Motivation

Motivation

Mathematik lehren | Ausgabe Nr. 221/2020

Mit dieser Ausgabe möchten wir für die komplexen Zusammenhänge der Motivation sensibilisieren. Anhand vieler Unterrichtserfahrungen und Projektbeispiele wird dargestellt, wie die Voraussetzungen für Motivation im Mathematikunterricht konkret geschaffen werden können.

Inhaltsverzeichnis
Lernmotivation – in Mathe
Friedrich+ Kennzeichnung Methode & Didaktik Schuljahr 5-13

Motivation ist die Antwort auf die Frage, was uns antreibt. Welche wichtigen Erkenntnisse zur Motivation gibt es - mit Bezug auf schulisches Lernen und besonders das Lernen von Mathematik? Diese werden im ersten Teil des Beitrags vorgestellt und erläutert. Fallbeispiele aus Originaltagebüchern illustrieren die Schülerperspektive zur Thematik. Im zweiten Teil wird dargestellt, wie Lernmotivation entsteht und im Mathematikunterricht gefördert werden kann.

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Gestaltungsspielräume
Friedrich+ Kennzeichnung Methode & Didaktik Schuljahr 5-13

Lernfreude entsteht, wenn die Lernsituation als angemessen empfunden wird, die Lernziele verstanden und akzeptiert werden und die Lernanforderungen den Bedürfnissen und Zielen der Schülerinnen und Schüler entsprechen. Der Beitrag zeigt anhand von Beispielen, wie die Verbindung von Motivation und Zieltransparenz in der Praxis umgesetzt und so die Lernfreude gefördert werden kann. 

Theater mit mathematischer Thematik zur Motivation Algorithmen im Theaterstück
Friedrich+ Kennzeichnung Unterricht (> 90 Min) Schuljahr 5-6

Mit dem Handy den kürzesten Weg berechnen,  vom mp3-Player Musik abspielen, bei Google recherchieren oder Autos ohne Fahrer durch den Verkehr steuern – überall sind Algorithmen im Spiel, helfen uns oder beherrschen uns vielleicht sogar, wie manche fürchten? Doch was sind Algorithmen überhaupt? In einem Theaterstück werden auf spielerische Weise die wesentlichen Begriffe und Hintergründe erläutert.

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Aufgabenprinzip zur Förderung von Interesse an mathematischem Handeln Getrennt & koordiniert zum Ziel
Friedrich+ Kennzeichnung Unterricht (> 90 Min) Schuljahr 5-9

Der Beitrag zeigt, wie Mathematikinteresse durch Adressieren der psychologischen Grundbedürfnisse gefördert werden kann. Im Vordergrund steht ein Aufgabengenre nach der Idee, mathematische Relationen sozial zu gestalten und so getrenntes, aber koordiniertes Handeln zu initiieren. Es entstehen Erfahrungen sozialer Eingebundenheit, die durch mathematisches Handeln vermittelt und mit mathematikbezogenen Autonomie- und Kompetenzerfahrungen verbunden sind.

Situationales Interesse durch Wahlaufgaben zu verschiedenen Kontexten steigern Wer die Wahl hat …
Friedrich+ Kennzeichnung Unterricht (45-90 Min) Schuljahr 10-10

Wozu Mathe? Dazu! Lebensweltliche Kontexte können dazu beittragen, das Interesse von Lernenden im Mathematikunterricht zu steigern. Wie geeignete Kontexte ausgewählt und in den Unterricht eingebettet werden, wird anhand einer Übungsstunde zu Exponentialfunktionen vorgestellt. Die Schüler konnten dabei zwischen verschiedenen Kontexten wählen, wobei insbesondere sehr lebensnahe Kontexte bevorzugt wurden.

Wie lang ist der Schatten eines Windkraftrades? Im Schatten der Windenergie
Friedrich+ Kennzeichnung Unterricht (45-90 Min) Schuljahr 11-13

Das Thema Schattenwurf von Windkraftanlagen bietet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, die Bestimmung von Schattenpunkten anhand eines authentischen Kontextes realitätsnah zu erarbeiten. Die Berechnung der Schattenlänge erfolgt am Beispiel eines örtlichen Windkraftrades. In zwei Wahlaufgaben wird der periodische Schattenwurf und die tatsächliche Schattenspur eines Windkraftrades thematisiert.

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Grundbedürfnisse im Blick Bleib dran im Homeschooling
Friedrich+ Kennzeichnung Methode & Didaktik Schuljahr 5-13

Die durch die Schulschließungen ausgelöste Situation während der Corona-Pandemie bringt die Grundbedürfnisse der Schülerinnen und Schüler bezüglich ihrer Lernmotivation besonders klar zum Vorschein. Es wird überdeutlich, welche Anstrengungen zur Förderung der Lernmotivation schon immer nötig waren. Im Beitrag wird über aktuelle Erfahrungen und Gestaltungsanregungen zur Einbindung digitaler Elemente in das Lernangebot für den Mathematikunterricht berichtet.

Das Spiel VOI Manchmal ist eins und eins keins
Friedrich+ Kennzeichnung Methode & Didaktik Schuljahr 5-13

Mit der App VOI kann man – ähnlich zum alten chinesischen Legespiel Tangram – den Schattenriss einer Figur nachbauen. Allerdings kann man bei VOI die Teile auch übereinander schieben. Der Flächeninhalt der Zielfigur kann also kleiner sein als die Summe der Flächeninhalte der Ausgangsteile. Auch für den Unterricht bietet VOI reizvolle Aspekte, man kann beispielsweise der Frage nachgehen, wie man Figuren so kombinieren kann, dass der kleinste Flächeninhalt entsteht.

Das Rechteckmodell bei der Division von Bruchzahlen
Friedrich+ Kennzeichnung Unterricht (45-90 Min) Schuljahr 5-7

Das von der Bruchmultiplikation bekannte Rechteckmodell wird auf die Division von Bruchzahlen übertragen. Die zu dividierenden Bruchzahlen werden als Größenanteile veranschaulicht, wobei in natürlicher Weise eine Verfeinerung der beiden Brüche entsteht. Mithilfe der Aufteil-Vorstellung kann man dann ermitteln, wie oft der Divisor in den Dividenden passt. Es bestätigt sich dabei, dass die Division begrifflich anspruchsvoller ist als die Multiplikation. 

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Ideenkiste The Game of Tri
Friedrich+ Kennzeichnung Unterricht (< 45 Min) Schuljahr 5-13

„The Game of Tri“ ist ein strategisches Spiel für zwei Personen, das als Ausgangspunkt zum Mathematiktreiben genutzt werden kann: Schon beim Spielen sind mathematische Kompetenzen gefordert, aber auch beim Entwickeln einer Gewinnstrategie: Wie gewinnt man das Spiel am besten? Wie lassen sich Vorgangsweisen dokumentieren? Verschiedene weitere Ideen, sich mit dem Spiel mathematisch auseinanderzusetzen, werden in diesem Beitrag vorgestellt.

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MatheWelt Optisch getäuscht
Friedrich+ Kennzeichnung Unterricht (> 90 Min) Schuljahr 7-8

Wer in die Wolken schaut … entdeckt manchmal Tiere und Gesichter. Warum? Weil unser Gehirn optische Eindru?cke mit den bisherigen Erfahrungen abgleicht und solche Assoziationen bildet. Das ist die Basis optische Täuschungen. Mit dieser MatheWelt können sich Lernende einerseits auf die Suche nach Täuschungen in ihrer Umgebung machen – und andererseits anhand einiger selbst gebastelter Kreisel drehende Effekte beobachten und beschreiben. Entsprechende Vorlagen sind im Heft abgedruckt.