Qualifizierung im Pflegeberuf planen

Pflege studieren: Ihr persönlicher Karriereweg in der Pflege

Studium, Fortbildung oder Fachweiterbildung. Im Pflegebereich gibt es viele unterschiedliche Möglichkeiten, um sich beruflich weiterzuentwickeln. Damit man bei den vielen Angeboten den Überblick behält, kann eine Laufbahnplanung sinnvoll sein.

pflegen: palliativ-Laufbahnplanung
Mit diesen Schritten können Sie Ihren karriereweg aktiv gestalten © pixabay

Bedingt durch die demografischen und epidemiologischen Perspektiven – z. B. der Anstieg der Menschen mit chronischen Krankheiten oder die steigende Anzahl der hochaltrigen Menschen – gilt heute zunehmend, dass gut aus- und weitergebildete Pflegefachpersonen eine gefragte Berufsgruppe darstellen, die bestimmte Fachpositionen im Gesundheitswesen besetzen. Auch gesetzliche Vorgaben und Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchungen führen dazu, dass sich die Tätigkeitsfelder und die Aufgaben von Pflegefachpersonen verändern können.

Pflege studieren oder eine Weiterbildung absolvieren?

Die vielfältigen Möglichkeiten, sich beruflich weiter zu qualifizieren, haben jedoch nicht zwangsläufig dazu geführt, dass die Planung und Gestaltung der Laufbahn in der Pflege einfacher geworden sind – ganz im Gegenteil. Das steigende Angebot ist auch mit einer zunehmenden Unübersichtlichkeit verbunden. Um die vielen Chancen einer beruflichen Entwicklung nutzen zu können, muss die Laufbahn sorgfältig geplant werden. Wer sich auf diese Reise begibt und sich auf den intensiven Prozess der Veränderung einlässt, sollte zumindest grob wissen, wohin er oder sie möchte.

Dazu geben wir Ihnen im Folgenden Anregungen und Hinweise. Hierbei ist zu beachten, dass diese Ausführungen keine professionelle Laufbahnberatung ersetzen können.

Klarheit schaffen 

Zu Beginn einer beruflichen Veränderung sollen sich Pflegende über die Motive und die Gründe im Klaren sein, die zum Weiterbildungswunsch oder der Fortführung der Laufbahn führen. Diese können unternehmensbezogen oder personenbezogen sein, d. h. zum einen kann der Arbeitgeber an einer beruflichen Weiterentwicklung interessiert sein. Zum anderen kann der Wunsch nach beruflicher Entwicklung in der Person selbst entstehen. Vor allem zu Beginn steht meist eine dieser Gesichtspunkte im Vordergrund. Im Verlauf sollten sie sich jedoch zunehmend ergänzen (Frerichs et al., 2016: 8). Denn eine Weiterbildung, die nicht von der Gegenseite getragen und unterstützt wird, ist weniger gewinnbringend als das gemeinsame Arbeiten an der Entwicklung und Förderung der beruflichen Kompetenzen.

Im Weiteren sollte zu Beginn geklärt sein, welches Ziel mit der Bildungsmaßnahme angestrebt wird und ob dies realistisch ist. Eine berufliche Weiterqualifizierung kann beispielsweise in Verbindung damit gebracht werden, dass

  • Entwicklungspotenzial erkannt
  • Perspektiven aufgezeigt
  • Kompetenzen entwickelt
  • Motivation gesteigert und/oder
  • Anerkennung gezollt werden (Uniklinikum Dresden, 2015: 2) soll.

Eine Weiterbildungsmaßnahme sollte stets freiwillig eingeschlagen werden, denn in der Regel ist der Veränderungsprozess mit hohem Aufwand (Zeit, Kosten, kognitive Arbeit) verbunden. Dieser Aufwand sollte überwiegend gern betrieben und als Herausforderung und Chance begriffen werden. Folgende Fragen können helfen, Klarheit zu schaffen:

  • Warum möchte ich mich beruflich weiterentwickeln?
  • Welches Ziel verfolge ich mit der angestrebten Weiterbildungsmaßnahme?
  • Was verspreche ich mir von der Weiterbildungsmaßnahme?

Mentoren sind hilfreich, damit Sie nicht „irgendwas mit Pflege studieren“

Gerade zu Beginn ist es nicht immer einfach, den Einstieg in die Bildungsmaßnahme bzw. in deren Vorbereitung zu finden. Es erweist sich häufig als sehr hilfreich, sich eine Mentorin oder einen Mentor zu suchen. Eine Person, die fähig ist, die ersten Schritte aufzuzeigen, und mit Rat und Tat motivierend – aber auch regulierend – zur Seite steht. Von Vorteil ist dabei, wenn diese Person bereits eine Karriere durchlaufen oder bereits Teiletappen erfolgreich absolviert hat.

Ein weiterer zentraler Punkt ist die reflektierte Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit, der (Lern-)Biografie sowie den individuellen Stärken, Schwächen und Strategien.

Mit der Broschüre "Das eigene Lernen organisieren" erhalten Sie hilfreiche Anregungen und Checklisten für Ihre berufliche Weiterentwicklung und Qualifikation. Jede und Jeder hat eine andere Motivation und bringt andere Voraussetzungen mit. Wir geben Ihnen Informationen über Strategien und Umsetzungen von Bildungsmöglichkeiten in der Palliative Care, die Sie auch auf eine andere Karriereplanung anwenden können.

Hier geht es zum Download

Die Broschüre "Das eigene Lernen organisieren" ist Teil des Materialpakets von pflegen: palliativ Nr. 33.

Nachdem geklärt ist, aus welchen Motiven, zu welchem Zweck, durch wen initiiert und mit welchen persönlichen Ressourcen und Herausforderungen die weiterführende Bildungsmaßnahme angedacht wurde, gilt es, den richtigen Weg durch den Dschungel von Arbeitsmöglichkeiten und pflegebezogenen Bildungsangeboten zu finden sowie eine Entscheidung zu treffen. Daraufhin kann dann eine Handlung initiiert werden.



Zeitschrift
pflegen: palliativ Nr. 33/2017 Lernen und Lehren

Im Heft „Lernen und Lehren“ von pflegen: palliativ erfahren Sie mehr zu den nächsten wichtigen Punkten der Laufbahnplanung, besonders in Bezug auf die Qualifizierung in der Palliative Care. Außerdem erhalten Sie Informationen zu den nötigen Kompetenzen in der Palliativpflege und lernen ein Konzept kennen, mit dem Sie Ihre Lernkompetenzen fördern können.

29,60 EUR Preise jeweils zzgl. Versandkosten

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