Welche Methode passt?

Welche Methode passt?

Mathematik lehren | Ausgabe Nr. 205/2017

Methoden für die Unterrichtsgestaltung gibt es inzwischen reichlich – und auch der Frontalunterricht hat sich rehabilitiert. Wir haben Kriterien für eine bewusste Methodenauswahl und Hinweise für die konkrete Umsetzung zusammengestellt. Wann passt welche Methode? – Das hängt von den Lernzielen ab. 

Inhaltsverzeichnis
Foto: Pixabay/geralt
Passung von Methoden zu Unterrichtszielen in typischen Lehr-Lern-Situationen Welche Methode passt?
Methode & Didaktik Schuljahr 5-13

Für eine nachhaltige Unterrichtsgestaltung müssen – nach dem Festlegen der angestrebten Ziele und der Auswahl der Inhalte – methodische Entscheidungen auf verschiedenen Ebenen gefällt werden: zunächst zum grundsätzlichen Vorgehen (Makroebene), dann zu speziellen methodischen Herangehensweisen (Mikroebene). Anhang von fünf Thesen zu Methodenentscheidungen wird die gezielte Entscheidung für einzelne Methoden mit ihren jeweils spezifischen Schüleraktivitäten unterstützt.

Verschiedene Methoden kooperativen Lernens Gemeinsame Arbeitsphasen produktiv nutzen
Unterricht (45-90 Min) Schuljahr 1-5

Mathematikunterricht, der aktiv entdeckende Lernprozesse anregt und prozessbezogene Kompetenzen fördert, braucht Methoden kooperativen Lernens. Wenn die Methode zum Ziel und zum Inhalt passt, können bereits Kinder ab Klasse 1 problemlos mit verschiedenen methodischen Settings umgehen, ohne dass diese gezielt eingeführt werden müssen. Der Beitrag illustriert dies in drei Beispielen.

Vor der Klasse stehen: Frontalunterricht neu denken
Unterricht (< 45 Min) Schuljahr 5-13

Es gibt sie, die Situationen im Mathematikunterricht, in denen Formen direkter Instruktion nicht nur effizient und effektiv, sondern sinnvoll und inhaltlich notwendig sind. Daher ist es Zeit, sich vom gebrandmarkten Begriff „Frontalunterricht“ zu lösen und diese Unterrichtsform differenzierter als ein ganzes Bündel verschiedener Formen wahrzunehmen, die eine ebenso professionelle Umsetzung verlangen wie alle anderen Methoden. Konkrete Hinweise für ein gelingendes „Vor-der-Klasse-stehen“ helfen, das Handlungsrepertoire zu erweitern.

Erarbeitungsphasen im Zusammenspiel von Instruktion und Konstruktion Erklären, entwickeln, entdecken
Unterricht (45-90 Min) Schuljahr 9-9

Eine gute Unterrichtsgestaltung erfordert ein erfolgreiches Zusammenspiel von Instruktion und Konstruktion. Der Beitrag stellt mit der direkten Instruktion, dem gelenkten Unterrichtsgespräch und dem entdeckenden Lernen drei typische Methoden für die Erarbeitungsphase im Mathematikunterricht vor. Konkrete Beispiele aus dem Themengebiet „Satz des Pythagoras“ zeigen jeweils, bei welchen Inhalten die Methoden sinnvoll eingesetzt werden können. 

Anfänge für erdachte Dialoge entwerfen Mathe-Gespräche schreiben
Unterricht (< 45 Min) Schuljahr 5-13

Der Artikel stellt die Methode der erdachten Dialoge vor. Dabei schreibt eine Schülerin oder ein Schüler ein Gespräch zwischen zwei Protagonisten weiter, die sich über eine mathematische Frage unterhalten. Wie kann ein Anfangsdialog für den eigenen Unterricht entworfen werden, der möglichst gut das Potenzial der Methode entfaltet? Das Schreiben kann Lern- und Reflexionsprozesse unterstützen – und ein zusätzliches Diagnosewerkzeug sein.

Grundwissen-Tests als methodisches Konzept Groovy? Nein: GruWi!
Abitur & Prüfung Schuljahr 5-13

Grundwissen-Tests bieten die Möglichkeit der Rhythmisierung bzw. Ritualisierung des Mathematikunterrichts. Ihre Durchführung erfordert wenig Korrekturaufwand, sie dienen als zusätzliche Bewertungsgrundlage (wie Vokabeltests). Eine Selbsteinschätzung am Ende eines Schulhalbjahres aufgrund der GruWi-Tests trägt dazu bei, das eigene Lernverhalten zu verfolgen und ggf. zu überdenken, Lücken aufzudecken und Nachholbedarf zu identifizieren.

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Würfel auf Ecke Mathematische Miniaturen
Unterricht (45-90 Min) Schuljahr 7-13

Ist es möglich, dass ein Würfel beim Würfeln auf einer Ecke liegen bleibt oder sind solche Wurfergebnisse nur durch sorgfältiges Ablegen des Würfels auf einer „runden Ecke“ möglich? Die Überlegungen über stabiles, labiles und indifferentes Gleichgewicht gehen zurück auf Pierre de Varignon (1654 – 1722) und werden im Artikel auf mathematisch-spielerische Weise aufgegriffen.

Faltend zum Spiralkunstwerk Ideenkiste
Unterricht (< 45 Min) Schuljahr 8-13

Faltaktivitäten sind immer eine gute Abwechslung und sie fördern besonders die Ausbildung einer tragfähigen und auf Handlung gestützten Vorstellung geometrischer Begriffe. Oft arbeiten die Schülerinnen und Schüler zusammen und unterstützen sich gegenseitig. Beim Falten ist die (Fach-)Sprache nicht zwingend erforderlich. Faltprodukte, wie die im Artikel vorgestellte Spirale, können auch für eine Ausstellung oder als Geschenk dienen.

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Dein Geometrie-Lexikon I MatheWelt
Unterricht (> 90 Min) Schuljahr 7-8

Kern dieser MatheWelt ist ein „Lexikon“, in dem wichtige Zusammenhänge, Erkenntnisse und Sätze aus der Geometrie zusammengestellt sind, und das als Wissensspeicher und Erinnerungsstütze genutzt werden kann. Es handelt sich allerdings nicht um ein fertiges Nachschlagewerk, sondern muss von den Lernenden selbst erarbeitet werden. Die vorgegebene Struktur zum Ausfüllen und Vervollständigen hilft beim Erstellen der Einträge.