Jürgen Hudelmayer

Der Mensch an den Grenzendes Lebens

Jürgen Hudelmayer

10 knifflige Fragen zum Menschsein des Menschen

Soll man einen Menschen auf sein Verlangen hin töten dürfen? Darf man in das menschliche Erbgut eingreifen? Ab wann machen wir uns zu Herren über Leben und Tod? Was Wert und Würde des menschlichen Lebens wirklich bedeuten, zeigt sich am deutlichsten da, wo sie in Frage gestellt sind. Hier, an den Grenzen des Lebens, verschiebt die moderne Medizin(-technologie) viele gewohnte Grenzen und stellt alte Wertesysteme in Frage. Der vorliegende Unterrichtsbaustein dient der Einführung in dieses ethisch heikle Gebiet. Der dazu entwickelte ursprüngliche Fragebogen umfasst 30 Fragen und weitere Themengebiete .

Schülerinnen und Schüler der Sek II haben wenig Übung in grundsätzlichen ethischen Reflexionen über Werte und Normen. Bei Herausforderungen, die sich durch heutige medizinische Möglichkeiten stellen, entwickeln Jugendliche jedoch oft eine Haltung. Dahinter stehen immer Wertvorstellungen, wenngleich nicht immer bewusst und nur diffus fassbar.
Als Lehrkräfte haben wir zunächst eine maieutische Aufgabe: den verborgenen und diffus gefühlten Wertvorstellungen der SuS ans Licht (der gesprochenen Sprache) zu verhelfen und sich dessen bewusst zu werden, was ihre Werte sind. Im weiteren Prozess ist unsere Aufgabe natürlich auch, zu fragen, wie die Werte zueinander stehen und wie daraus ein stimmiges Wertesystem werden kann. Oft entwickeln die SuS selbst so etwas wie eine Grundvorstellung davon, dass das Leben irgendwie wertvoll und heilig sei und dass dies auch nicht an Verdienst oder eine Vorleistung gekoppelt werden kann. Was bedeutet dann in diesem Zusammenhang „Menschenwürde? Unsere dritte Aufgabe ist es, in diesen Dialog sinnvoll die grundlegenden biblischen Wertvorstellungen einzubringen und mit den SuS durchzubuchstabieren, was unser Auftrag und unsere Verantwortung sein kann.
Der Fragebogen
Die SuS erhalten zu Beginn den Fragebogen und werden gebeten, die Fragen durchzugehen und ihre Haltungen anzukreuzen bzw. zu notieren, gerne auch in Partnerarbeit. Die Spalte mit Assoziationen und Begründungen füllt sich bei manchen nur langsam. Wichtig ist, dass die SuS zu den Fragen eine (erste) Haltung einnehmen und sie im Gespräch mit den Mitschüler/innen argumentativ vertreten. In dieser Phase kann die Lehrkraft beraten.
Je nach Verlauf und Dynamik, kann die Lehrkraft nach ca. 15 – 20 Minuten ein erstes Mal unterbrechen und darum bitten, bestimmte Fragen im Plenum zu diskutieren. Dabei kommt es darauf an, durch geschicktes Nachfragen auch die Wertvorstellungen der SuS zu herauszuarbeiten. Alle Überlegungen werden nicht wertend aufgenommen. Oft entstehen hier schon rege Plenumsdiskussionen, bestimmte Argumentationsstrukturen können an der Tafel festgehalten werden. Phasen des Arbeitens in Kleingruppen und im Plenum wechseln sich ab.
Zum Ende der Doppelstunde können schon Teilthemen der UE genannt und das Interesse daran benannt werden (Schülerorientierte Gestaltung der UE).
Der ursprüngliche Fragebogen (hier sind nur 10 Fragen abgedruckt) ist länger (30 Fragen) und beinhaltet noch mehr Themen. Sie können diesen per Mail beim Autor selbst anfordern; er freut sich auch über einen Austausch.

Friedrich+ Religion

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Fakten zum Artikel
aus: Entwurf Nr. 1 / 2019

Menschsein verpflichtet

Friedrich+ Kennzeichnung Unterricht (> 90 Min) Schuljahr 10-13