Steffi Fabricius | Mirjam Zimmermann

Kaddisch für einen Freund

Cover der DVD
Cover der DVD, Foto: © 2011 SiMa Film

Steffi Fabricius | Mirjam Zimmermann

Antisemitismus im Film

Zum Inhalt des Films
Nach ihrem Leben in einem Flüchtlingslager und ihrer Flucht aus dem Libanon zieht eine vierköpfige palästinensische Familie in eine Berliner Plattenbausiedlung. Schon beim Einzug stellt sie fest, dass über ihr ein alter russischer Jude wohnt. Ali, der 14-jährige Sohn der Familie, verwüstet als Mutprobe zusammen mit anderen Jugendlichen die Räume des 84-jährigen Alexander Zamskoy. Dieser erkennt ihn bei der Flucht und zeigt ihn an. Eine Entschuldigung der Mutter lehnt der alte Mann ab, willigt aber ein, dass Ali ihm beim Renovieren hilft, auch weil er hofft, durch das Instandsetzen und Säubern der verwahrlosten Räume das Sozialamt zu bewegen, ihn nicht in ein Altenheim einzuweisen. Während der Renovierungsarbeiten werden Ali und Alexander Freunde, sodass der ältere Herr verzweifelt versucht, das von ihm initiierte Gerichtsverfahren gegen den Jungen zu verhindern. Die Beziehung der beiden wird so eng, dass Ali, nachdem Zamskoy an einem Herzinfarkt stirbt, das Kaddisch bei dessen Beerdigung sprechen darf. So ist das Kaddisch von einem Muslim gesprochen die eigentliche Pointe des Films.
Der Film ist von der FSK für zwölf Jahre freigegeben, als Altersempfehlung wird vierzehn Jahre angegeben.
Der Film ist hier zu beziehen:
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Thematischer Schwerpunkt
Die Themen Nahostkonflikt, Antisemitismus, Gewalt, Jugendkriminalität, Freundschaft und Integration werden in den Hauptcharakteren Ali und Alexander und in deren Beziehung auf dramaturgische Weise konkret:
Der Nahostkonflikt schürt den Antisemitismus noch bis nach Deutschland. Obwohl eigentlich beide Charaktere/Kulturen ihrer jeweiligen Verfolgungs- und Gewaltsituation entkommen zu sein hofften, werden sie aber weiterhin auch von ihren Vorurteilen bzw. traumatischen Erfahrungen bestimmt, sodass verbale und physische Gewalt auch in Deutschland nicht abnehmen.
Innerhalb der übergreifenden Youth Culture existieren viele kleine Subkulturen hier: Jugendliche mit palästinensischem Hintergrund , in die man ebenfalls erst aufgenommen werden und sich ggf. beweisen muss. Ali möchte in erster Linie dazugehören in einer neuen Umgebung, wo ihn sonst keiner versteht bzw. verstehen will. Deswegen gibt er sich dem Druck der Gruppe hin, randaliert und rutscht wider Erwarten in die Jugendkriminalität ab.
Für den Religionsunterricht steht die Auseinandersetzung des Einzelnen im Verhältnis zu seinem unmittelbaren kulturell-religiösen Umfeld im Fokus. Demzufolge wird auch nach dem richtigen Handeln gefragt.
Lernsituation
Der Nahostkonflikt zwischen...
Religion 5-10
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Fakten zum Artikel
aus: Religion 5-10 Nr. 38 / 2020

Judenfeindschaft – Was hab' ich damit zu tun?

Premium-Beitrag aus "Religion 5-10" Unterricht (2-10 Std.) Schuljahr 7-8