Warum an Gott glauben?

Warum an Gott glauben?

Religion 5-10 | Ausgabe Nr. 39/2020
Inhaltsverzeichnis
© Godong–/–Alamy Stock Foto
Gott erschafft Himmel und Erde, Raffael Loggia, Eremitage Museum, St. Petersburg
Gott als Thema im Religionsunterricht Gibt es Gott „in echt“?
Friedrich+ Kennzeichnung Hintergrund Schuljahr 5-10

Die Frage nach Gott wird in unterschiedlichen Kontexten gestellt und ihre Bedeutung hängt von den religiösen
Vorstellungen und Prägungen der Fragenden ab. Der Beitrag gibt einen Überblick über die verschiedenen
Gottesvorstellungen im Klassenzimmer. Er untersucht die biblische bzw. systematisch-theologische Rede von
Gott und die Bedeutung des Glaubens an Gott im Sinne von Vertrauen und Verlässlichkeit, um abschließend
die religionspädagogischen Konsequenzen aufzuzeigen.

Coverabbildungen: © Carlsen Verlag
Magnus Chase: In drei Bänden taucht ein Junge in die nordische Götterwelt ein.
Mit Riordans Romanen ein aktives und offenes Fragen nach Gott eröffnen Viele Götter oder ein Gott?
Friedrich+ Kennzeichnung Unterricht (> 90 Min) Schuljahr 5-6

Diese Unterrichtssequenz versteht sich als ein eröffnendes Modul in der grundlegenden Auseinandersetzung mit der Gottesfrage. Sie möchte durch ihre Anbindung an die Romanwelt von Rick Riordan zu einem offenen Wahrnehmen und Reflektieren von vorfindlichen und eigenen Gottesvorstellungen motivieren, ein lebendiges Interesse am Fragen wecken und einen ersten theologischen Austausch initiieren. Damit fungiert sie auch als Lernausgangslagenbestimmung.

Bild: aus: Martina Steinkühler (Autorin)/Barbara Nscimbeni (Illustratorin), Die neue Erzählbibel, Seite 54 © Gabriel Verlag in der Thienemann-Esslinger Verlags-GmbH, Stuttgart, 2015
Mose führt sein Volk aus Ägypten. (Die neue Erzählbibel. Das Bild ist auf Seite 54.)
Religionspädagogische Begleitung beim Umbau des Gotteskonzepts „Gott – kannst du [nicht] helfen?“
Friedrich+ Kennzeichnung Unterricht (> 90 Min) Schuljahr 5-6

In dieser Unterrichtseinheit wird die Gottesvorstellung der Grundschule – ein Gott, der hilft, beschützt und
Gebete erhört – behutsam erweitert; die Schülerinnen und Schüler lernen den Gedanken kennen und zuzulassen,
dass Gottes Macht die Macht der Liebe, der Gnade und der Rücksichtnahme ist – und damit in gewisser Weise auch ohnmächtig. Sie entdecken, dass solche Ohnmacht letztlich stärker ist als Macht, weil sie Mut macht.

Foto: Ólafur Arnalds —Near Light stills taken from the official music video by Lam Ho Tak. Printed with permission. © 2011 Erased Tapes Records Ltd.
Ólafur Arnalds —Near Light (Ausschnitt aus dem offiziellen Musikvideo)
Das menschliche Streben nach Perfektion und der Zuspruch Gottes „Wer bin ich? Sie sagen mir oft …“
Friedrich+ Kennzeichnung Unterricht (> 90 Min) Schuljahr 7-8

„Wer bin ich?“ – Diese Frage steht im Zentrum der Unterrichtsreihe, in der eine Ausstellung konzipiert werden soll, die Fremd- und Selbstwahrnehmung, Erfahrungen von Anerkennung, Überforderung sowie persönliche Zielsetzungen thematisiert und in der vor dem Hintergrund des Gedichtes „Wer bin ich?“ von Dietrich Bonhoeffer und der Aussage „Und siehe, es war alles sehr gut“ (Gen 1, 31) reflektiert werden sollen.

Foto: © Hartmut Lenhard
Figurengruppe „One“ im Eingangsbereich des Gebets- und Studienhauses von Nes Ammim, gestaltet von der Künstlerin Tova Heilprin
Gottesvorstellungen in Judentum, Christentum und Islam miteinander ins Gespräch bringen „Wer bist du, Gott?“
Friedrich+ Kennzeichnung Unterricht (> 90 Min) Schuljahr 9-10

Wer bist du, Gott? Diese Frage führt ins Zentrum der drei monotheistischen Religionen, die unterschiedlich und doch auch ähnlich von und über Gott reden1. In dieser Unterrichtseinheit werden zentrale jüdische, christliche und islamische Traditionen zur Gottesfrage vorgestellt, mit den Gottesvorstellungen der Schüler und Schülerinnen ins Gespräch gebracht und am Beispiel spiritueller Praxen in der Schule (Gottesdienste, Gebete) reflektiert. In dem der Unterrichtseinheit beigefügten Zusatzmaterial „Gemeinsam zu Gott beten“ finden sich dazu interreligiöse Beispiele.

Foto: © Zoonar GmbH–/–Alamy Stock Foto
Welche Angebote kann Kirche Jugendlichen machen?
(Nicht-)Religiöse Positionen verstehen lernen und dialogfähig werden Angesichts von Konfessionslosigkeit von und über Gott reden
Friedrich+ Kennzeichnung Unterricht (> 90 Min) Schuljahr 9-10

Kirchlicher Traditionsabbruch und Konfessionslosigkeit stellen Kirche und Religionsunterricht zunehmend infrage. Durch weltanschauliche Pluralität und andere religiöse Glaubensweisen sind Schülerinnen und Schüler dazu aufgefordert, eine eigene Position zu entwickeln. Gegenstand der Unterrichtseinheit ist eine Auseinandersetzung mit der zunehmenden Kirchenferne und den verschiedenen Typen, die unter der Bezeichnung „konfessionslos“ subsummiert werden. Wie ist Säkularisierung und Individualisierung zu verstehen? Geht Konfessionslosigkeit mit Religionslosigkeit einher? Wie verorte ich mich selbst hinsichtlich Gott, Glauben und der Institution Kirche? Wie ist ein Reden von und über Gott vor dem Hintergrund der Konfessionslosigkeit möglich und sinnvoll gestaltet?