in diesem Punkt die Chance der sozialen Medien bereits für sich erkannt. Um das Image der Schule tatsächlich zu fördern und ihm nicht etwa zu schaden, sollte sich eine Schule nie ohne ein gut ausgearbeitetes Social-Media-Konzept präsentieren. Qualität und Aktualität der eigenen Homepage sind elementare Voraussetzungen, um potenziell Interessierte zu fesseln.
Jede einzelne Schule muss sich an ihren Angeboten, ihrem Auftreten und an den Ergebnissen ihrer Arbeit messen lassen können. Offene Kommunikation ist dabei von entscheidender Bedeutung. Sie schafft Transparenz und Vertrauen und fördert dadurch das Ansehen einer Schule.
Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, ist grundsätzlich eine übersichtliche Website wichtig, auf der sich Eltern, Schüler und Lehrer gut zurechtfinden. Hierbei ist vor allem der erste Eindruck entscheidend. Voraussetzung ist natürlich, dass die Seite bekannt wird. Das geht nur mit hinreichender Pflege. Der Google-Algorithmus benachteiligt Seiten, die nicht kontinuierlich gespeist werden. Je häufiger eine Seite aktualisiert wird, desto höher ist die Chance, dass die Seite geklickt wird und der Bekanntheitsgrad steigt. Ansprechende, interessante Gestaltung, etwa mit Fotos und Videos, erzeugt automatisch mehr Traffic. Das Urheber- und Persönlichkeitsrecht muss dabei aber jederzeit gewährleistet sein (s. Toolbox ). Es dürfen keine fremden Texte und Bilder veröffentlicht werden. Für die Ablichtung von Schülern und die Verwendung der Fotos muss eine Einverständniserklärung der Eltern eingeholt werden. Wenn Schulen spezielle Räume einrichten, um zur Interaktion aufzurufen, gilt es, Social-Media-Regeln festzulegen und auf Transparenz zu achten.
Um die Homepage nicht statisch zu gestalten, haben viele Schulen inzwischen das Bloggen als PR-Instrument für sich entdeckt. Ein Blog eignet sich hervorragend, um Informationen über Projekte und interessante Netzwerkarbeiten nach außen zu tragen und zu zeigen, wie aktiv die Schule lebt und gestaltet. Durch gute Kommentarpflege laden sie die Leser ein, sich am Thema zu beteiligen und mit zu diskutieren. Hervorragend hierfür ist natürlich auch das eigene Facebook-Profil. Konsequentes Monitoring der Seite ist dabei unerlässlich. Auch das richtige Krisenmanagement muss entsprechend geplant sein....

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Fakten zum Artikel
aus: Schule leiten Nr. 7 / 2017

Öffentlichkeitsarbeit – Trommeln in eigener Sache

Friedrich+ Kennzeichnung Schuljahr 1-13