Zukunft – Wohin geht die Reise

Zukunft – Wohin geht die Reise

Religion 5-10 | Ausgabe Nr. 35/2019

Nationalspieler, Astronautin, Influencer oder was? Eine lange Ausbildung, wenn doch in wenigen Jahren der Planet nicht mehr zu retten ist? Für Schülerinnen und Schüler ist Zukunft Verheißung und angstbesetzt zugleich. Die eigenen Lebenskonzepte sind dabei offenbar eher pragmatisch auf das „kleine Glück“ gerichtet, die christliche Zukunftshoffnung, die quer zu den medialen Welten wie zum kleinen Glück im Privaten liegt, wird dagegen gar nicht mehr wahrgenommen.

Inhaltsverzeichnis
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Was nehmen wir aus der Vergangenheit in die Zukunft mit?
Generationen im Gespräch Sagen, was bleiben soll
Friedrich+ Kennzeichnung Unterricht (2-10 Std.) Schuljahr 5-6

In dieser Einheit geht es darum, im Sinne einer intergenerative Religionspädagogik Schülerinnen und Schüler mit der Generation ihrer (Ur-)großeltern ins Gespräch über „die großen Fragen des Lebens“ zu bringen: Was ist dir im Rückblick wichtig im Leben gewesen? Was sind Erlebnisse / Geschichten, die dein Leben bestimmt haben? Welche Werte und Traditionen, welche Erfahrungen waren für dich bedeutsam? Wo und wie hat da dein Glauben eine Rolle gespielt?

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Hoffnung auf wundersame Erfüllung
Das Bewegende am Wünschen entdecken „Das wünsch’ ich sehr!“
Friedrich+ Kennzeichnung Unterricht (2-10 Std.) Schuljahr 5-6

Ausgehend von der Auseinandersetzung mit einer provokativen Haltung zum Wünschen setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit dessen Bedeutung und der religiösen Dimension anhand von Liedern und Gebeten auseinander. Sie erkennen, dass das Wünschen nicht nur ein Habenwollen oder Hoffen auf vielfältige Veränderungen impliziert, sondern zu einem aktiven Handeln bewegen kann. Ein guter Zeitpunkt für die Sequenz ist die Vorweihnachtszeit, eine Zeit der Wunschzettel und Fürbitten in Andachten und Weihnachtsgottesdiensten.

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Der Kampf zwischen dem Drachen und der Frau, 15. Jahrhundert
Die Apokalypse des Johannes Geht die Welt unter?
Friedrich+ Kennzeichnung Unterricht (2-10 Std.) Schuljahr 7-8

Angeregt durch den Begriff der „Apokalypse“ werden unterschiedliche Szenarien von Weltuntergängen und eigene Zukunftsvorstellungen gesammelt. Ziel der Unterrichtseinheit ist es, nicht nur die Klärung des Begriffs, sondern auch die Öffnung der Schülerinnen und Schüler für die christliche Vision von einer durch Gott erfüllten Welt, wie Johannes sie in seiner „Apokalypse“ beschreibt.

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Zeit gestalten
Zeit und Zeiterleben vor dem Hintergrund biblischer Texte Tempus fugit?
Friedrich+ Kennzeichnung Unterricht (2-10 Std.) Schuljahr 7-8

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit ihrem eigenen Zeiterleben auseinander und reflektieren es vor dem Hintergrund biblischer Texte. Lebensweltliche Impulse stoßen dabei die Auseinandersetzung an. Das zentrale methodische Element ist die Gestaltung eines Zeit-Tagebuches, das den Lernprozess und kreative Arbeitsphasen dokumentiert. Die Sequenz bietet Anreize, Zeit bewusster zu erleben und zu gestalten, und im christlichen Sinne von Eph 5,16 das Beste aus der Zeit zu machen.

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Herausfinden, was mir wichtig ist ...
Schüler reflektieren Kriterien der Berufswahl? Geld oder Leben?
Friedrich+ Kennzeichnung Projekt Schuljahr 9-10

Berufsbörsen gehören zum Repertoire weiterführender Schulen. Sie haben zum Ziel, Schülerinnen und Schüler über Ausbildungsberufe und Studiengänge zu informieren. In der Unterrichtseinheit werden die Schülerinnen und Schüler in die Lage versetzt, eine fiktive Berufsbörse zu planen und im Zuge dessen eigene berufliche Vorstellungen und Pläne zu reflektieren. Biografische Beispiele sowie die Stimme einer kirchlichen Vertreterin deuten zum einen die dynamische Verschränkung von Leben und Beruf an und lassen zum anderen nach der Sinnhaftigkeit beruflicher Entscheidungen und Aktivitäten fragen.

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Ideensammlung
Mit Slam-Poetry-Texten auf der Suche nach Zukunftsperspektiven „Eines Tages, …“
Friedrich+ Kennzeichnung Projekt Schuljahr 9-10

In zahlreichen Slam-Poetry-Texten formulieren junge Menschen ihre Zukunftserwartungen. Dabei liegt der Schwerpunkt nicht selten auf dem persönlichen Ergehen, auf dem „kleinen Glück“ und weniger auf der Verbesserung der allgemeinen gesellschaftlichen und globalen Zustände. Dem gegenüber steht die christliche Hoffnung von erfülltem Leben und der Erlösung aller. Die Unterrichtseinheit bietet Möglichkeiten an, gegenwärtigen Sehnsüchten und Hoffnungen junger Menschen nachzugehen, anhand der christlichen Verheißung den Blick zu weiten über den persönlichen Horizont hinaus auf das Ziel einer Welt in Frieden und Gerechtigkeit und auf diesem Hintergrund eigene Überlegungen dazu zu entwickeln und in Texten darzustellen.

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Eine gute Vorbereitung hilft beim Umgang mit Fragen und Antworten.
Das leitfadengestützt Interview Wie macht man ein Interview?
Friedrich+ Kennzeichnung Methode & Didaktik Schuljahr 1-13

Das Interview ist eine wichtige Methode der Datenerhebung; es kann – je nach Forschungsintention – im Spektrum großer Offenheitbis hin zu starker Vorstrukturierung angelegt werden. Im Unterschied zum Erhebungsinstrument „Fragebogen“ erlaubt das Interview Rückfragen an die befragte Person. Das leitfadengestützte Interview ist in der Mitte des oben genannten Spektrums anzusiedeln, d.h. ein vorab entwickelter Leitfaden stellt ein flexibel zu nutzendes Grundgerüst dar: Während des Interviews können Fragen umformuliert, ergänzt, in der Reihenfolge verändert oder auch ganz ausgelassen werden.